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Mit der Unterstützung des Senats und der Bürgerschaftsfraktionen konnte das Hamburger Studierendenwerk in den vergangenen sieben Jahren insgesamt 125 Millionen Euro in den Wohnraum für Studierende und Auszubildende investieren. Unter anderem sind seit 2012 drei neue Wohnanlagen – nämlich in Hammerbrook, Allermöhe und in der HafenCity – entstanden.

Sanierungen und Modernisierungen wie beispielsweise am Margaretha-Rothe-Haus in Winterhude oder an der Wohnanlage Armgartstraße in Hohenfelde bringen nicht nur den Studierenden Vorteile, sondern erhöhen auch die Energieeffizienz der Gebäude. Das aktuelle Projekt ist das Europa- und Georgi-Haus in Winterhude: Dort sollen von 2019 bis 2021 Fenster, Dach, Fassade und Haustechnik saniert und modernisiert werden. Auch die WG-Grundrisse werden angepasst und die Kinderbereiche neu ausgestattet, um ein höheres Maß an Wohnqualität zu erreichen.

“Dass das Studierendenwerk in diesem Umfang neue Wohnanlagen baut, zeugt von dem Bemühen, den aktuellen Bedürfnissen von Studierenden und Auszubildenden entgegenzukommen. Mindest genauso wichtig ist aber, dass das Studierendenwerk ältere Anlagen saniert und so dafür sorgt, dass bestehender Wohnraum mit günstigerer Miete erhalten wird. Studieren muss jedem unabhängig von finanziellen Verhältnissen offen stehen! Das Studierendenwerk leistet hierzu einen großen Beitrag.”

Dr. Sven Tode, wissenschaftspolitischer Sprecher der Hamburger SPD-Fraktion

Bis 2030 strebt das Studierendenwerk an, ca. 2000 neue Wohnplätze zur Verfügung zu stellen, davon rund 600 Plätze für Auszubildende.

Ab dem Jahr 2020 wird auf dem urbanen Gewerbe- und Handwerkerhof “Built in Barmbek” gewerkelt. Die steg Hamburg mbH entwickelt hier in zentraler Lage einen innovativen Nutzermix aus Handwerk, Gewerbe und Büroflächen auf einer Fläche von rund 5.300 Quadratmetern. Im Gebäude untergebracht ist auch das Bandhaus, in dem mehrere speziell ausgestattete Räume für Musikproduktionen sowie eine Probebühne zu günstigen Preisen gemietet werden können. Die Realisierung des Bandhauses unterstützt Rot-Grün mit bis zu 480.000 Euro aus dem Sanierungsfonds Hamburg 2020 und schafft damit bezahlbare Mietpreise für junge Musikerinnen und Musiker. Betreiber des Bandhauses ist das bekannte Hamburger Independent-Label “Grand Hotel van Cleef”, das aufstrebenden Künstlerinnen und Künstler mit Rat und Tat zur Seite stehen wird.

Barmbek kann von den modernen neuen Räumlichkeiten nur profitieren. Bezahlbare Proberäume in unseren vielseitigen Stadtteilen sind mir schon lange ein Anliegen! Toll, dass mit diesem Unterfangen nun Bands und vor allem Newcomer unterstützt werden.

Dr. Sven Tode, Wahlkreisabgeordneter für Barmbek, Dulsberg, Uhlenhorst und Hohenfelde

Hintergrund: Für den innovativen Gewerbe- und Handwerkerhof “Built in Barmbek” sind insgesamt 14,7 Millionen Euro (inklusive Sonderausstattung) kalkuliert. 1,57 Millionen Euro sind davon für das Bandhaus vorgesehen. Die Nachfrage nach Tonstudios und Proberäumen für (Newcomer-)Bands ist in Hamburg hoch, das Angebot sehr beschränkt. Um jungen Hamburger Musikerinnen und Musikern sowie Bands bezahlbare Proberäume anbieten zu können, haben die steg mbH und das “Grand Hotel van Cleef Musik GmbH” das Bandhaus-Konzept entwickelt. Inspiration war das Musikhaus “Karostar” auf St. Pauli. “Built in Barmbek” bietet schallisolierte Räume unterschiedlicher Größe, die für Musikproduktionen geeignet sind, sowie Betreuung und Management aus dem professionellen Musikbereich. Durch den investiven Zuschuss aus dem Sanierungsfonds Hamburg 2020 kann die Miete für die Proberäume bei einer 15-jährigen Bindungsfrist deutlich unter Kostenmiete gesenkt werden.

“Das Bandhaus in Barmbek wird für die vielseitige und kreative Musikszene Hamburgs ein neuer Ort der Produktivität sein. Nachwuchsbands werden dort moderne Räumlichkeiten sowie eine Probebühne zu guten Konditionen angeboten. Der Bedarf an Proberäumen ist groß, deshalb freuen wir uns, dass wir die strukturellen Voraussetzungen jetzt mithilfe von Mitteln aus dem Sanierungsfonds verbessern können. Hamburg ist eine international anerkannte Musikmetropole und soll für alle ein Heimathafen sein, insbesondere auch für die Nachwuchskünstlerinnen und -künstler in unserer Stadt.”

Isabella Vértes-Schütter, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion
Sven Tode auf dem Fahrrad, Rathausmarkt

– für Barmbek, Uhlenhorst, Hohenfelde und Dulsberg in der Hamburgischen Bürgerschaft

Als Abgeordneter in der Hamburgischen Bürgerschaft setze ich mich in verschiedenen Ausschüssen – Wissenschaft, Europa, Haushalt & Unterausschuss Personalwirtschaft und Öffentlicher Dienst – für Folgendes ein:

  • den Ausbau der Hamburger Hochschulen und Forschungseinrichtungen,
  • die Verbesserung von Studien- und Arbeitsbedingungen an Hamburger Hochschulen,
  • die gerechte Bezahlung von Beschäftigten im Öffentlichen Dienst und
  • die europäische Verständigung, besonders das Zusammenwachsen von Ost- und Westeuropa.

In meinem Wahlkreis Barmbek, Uhlenhorst, Hohenfelde und Dulsberg ist mir der enge Kontakt zu allen Bewohnerinnen und Bewohnern wichtig: Welche Ideen und Anregungen haben Sie für die Politik vor Ort und im Großen? Was sollte Ihrer Meinung nach verbessert werden? Ich freue mich auf jede Ihrer Fragen und Vorschläge. Um von Ihnen zu hören, biete ich regelmäßig Bürgersprechstunden, Rathausbesuche und ein abwechslungsreiches Kulturprogramm an. Lassen Sie es mich wissen, was Ihnen wichtig ist, denn nur zusammen können wir Gutes bewirken!

Ihr Sven Tode

Ich bin sehr froh, dass die Studie “Ist der Wohnungsbau auf dem richtigen Weg?” deutlich zeigt, dass wir, die Hamburger SPD, einen unserer politischen Schwerpunkte auf Wohnungsbau und bezahlbaren Wohnraum legen. Die hohen Zahlen zeugen von unseren Erfolgen – ist aber auch ein Ansporn, hochgesteckte Ziele in der Wohnungspolitik weiter zu verfolgen!

Dr. Sven Tode, Wahlkreisabgeordneter für Barmbek, Uhlenhorst, Hohenfelde und Dulsberg.

Das Institut der Deutschen Wirtschaft hat im Rahmen der Studie „Ist der Wohnungsbau auf dem richtigen Weg?“ aktuelle Zahlen zum Wohnungsbau in Deutschland ermittelt. Demnach setzt Hamburg die richtigen Schwerpunkte und macht im Vergleich mit anderen deutschen Metropolen vieles richtig. Das Ergebnis: Die Hansestadt liegt beim Wohnungsbau im Vergleich der sieben größten deutschen Städte an der Spitze.

„Hamburg ist bei den jährlich fertiggestellten Wohnungen nicht nur im Vergleich der sieben größten Städte vorn, sondern toppt auch den Bundesdurchschnitt. Das ist ein sehr gutes Ergebnis und Beleg unseres verantwortungsvollen Handelns. Seit 2011 arbeiten wir als SPD kontinuierlich an Verbesserungen für den Hamburger Wohnungsmarkt. Die Auswirkungen bilden sich jetzt in der Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft ab. Dieses gute Zeugnis ist für uns Ansporn, weiterhin mit hohem Einsatz und gemeinsam mit allen Beteiligten im Bündnis für das Wohnen guten und bezahlbaren Wohnraum für Hamburg zu schaffen. Mit 10.674 fertiggestellten Wohneinheiten in 2018 liegen wir über dem ermittelten jährlichen Bedarf von 10.200 Wohnungen pro Jahr. Die Studie bescheinigt, dass wir damit in Hamburg mittelfristig eine Entspannung auf dem Wohnungsmarkt erreichen werden. Dieses Ergebnis ist ein Anfangserfolg, wir werden nun nicht lockerlassen und dem Wohnungsbau weiterhin höchste Aufmerksamkeit zukommen lassen. Mit unserer Einigung mit der Volksinitiative ‚Hamburgs Grün erhalten‘ haben wir gezeigt, dass wir dabei auf einem nachhaltigen Weg sind.“

Dirk Kienscherf, Vorsitzender der SPD-Bürgerschaftsfraktion
Universität Hamburg

Nun steht es fest: Die Universität Hamburg ist exzellent. Die Exzellenzkommission und das Expertengremium haben heute darüber entschieden, welche Hochschulen und Hochschulverbünde zukünftig das Label „Exzellenzuniversität“ tragen dürfen. Es gab 19 Bewerbungen, von denen 11 ausgewählt wurden. Bewerben konnte sich, wer mit mindestens zwei Exzellenzclustern in der ersten Phase des Wettbewerbs erfolgreich war. Die Universität Hamburg konnte sich in dieser Phase sogar mit vier Clustern durchsetzen. Für die jetzt ausgewählten Hochschulen und Verbünde stellt der Bund jährlich 148 Mio. Euro Fördermittel für exzellente Wissenschaft, Strukturentwicklung an den Hochschulen und internationale Sichtbarkeit zur Verfügung.

„Die Universität Hamburg ist exzellent und darf sich jetzt auch so nennen. Das ist ein unglaublicher Erfolg. Ich bin begeistert von dieser besonderen Auszeichnung für den Wissenschaftsstandort Hamburg. Die Entscheidung zeigt auch, dass wir in den vergangenen Jahren viele Weichen richtig gestellt haben. Die Universität Hamburg ist eine Hochschule mit internationalem Renommee. Die zusätzlichen Fördermittel die wir jetzt erhalten, dienen dazu, die Strukturen so weiterzuentwickeln, dass aktuelle und künftige Forschungsschwerpunkte noch besser sichtbar werden, dass es noch mehr Vernetzung zwischen den einzelnen Fachdisziplinen gibt, und dass die internationale Sichtbarkeit noch mehr steigt. Ich wünsche mir, dass auch Studierende von diesem Qualitätszuwachs profitieren und beispielsweise forschungsorientierte Lehrformate jetzt an der gesamten Universität noch mehr gefördert werden. Der allergrößte Dank geht an die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die für uns an Zukunftsthemen wie Klima, Nanotechnologie und Quantenphysik forschen oder mit den Manuskriptforschungen dafür sorgen, dass alte Wissensbestände nicht verloren gehen.“

Dr. Sven Tode, Fachsprecher Wissenschaft der SPD-Bürgerschaftsfraktion:

In meinem aktuellen Newsletter (07/2019) erfahren Sie Neues und Wissenswertes aus unseren Stadtteilen und den hier aktiven Menschen, außerdem alles über meine Arbeit in der Bürgerschaft und im Wahlkreis vor Ort. Viel Freude beim Lesen!

 

Beim Stadtteilfest KulturBewegt! am 22. Juni 2019 rund um das Bürgerhaus in Barmbek konnte ich bei strahlendem Sonnenschein nicht nur über die Initiativenmeile schlendern, sondern bin vielen bekannten und neuen Gesichtern in Barmbek begegnet. Von besonderem Charme ist für mich immer, dass sich unter die flanierenden Besucher Kulturschaffende mischen und – nicht selten – die Passanten aufmischen. Auch beim Stöbern auf dem Flohmarkt bin ich wieder einmal fündig geworden. Danke an alle, die vorbeigekommen sind, und uns an unserem SPD-Stand im “IdeenReich” besucht haben und mit uns ins Gespräch gekommen sind. Zu hören, was Menschen im Stadtteil umtreibt, ist die Basis für meine Arbeit.

Das Fest lebt vom Engagement des Bürgerhauses, der Kirchengemeinde St. Gabriel und den Kitas St. Gabriel und Hartzloh und natürlich von dem einer Vielzahl ehrenamtlicher Helfer und Helferinnen – und das mittlerweile seit 37 Jahren! Vielen Dank wieder einmal für ein gelungenes Nachbarschaftsfest!

Das Interview führte Julian Zahr, Schülerpraktikant im Abgeordnetenbüro Barmbek.

Caroline Meyer zu Natrup ist Abgeordnete der SPD-Fraktion für den Wahlkreis Uhlenhorst. Sie setzt sich ein für eine zukunftsgewandte Politik, die sich mit dem Wandel unserer Gesellschaft auseinandersetzt. Als erfolgreiche Unternehmensberaterin in Deutschland, Österreich und der Schweiz nimmt Caroline Meyer zu Natrup die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung in den Fokus. Ihr politisches Engagement richtet sich auf ein starkes und friedliches Europa und auf Bildungsgerechtigkeit als Grundstein für eine freie, soziale, liberale und moderne Gesellschaft. Ich bin im Gespräch mit Caroline Meyer zu Natrup, um herauszufinden, was junge und engagierte Politikerinnen wie sie bewegt und motiviert, sich der Anliegen der Bürgerinnen und Bürger in Hamburg-Nord anzunehmen.  Im folgenden Interview erfahren Sie mehr.

Guten Tag, Frau Meyer zu Natrup. Ich bin Julian Zahr und absolviere hier im Abgeordnetenbüro der SPD ein dreiwöchiges Praktikum im Rahmen meiner schulischen Ausbildung. Vielen Dank, dass wir heute dieses Interview miteinander führen dürfen.

Julian: Was machen Sie hauptberuflich?

Caroline Meyer zu Natrup: Ich arbeite als Unternehmensberaterin in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Julian: Wo und was haben Sie studiert?

Caroline Meyer zu Natrup: Ich habe Wirtschaftswissenschaften (Business Administration/Strategic Management) und Englische Literatur und Linguistik an der Universität zu Köln studiert.

Julian: Für was setzen Sie sich ein?

Caroline Meyer zu Natrup: Politisches Engagement, das Zukunft schafft, wie z. B. Digitalisierung, Wirtschaft und Umweltschutz.

Julian: Warum sind Sie bei der SPD?

Caroline Meyer zu Natrup: Weil ich die Werte der meisten Parteien zu extrem und thematisch einseitig finde. Die Werte der SPD unterstütze ich am meisten. Für mich ist politisches Engagement zum Erhalt dieser Demokratie ein „Muss“. Das war es natürlich schon immer, aber in heutigen Zeiten ist es noch wichtiger geworden.

Julian: Wie lange sind Sie bereits Mitglied der SPD?

Caroline Meyer zu Natrup: Seit Ende 2017.

Julian: Wie sind Sie dazu gekommen, in die Politik einzusteigen?

Caroline Meyer zu Natrup: Ich bin der Auffassung, dass sich mehr junge Leute in der Politik engagieren sollten, denn sie bauen unsere Zukunft.

Julian: Gab es einen bestimmten Anlass oder eine wichtige Erfahrung in Ihrem Leben, die sie bewegt hatte, in die Politik zu gehen?

Caroline Meyer zu Natrup: Viele. Der Brexit und der Aufstieg der AfD. Plötzlich kann man ein liberales, freies und demokratisches Europa nicht mehr für selbstverständlich nehmen. In Chemnitz liefen offizielle Amtsträger der AfD in einer von Rassismus getriebenen Demonstration mit und schämen sich noch nicht mal. Und die Wahl von Donald Trump und der Fakt, dass er mit homophoben und sexistischen Äußerungen die Wahl für sich entschieden hat. Eine Wahl, in der eine westliche Demokratie lieber einen alten, rassistischen, weißen Mann als Präsidenten will als eine bestqualifizierte Frau. Das i-Tüpfelchen war die anschließende Concession Rede von Hillary Clinton. Ihre Emotionalität, mit der sie Frauen und Mädchen addressierte. Sie betonte, dass Frauen und Mädchen den Glauben nicht verlieren dürfen, denn die besten Tage lägen noch vor uns. Das alles hat mich sehr bewegt.

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Dr. Sven Tode (SPD, MdHB)

Die Sternwarte Hamburg in Bergedorf hat heute ihren großen Refraktor wiedereröffnet. Vorangegangen waren umfangreiche Modernisierungs- und Sanierungsarbeiten. Die Finanzierung erfolgte aus dem Sanierungsfonds der Hamburgischen Bürgerschaft sowie aus Bundesmitteln.

“Nach der Sanierung des Großen Refraktors ist die Sternwarte Bergedorf jetzt wieder vollständig hergestellt. Wir als SPD haben uns seit 2012 immer wieder dafür eingesetzt, dass das gesamte denkmalgeschützte Gebäudeensemble saniert und geschützt wird. 2017 haben wir Mittel aus dem Sanierungsfonds der Bürgerschaft beantragt und so dafür gesorgt, dass die jetzt erfolgte Sanierung durchgeführt werden konnte. Die Sternwarte ist ein wichtiger Teil des Fachbereichs Physik der Universität Hamburg. Mit der vollständigen Sanierung ist die Nutzung der Sternwarte als astrophysikalisches Forschungsinstitut gesichert.”

Dr. Sven Tode, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion

Weiter dazu Gerhard Lein, Abgeordneter der SPD-Bürgerschaftsfraktion aus Bergedorf und Mitglied im Wissenschaftsausschuss: “Als Bergedorfer freue ich mich sehr, dass der Große Refraktor heute wieder eröffnet wurde. Mit dem Besucherzentrum, Vortragsreihen und Informationsabenden ist die Sternwarte ein wichtiger Anlaufpunkt für die Öffentlichkeit. Der Refraktor zählt mit seinem Objektivdurchmesser von 60 Zentimetern nach wie vor zu den größten seiner Art in Deutschland und ermöglicht somit einen außergewöhnlichen Blick in den Sternenhimmel. Mit ihrer gut erhaltenen Ausstattung im kulturhistorischen Gebäudeensemble ist die Sternwarte immer einen Ausflug wert und schon heute auch für Touristen ein Besuchermagnet.”

Artikel von Julian Zahr, Schülerpraktikant

Heute – am 5. Juni 2019 – nahm ich an einem Termin mit Dr. Sven Tode und einem seiner Mitarbeiter im Hamburger Rathaus teil. Das Hamburger Rathaus ist der Sitz des Hamburger Landesparlaments und der Hamburger Landesregierung. In Hamburg wird das Landesparlament „Bürgerschaft“ und die Landesregierung „Senat“ genannt. Zugegeben bin ich immer wieder beeindruckt, wenn ich vor dem Hamburger Rathaus, das sich in der Hamburger Innenstadt befindet und vor über hundert Jahren zwischen 1884 und 1897 erbaut wurde. Mit seinen reich verzierten, aus goldenem Sandstein und Granit bestehenden Fassaden, seiner Vorderfront mit einer Breite von 111 Metern und seinem Mittelturm von 112 Metern Höhe beeindruckt das Hamburger Rathaus weltweit. Aber mein persönlicher Eindruck sollte heute noch übertroffen werden. Ich bin im Glauben, heute nur um 13:30 Uhr an der Bürgerschaftssitzung im großen Plenarsaal im Rathaus teilzunehmen, pünktlich um 12:45 Uhr vor Ort. Mein Kollege Martin begrüßt mich zur selben Zeit am Eingang und bietet mir eine exklusive Führung durch die pompösen und geschichtsträchtigen Säle, Räumlichkeiten und beeindruckenden Kunstgegenstände des Hamburger Rathauses. Als ich den Eingangsbereich, vom Rathausmarkt kommend betrete, bin ich bereits sehr beeindruckt von dem mächtigen und reich verziertem schmiedeeisernen Eingangstor. Von dort gelangt man in die achteckige Turmhalle, an deren Wände Skulpturen junger Handwerker aus den Bauberufen mit ihren Zunftwappen – Maler, Schlosser, Tischler, Maurer, Steinmetz, Zimmermann, Glaser und Dachdecker – zu sehen sind. Die Turmhalle führt zur Rathausdiele. Von hier beginnen auch die regelmäßig stattfindenden Führungen. Von der Diele führen zwei große Treppenhäuser jeweils zum Senats- (rechts) und Bürgerschaftsflügel (links). Die Diele ist öffentlich zugänglich. Auf der Treppe zum Aufgang zur Bürgerschaft zum Plenarsaal wurde 1981 eine Gedenktafel in Gedenken an die während des Nazi-Terrors ermordeten 25 Bürgerschaftsabgeordneten errichtet. Unter den Ermordeten waren 17 Abgeordnete der Kommunistischen Partei (KPD), fünf Abgeordnete der Sozialdemokratischen Partei (SPD) und drei aus bürgerlich-demokratischen Parteien. Sie wurden durch Einheiten der SA und SS des Hitler-Regimes ermordet. Insgesamt befinden sich im Rathaus 647 Räume. Neben der Räumlichkeiten für die Bürgerschaftsfraktionen und des Senates, den Archiven, der Bibliothek und der Haustechnik sind die repräsentativen Säle des Rathauses wunderschön und äußerst sehenswert. Besonders schön finde ich den „Waisensaal“ und den „Kaisersaal“. Der „Waisensaal“ wurde nach 80 Waisenkindern benannt, die in fünfjähriger Arbeit die schönen Kerbschnitzereien an Türen, Wänden und Täfelungen aus dunkel gefärbtem Eichenholz fertigten. Die Waisenkinder waren alle im Alter zwischen 8 und 14 Jahren, als sie diese künstlerisch hoch anspruchsvollen und beeindruckenden Kerbschnitzereien anfertigten. Diese Kinder erhielten durch diese Arbeit eine sehr angesehene Ausbildung im Handwerk. Die handwerklich geschicktesten Kinder durften zum Dank ihren Namen in die Türen einritzen. Diese Schnitzereien sind bis heute ein Zeugnis der Tradition der Kunstfertigkeit des Hamburger Kunsthandwerks.

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