Beiträge mit dem Tag: Sven Tode für fairen Handel

Global denken, lokal handeln: Hamburg stärkt den Fairen Handel

Bürgerschaft beschliesst auf Initiative von Sven Tode SPD-Antrag für mehr “Fair Trade” in Hamburg

2013-09-12_11.24.26

Mit einem  Antrag in der Bürgerschaft setzt sich die SPD-Fraktion für die Stärkung des fairen Handels in Hamburg ein.

Dazu erklärt der SPD-Abgeordnete Sven Tode: “Wir wollen, dass in Hamburg so bald wie möglich nur noch solche Waren eingeführt, genutzt und konsumiert werden, deren Herstellung unter Bedingungen stattfindet, die mindestens den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation entsprechen. Dafür ist es nötig, das Fair Trade-Leitmotiv auch auf jene Bereiche der öffentlichen Beschaffung auszudehnen, die vom Vergabegesetz noch nicht erfasst sind. Außerdem wollen wir die Liste der sogenannten ‘kritischen Warengruppen’ ergänzen. Dazu haben wir an den Senat umfangreiche Prüfaufträge gerichtet.”

Tode weiter: “Mit unserer Initiative zeigen wir ein weiteres Mal, dass wir nicht nur von sozialer Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit reden, sondern sie als Regierungsfraktion ganz konkret in praktischen Schritten umsetzen. Wir denken global und wir handeln lokal.”

Mit der SPD wird die Stadt Hamburg also mit gutem Beispiel vorangehen. Doch Tode machte auch klar, dass dies allein nicht ausreicht: Denn auch Unternehmen und Verbraucher müssen die Wende weg von der “Geiz ist geil”-Mentalität, hin zu sozial fairem und nachhaltigen Handel und Konsum mitmachen. Die Unternehmen müssen bereit sein, zugunsten von fairen Einkaufspreisen bei den Ersterzeugern, also zum Beispiel den Kaffee- und Bananen-Anbauern, auf maximale Profite zu verzichten. Und die Konsumentinnen und Konsumenten müssen dafür gewonnen werden, dass es sich am Ende für alle lohnt, für ein Pfund Kaffee oder ein Smartphone etwas mehr zu bezahlen, aber dafür mehr Fairness und Gerechtigkeit weltweit zu ermöglichen.

Tode beließ es aber nicht bei Apellen an Bewusstseinsveränderungen: Er machte deutlich, dass sich die SPD in Hamburg und bundesweit auch dafür stark macht, die Strukturen der weltweiten Märkte politisch im Sinne von Fair Trade zu regulieren. So müssten in den Handelsabkommen der EU mit den anderen Weltregionen klare soziale und ökologische Mindeststandards definiert werden, und die Finanzspekulationen mit Lebensmittelpreisen müssen unterbunden werden. Eine SPD-geführte Bundesregierung wird sich für diese Ziele einsetzen – wie es das SPD-regierte Hamburg bereits tut.

2013-09-12_12.08.47

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hamburg bleibt „Fairtrade-Stadt“!

Die Freie und Hansestadt Hamburg wird am Montag, den 27. Mai, für weitere zwei Jahre von TransFair e.V. als Fairtrade-Stadt ausgezeichnet.

Sven Tode: “Ich freue mich sehr darüber. Wir werden auch weiterhin dabei helfen, den fairen Handel auszubauen. Das ist konkret gelebte, internationale Solidarität.”

Die Freie und Hansestadt Hamburg wird am Montag, den 27. Mai, für weitere zwei Jahre von TransFair e.V. als Fairtrade-Stadt ausgezeichnet. Die Stadt erfüllt weiterhin die entsprechenden Kriterien der Organisation. Damit bleibt Hamburg Teil einer weltweiten Bewegung von über 1300 Fairtrade-Städten. Über 500 Einzelhändler, 220 gastronomische Betriebe, 21 öffentliche Institutionen und 40 Kirchen­gemeinden verkaufen oder verwenden hier fair gehandelte Produkte. Hamburg hat deutschlandweit die höchste Dichte von 18 in der Stadt ansässigen Lizenznehmer-Firmen, die für ihre Produkte das Fairtrade-Siegel verwenden dürfen. Darüber hinaus gibt es viele weitere Unternehmen und Weltläden, die auch den Einzelhandel und die Gastronomie mit einer breiten Auswahl von Nahrungs- und Genussmitteln beliefern.

Sven Tode ist der Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion für Entwicklungspartnerschaft und Fairen Handel, und er ist zuständig für die Städtepartnerschaften Hamburgs mit León in Nicaragua und Dar es Salaam in Tansania, bei denen solidarische Handelsbeziehungen ebenfalls eine wichtige Rolle spielen. Er sagt zu der erneuten Auszeichnung: ““Ich freue mich sehr darüber. Wir werden auch weiterhin dabei helfen, den fairen Handel auszubauen. Das ist konkret gelebte, internationale Solidarität.”

Die Erneuerung des Titels „Fairtrade-Stadt“ findet zugleich mit dem Abschluss des Studienprojektes „Fairer Handel“ an der HAW statt. Der duale Bachelor-Studiengang Public Management erarbeitet im Rahmen eines Projektseminars einen Kriterienkatalog für eine Faire Hochschule. Ziel ist es, das Thema im Lehrplan der Universität zu integrieren und sich auch darüber hinaus praktisch für den fairen Handel einzusetzen. Ein erster Erfolg werden die in 2013 hergestellten Taschen und Beutel der Hochschule aus fair gehandelter Baumwolle sein.

TransFair e.V. überprüft in regelmäßigen Abständen, ob die Fairtrade-Towns ihrem Titel weiterhin gerecht werden. Hamburg wird in seinem Streben, dass fair gehandelte Produkte noch weitere Verbreitung in der Stadt finden, von vielen Akteuren und Maßnahmen unterstützt. Seit 2006 setzt sich das Aktionsbündnis „hamburg mal fair“ für die Stärkung des Fairen Handels in der Hansestadt ein. Ziel des Bildungsprojektes ist es, das öffentliche Bewusstsein für mehr Fairness und soziale Gerechtigkeit im Welthandel zu schärfen. 2010 startete das Projekt „Fair Trade Stadt Hamburg“ um Politik, Verwaltung und Wirtschaft in ihren Initiativen zum Fairen Handel zu begleiten. Im Hamburger Rathaus werden bei Sitzungen und Veranstaltungen ausschließlich fair gehandelter Kaffee und Tee sowie verschiedene Kaltgetränke ausgeschenkt.