Beiträge

Das Interview führte Julian Zahr, Schülerpraktikant im Abgeordnetenbüro Barmbek.

Caroline Meyer zu Natrup ist Abgeordnete der SPD-Fraktion für den Wahlkreis Uhlenhorst. Sie setzt sich ein für eine zukunftsgewandte Politik, die sich mit dem Wandel unserer Gesellschaft auseinandersetzt. Als erfolgreiche Unternehmensberaterin in Deutschland, Österreich und der Schweiz nimmt Caroline Meyer zu Natrup die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung in den Fokus. Ihr politisches Engagement richtet sich auf ein starkes und friedliches Europa und auf Bildungsgerechtigkeit als Grundstein für eine freie, soziale, liberale und moderne Gesellschaft. Ich bin im Gespräch mit Caroline Meyer zu Natrup, um herauszufinden, was junge und engagierte Politikerinnen wie sie bewegt und motiviert, sich der Anliegen der Bürgerinnen und Bürger in Hamburg-Nord anzunehmen.  Im folgenden Interview erfahren Sie mehr.

Guten Tag, Frau Meyer zu Natrup. Ich bin Julian Zahr und absolviere hier im Abgeordnetenbüro der SPD ein dreiwöchiges Praktikum im Rahmen meiner schulischen Ausbildung. Vielen Dank, dass wir heute dieses Interview miteinander führen dürfen.

Julian: Was machen Sie hauptberuflich?

Caroline Meyer zu Natrup: Ich arbeite als Unternehmensberaterin in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Julian: Wo und was haben Sie studiert?

Caroline Meyer zu Natrup: Ich habe Wirtschaftswissenschaften (Business Administration/Strategic Management) und Englische Literatur und Linguistik an der Universität zu Köln studiert.

Julian: Für was setzen Sie sich ein?

Caroline Meyer zu Natrup: Politisches Engagement, das Zukunft schafft, wie z. B. Digitalisierung, Wirtschaft und Umweltschutz.

Julian: Warum sind Sie bei der SPD?

Caroline Meyer zu Natrup: Weil ich die Werte der meisten Parteien zu extrem und thematisch einseitig finde. Die Werte der SPD unterstütze ich am meisten. Für mich ist politisches Engagement zum Erhalt dieser Demokratie ein „Muss“. Das war es natürlich schon immer, aber in heutigen Zeiten ist es noch wichtiger geworden.

Julian: Wie lange sind Sie bereits Mitglied der SPD?

Caroline Meyer zu Natrup: Seit Ende 2017.

Julian: Wie sind Sie dazu gekommen, in die Politik einzusteigen?

Caroline Meyer zu Natrup: Ich bin der Auffassung, dass sich mehr junge Leute in der Politik engagieren sollten, denn sie bauen unsere Zukunft.

Julian: Gab es einen bestimmten Anlass oder eine wichtige Erfahrung in Ihrem Leben, die sie bewegt hatte, in die Politik zu gehen?

Caroline Meyer zu Natrup: Viele. Der Brexit und der Aufstieg der AfD. Plötzlich kann man ein liberales, freies und demokratisches Europa nicht mehr für selbstverständlich nehmen. In Chemnitz liefen offizielle Amtsträger der AfD in einer von Rassismus getriebenen Demonstration mit und schämen sich noch nicht mal. Und die Wahl von Donald Trump und der Fakt, dass er mit homophoben und sexistischen Äußerungen die Wahl für sich entschieden hat. Eine Wahl, in der eine westliche Demokratie lieber einen alten, rassistischen, weißen Mann als Präsidenten will als eine bestqualifizierte Frau. Das i-Tüpfelchen war die anschließende Concession Rede von Hillary Clinton. Ihre Emotionalität, mit der sie Frauen und Mädchen addressierte. Sie betonte, dass Frauen und Mädchen den Glauben nicht verlieren dürfen, denn die besten Tage lägen noch vor uns. Das alles hat mich sehr bewegt.

Weiterlesen

Artikel von Julian Zahr, Schülerpraktikant

Heute – am 5. Juni 2019 – nahm ich an einem Termin mit Dr. Sven Tode und einem seiner Mitarbeiter im Hamburger Rathaus teil. Das Hamburger Rathaus ist der Sitz des Hamburger Landesparlaments und der Hamburger Landesregierung. In Hamburg wird das Landesparlament „Bürgerschaft“ und die Landesregierung „Senat“ genannt. Zugegeben bin ich immer wieder beeindruckt, wenn ich vor dem Hamburger Rathaus, das sich in der Hamburger Innenstadt befindet und vor über hundert Jahren zwischen 1884 und 1897 erbaut wurde. Mit seinen reich verzierten, aus goldenem Sandstein und Granit bestehenden Fassaden, seiner Vorderfront mit einer Breite von 111 Metern und seinem Mittelturm von 112 Metern Höhe beeindruckt das Hamburger Rathaus weltweit. Aber mein persönlicher Eindruck sollte heute noch übertroffen werden. Ich bin im Glauben, heute nur um 13:30 Uhr an der Bürgerschaftssitzung im großen Plenarsaal im Rathaus teilzunehmen, pünktlich um 12:45 Uhr vor Ort. Mein Kollege Martin begrüßt mich zur selben Zeit am Eingang und bietet mir eine exklusive Führung durch die pompösen und geschichtsträchtigen Säle, Räumlichkeiten und beeindruckenden Kunstgegenstände des Hamburger Rathauses. Als ich den Eingangsbereich, vom Rathausmarkt kommend betrete, bin ich bereits sehr beeindruckt von dem mächtigen und reich verziertem schmiedeeisernen Eingangstor. Von dort gelangt man in die achteckige Turmhalle, an deren Wände Skulpturen junger Handwerker aus den Bauberufen mit ihren Zunftwappen – Maler, Schlosser, Tischler, Maurer, Steinmetz, Zimmermann, Glaser und Dachdecker – zu sehen sind. Die Turmhalle führt zur Rathausdiele. Von hier beginnen auch die regelmäßig stattfindenden Führungen. Von der Diele führen zwei große Treppenhäuser jeweils zum Senats- (rechts) und Bürgerschaftsflügel (links). Die Diele ist öffentlich zugänglich. Auf der Treppe zum Aufgang zur Bürgerschaft zum Plenarsaal wurde 1981 eine Gedenktafel in Gedenken an die während des Nazi-Terrors ermordeten 25 Bürgerschaftsabgeordneten errichtet. Unter den Ermordeten waren 17 Abgeordnete der Kommunistischen Partei (KPD), fünf Abgeordnete der Sozialdemokratischen Partei (SPD) und drei aus bürgerlich-demokratischen Parteien. Sie wurden durch Einheiten der SA und SS des Hitler-Regimes ermordet. Insgesamt befinden sich im Rathaus 647 Räume. Neben der Räumlichkeiten für die Bürgerschaftsfraktionen und des Senates, den Archiven, der Bibliothek und der Haustechnik sind die repräsentativen Säle des Rathauses wunderschön und äußerst sehenswert. Besonders schön finde ich den „Waisensaal“ und den „Kaisersaal“. Der „Waisensaal“ wurde nach 80 Waisenkindern benannt, die in fünfjähriger Arbeit die schönen Kerbschnitzereien an Türen, Wänden und Täfelungen aus dunkel gefärbtem Eichenholz fertigten. Die Waisenkinder waren alle im Alter zwischen 8 und 14 Jahren, als sie diese künstlerisch hoch anspruchsvollen und beeindruckenden Kerbschnitzereien anfertigten. Diese Kinder erhielten durch diese Arbeit eine sehr angesehene Ausbildung im Handwerk. Die handwerklich geschicktesten Kinder durften zum Dank ihren Namen in die Türen einritzen. Diese Schnitzereien sind bis heute ein Zeugnis der Tradition der Kunstfertigkeit des Hamburger Kunsthandwerks.

Weiterlesen

Klimaschutz: Die Hamburger Bürgerschaft hat in der Bürgerschaftssitzung vom 5. Juni 2019 das Hamburgische Kohleausstiegsgesetz verabschiedet.

Artikel von Julian Zahr (Schülerpraktikant)

Kohle-Kraftwerk Moorburg

Dieses Gesetz sieht vor, dass spätestens 2030 durch Hamburgs Fernwärmeleitungen keine durch Kohle erzeugte Energie mehr fließen wird. Eine Kombination aus erneuerbaren Energien, Abwärme und Erdgas soll dann die Heizkraftwerke Wedel und Tiefstack ablösen, in denen noch Fernwärme aus Kohle erzeugt wird.

Hamburg verpflichtet sich im Falle eines möglichen früheren Ausstieges, diesen entsprechend vor 2030 umzusetzen. Bei der Einigung und Verabschiedung des Kohleausstiegsgesetzes kommt der Wahrung der Sozialverträglichkeit und Versorgungssicherheit eine große Rolle zu. Wir verpflichten uns zu einer sozial gerechten Fernwärmegestaltung, indem wir Preisstabilität im Rahmen der allgemeinen Entwicklung im Segment der Energieversorgung gewährleisten.  Ein Gremium von Experten soll während dieses Prozesses ein hohes Maß an Transparenz sicherstellen.und den Hamburger Kohleausstieg begleiten.

Hamburg hat als erstes Bundesland den Anspruch, bis spätestens 2030 den Kohleausstieg im Fernwärmebereich zu realisieren. Hamburg nimmt bei den Themen „Klimaschutz“ und „nachhaltige Stadtentwicklung“ mit dem neuen Kohleausstiegsgesetz eine Vorreiterpostion ein und zeigt, dass die Hamburger Bürgerschaft nicht nur mit Bürgerinitiativen, sondern auch mit der „Fridays for Future“-Bewegung auf einer Wellenlänge ist.

Schätzungen zufolge lässt sich der CO2-Ausstoß um mindestens 600.000 Tonnen pro Jahr verringern, indem das Kohlekraftwerk Moorburg nicht wieder angeschlossen wird und die Energie aus den Kohlekraftwerken Wedel und Tiefstack durch eine Kombination aus erneuerbaren Energien, Abwärme und Erdgas ersetzt wird. Dabei soll möglichst wenig Erdgas zum Einsatz kommen, da Erdgas zu den fossilen Brennstoffen zählt und ebenfalls Treibhausgase freisetzt. Die Kraftwerke Wedel und Tiefstack sollen nicht ausschließlich auf Gas umgerüstet werden. Vielmehr soll ein Teil der Wärme aus alternativen Ressourcen, wie beispielsweise Industrieabwärme und der Abfallverbrennung gewonnen werden.

SPD und Grüne legen einen ambitionierten und verbindlichen Zeitplan für den Kohleausstieg Hamburgs fest. Auf Bundesebene ist der Kohleausstieg bis 2038 vorgesehen. Eine Revisionsklausel auf Bundesebene ist für das Jahr 2032 vorgesehen. Wir Hamburger hingegen werden spätestens 2025 überprüfen, ob unser Kohleausstieg noch vor 2030 erfolgen kann. Damit das gelingt, müssen wir nun schleunigst mit der Ausschreibungsplanung für den Ersatz des Kraftwerks Wedel beginnen.

Hamburg bietet das ambitionierteste Kohleausstiegsgesetz bundesweit, mit dem wir innerhalb des kommenden Jahrzehntes den Kohleanteil in der Hamburger Fernwärme, der heute noch ungefähr zwei Drittel ausmacht, auf Null reduzieren.

Mir wurde im SPD-Abgeordneten-Büro vom Hamburger Bürgerschaftsabgeordneten von Sven Tode die Möglichkeit gegeben ein dreiwöchiges Praktikum zu haben, bei welchem ich die Arbeit des Abgeordneten in Ausschüssen, in der Bürgerschaft und im Büro beobachten konnte und sehen konnte wie viel Arbeit jeder Abgeordnete mit seinem Team machen muss.

Ich habe mir diesen Praktikumsplatz ausgesucht, weil ich selbst einmal die Arbeit eines Abgeordneten sehen und kennen lernen wollte. In den drei Wochen bin ich zu zwei Ausschusssitzungen, einer des Europaausschusses, der den bulgarischen Botschafter zu Gast hatte und ihn interviewt hat, und einer des Wissenschaftsausschusses, welcher dort über die Intergeschlechtlichkeit debattiert hat, und einer Bürgerschaftssitzung, die anfangs zwar Aufgrund des wenig diskutierbaren Themas der Deckelung der A7 recht langweilig war, aber im Laufe der Sitzung deutlich interessanter wurde, mitgegangen, habe im Büro und von zu Hause für mehrere Sachen recherchiert, unter anderem für die Fahrradtour, die Sven Tode im Spätsommer mit Barmbekern machen möchte, bei welcher er besondere Stellen in Barmbek präsentieren möchte, Artikel, zum Beispiel zu lokalen Themen wie dem Barmbeker Kübelkontest, zusammengefasst und geschrieben und auch mit Leuten geredet, die in das Büro kamen, weil sie Fragen zum Stadtteil, individuelle und/oder viele Leute betreffende Probleme, unter anderem nicht ganz optimal platzierte Fahrradständer, hatten, war bei einem Meeting mit der Regionalleiterin Metta Schade der Haspa, bei dem über die Stärkung und Beratung von lokalen Geschäften durch die Haspa gesprochen wurde, dabei und habe Infomaterial für das Büro besorgt.

Das Praktikum hat größtenteils meine Erwartungen erfüllt, allerdings hatte ich vor dem Praktikum erwartet, dass ich mehr Recherchieren muss und nicht damit gerechnet, dass ich Artikel für eine Zeitung, den SPD-Newsletter von Sven Tode, schreibe, was allerdings nicht negativ zu bewerten ist. Ebenfalls hat mich überrascht, dass Sven Tode eigentlich als Abgeordneter einen riesigen Nebenjob hat und einen wirklich unglaublich engen Zeitplan hat, da er viele Besuche bei Organisationen, die von einem Ausschuss, in welchem er ist, unterstützt werden, hat und natürlich noch seinen Hauptberuf.

Die anderen Mitarbeiter des Büros waren stets freundlich zu mir und haben mir keine klischeehaften, minderwertigen Praktikantenaufgaben, sondern vollwertige für den Abgeordneten wichtige gegeben und die Atmosphäre im Büro war stets gut.

Ich kann Politikinteressierten ein Praktikum, auch gerne länger als drei Wochen, bei einem Abgeordnetenbüro nur empfehlen, da man einen interessanten Einblick in die Welt eines Politikers bekommt.

 

 

Im Büro von Dr. Sven Tode hatte ich sechs Wochen lang die Möglichkeit, einem Abgeordneten der Hamburgischen Bürgerschaft über die Schulter zu schauen und interessante Einblicke in die Arbeit eines Politikers zu gewinnen. Als Student der Politikwissenschaft bin ich natürlich dankbar, die Dinge, die ich bisher in der Theorie gelernt habe, nun auch in der Praxis beobachtet zu haben und ein kleines Zahnrad der Maschinerie „politische Alltagsarbeit“ gewesen zu sein. Natürlich fiel mein Praktikum in eine hochbrisante Zeit, nämlich in den Bundestagswahlkampf direkt nach der Sommerpause. Dr. Sven Tode und seine Büroleiterin Angela Fürböter spannten mich schon nach wenigen Tagen in ihre Arbeit ein, betrauten mich mit interessanten Rechercheaufgaben und nahmen mich auf Wahlkampfveranstaltungen, Straßen- und Richtfeste mit. Besonders der direkte Kontakt mit Wählern und solchen, die wir noch überreden konnten, beeindruckte mich und machte auch eine Menge Spaß, unabhängig vom Wahlergebnis.

Auch die direkte Arbeit des Parlaments konnte ich in Bürgerschaftssitzungen und vor allem den Ausschüssen miterleben: Die Aufgabe des Parlaments und damit auch die von Dr. Sven Tode ist es, die Regierung in Form des Senats zu kontrollieren und ihr ganz genau auf die Finger zu schauen. Ob es nun um Fördermittel für Universitäten, Entwicklungsarbeit oder Haushaltsangelegenheiten geht, alle Fragen der Bürgerschaft an den Senat müssen beantwortet werden. Gerade für junge Politologen sind Europapolitik und internationale Beziehungen besonders spannend, weswegen der Europaausschuss im Rathaus ein besonderes Highlight für mich war: Im Austausch mit dem estnischen Botschafter und Experten für Entwicklungsstrategien beriet sich der Ausschuss darüber, wie die Stadt Hamburg in Zukunft mehr Verantwortung übernehmen und den fairen Handel fördern kann.

Ich bin besonders froh darüber, dass mir von Anfang an Vertrauen entgegengebracht wurde und ich die Kollegen nicht klischeegemäß mit Kaffee, sondern vor allem mit wichtigen Infos für Veranstaltungen und Vorhaben im Wahlkreis versorgen konnte.

Doch als Praktikant sitzt man nicht nur vor dem Bildschirm oder nimmt an Veranstaltungen teil, man ist auch manchmal der erste Anlaufpunkt für interessierte Bürger, die gerade zufällig im Abgeordnetenbüro vorbeikommen und sich über unsere Arbeit, die Wahlen, Herrn Dr. Tode persönlich oder regionale Anliegen unterhalten möchten. Dieser Kontakt zwischen Partei, Politiker und Bürger ist nicht nur interessant zu beobachten, er ist besonders wichtig für uns, um zu verstehen, was den Menschen am Herzen liegt und was sie von uns erwarten.

Allen politikinteressierten Schülern und Studenten kann ich also ein solches Praktikum nur empfehlen, wenn sie nicht nur zusehen, sondern auch aktiv mitmachen wollen!

FullSizeRenderSechs Wochen lang hatte ich die Möglichkeit, im Abgeordnetenbüro von Sven Tode ein Praktikum zu absolvieren.
„Das Parlament hat die Aufgabe, die Regierung zu kontrollieren, den Haushalt zu beschließen, das Volk zu repräsentieren, die legislative Gewalt zu bilden und die Regierung zu wählen“. Dieser Satz wurde in meinem ersten Semester Politikwissenschaft in der Vorlesung „Das politische System der BRD“ rauf und runter gepredigt. Das klang für mich damals nicht schlecht und demokratietheoretisch sinnvoll, aber wie sieht das Ganze in der Praxis aus? Mit welchen Mitteln kann das Parlament kontrollieren? Wie findet die Repräsentation der Bürger während der Legislaturperiode, das heißt in den fünf Jahren zwischen den Wahlen statt? Wie genau sieht in dem deutschlandspezifischen Exekutivföderalismus die Zusammenarbeit zwischen Bund und Land aus? Auf diese und weitere Fragen bekam ich in den vergangenen sechs Wochen eine Antwort.
Besonders in Erinnerung ist mir die Sitzung des Wissenschaftsausschusses geblieben, da in diesem die Kontrollfunktion des Parlaments erlebbar wurde. Mit Dr. Sven Tode als Sprecher überhäuften die Abgeordneten den Senat mit Fragen zur Umsetzung und Finanzierung von Vorhaben und Projekten. Hierbei wurde besonders deutlich, dass jedes Mitglied der Bürgerschaft versucht, die Interessen der Bürger in den Vordergrund zu stellen und einen Konsens zu finden, der die beste Lösung für die Stadt Hamburg darstellt. Der Begriff „Arbeitsparlament“, der beschreibt, dass das Parlament in kleineren Ausschüssen und Arbeitskreisen einen Konsens erarbeitet und somit der Plenarsitzung „vorarbeitet“, wurde hier ebenfalls anschaulich. Der Arbeitsaufwand wurde mir noch einmal bewusst, da ich Herrn Dr. Tode bei der Recherche für die Sitzung unterstützte.
Während meiner Praktikantenzeit wurde der neue Hamburger Kultursenator gewählt und vereidigt. Ich hatte somit das Glück, sogar die Wahlfunktion der Bürgerschaft während meines sechswöchigen Praktikums aus nächster Nähe mitzuerleben.
Doch wie sieht es mit der Repräsentation der Bürgerinteressen aus, wenn zeitnah keine Wahl ansteht? Dafür gibt es das Abgeordnetenbüro, in dem ich den größten Teil meiner Arbeitszeit anwesend war. Das Büro ist immer geöffnet, um auf Anliegen der Bürger einzugehen und ihre Interessen in die Politik einfließen zu lassen. Eine meiner Hauptaufgaben bestand darin, zu recherchieren, inwiefern ein Anliegen bereits umgesetzt wird und wie man die Situation für den entsprechenden Bürger durch politische Maßnahmen verbessern kann (zum Beispiel durch Recherche, wie das Problem in anderen Bundesländern angegangen wird). Somit ist sichergestellt, dass der Abgeordnete auch während der Legislaturperiode an die Wünsche seiner Wähler gebunden ist. In Anfragen und Anträgen hat Herr Dr. Tode wie auch andere Abgeordnete die Möglichkeit, diese Interessen direkt an die Regierung zu leiten. Das Engagement der Bürgerinitiative Hatzloh hat mich in der Wahlkreisarbeit besonders beeindruckt und beweist, dass dem Vorwurf von Desinteresse und „Meckerkultur“ konstruktive Vorschläge entgegengebracht werden, unterstützt von der Politik.
Während ich Studierende aus anderen Fachbereichen häufig über Praktikumserfahrungen klagen höre, bei denen sie hauptsächlich Kaffee kochten und auf das Ende des nächsten Geschirrspülmaschinendurchgangs warteten, hatte ich die Möglichkeit, ein interessantes, vielseitiges Praktikum zu erleben, in dem ich für meinen späteren Berufsweg viel Hilfreiches und Neues gelernt habe. In einem netten Kollegium wurde viel gelacht und sich über Arbeitsinhalte und Vorgehensweisen im Dialog ausgetauscht. Bei meinem nächsten Hamburg Besuch schaue ich gerne wieder vorbei.

 

 

 

 

Sven Tode erklärt die Sitzordnung in der Bürgerschaft

Sven Tode erklärt die Sitzordnung in der Bürgerschaft

G

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sven Tode: “Als Abgeordneter der Hamburger Bürgerschaft habe ich  am internationalen Girls & Boys Day teilgenommen.  Diesjähriger Teilnehmer für das Abgeordnetenbüro Barmbek war Fynn. Fynn (13 Jahre) geht auf die Stadtteilschule Fischbeck Falkenberg und ist zur SPD und der Hamburger Politik durch seine Patentante Ines Schwarzarius gekommen, die meine Mitarbeiterin ist. Der ausführliche Besuch des Hamburger Rathauses gemeinsam mit allen anderen Teilnehmern des Girls- oder Boys Days der Hamburger SPD Abgeordneten wurde durch die tolle Führung meiner Abgeordnetenkollegin Peri Arndt, für die Kinder zu einer spannenden Entdeckungsreise der Hamburger Geschichte. In der anschließenden Runde mit verschiedensten Mitarbeitern der Hamburger SPD Fraktion und einigen Abgeordneten erfuhren sie viel über die alltägliche Arbeit vor und hinter den Kulissen der Hamburger Politik. Vielleicht auch eine Inspiration für die Teilnehmer einmal etwas mit „Politik machen“ zu wollen. Für mich ein lehrreicher Tag mit vielen tollen Fragen und Anregungen der Schülerinnen und Schüler die teilgenommen haben.”

 

Beitrag von Till Appel, Schulpraktikant des Heinrich-Heine-Gymnasiums

Mein Name ist Till und ich hab vom 2. bis zum 20. Februar in (Betriebs-)Praktikum bei dem Abgeordneten Dr. Sven Tode und seiner Mitarbeiterin Ines Schwarzarius gemacht. Mein großes Glück war dabei, dass die schulisch vorgegebenen Praktikumszeiten genau in den Wahlkampf fielen, sodass ich spannende Ereignisse mitbekommen habe. Endlich konnte ich die politische Welt Hamburgs einmal von innen bzw. von der anderen Seite entdecken.

Gerade in den ersten beiden Wochen war ich auf verschieden Veranstaltungen und habe aktiv beim Wahlkampf mitgeholfen. Wir verteilten Flyer, stellten Plakate auf und sprachen Menschen auf der Straße an und erzählten ihnen wie schön doch das Leben mit der SPD sei. Auch wenn mir die Kälte und Trockenheit des stumpfen Austeilens der Flugblätter zusetzte, sammelte ich so viele neue Eindrücke aus der Arbeitswelt und war zu guter Letzt froh, dass es alle wieder in das Abgeordnetenamt geschafft haben.

Zu Beginn meines Praktikums durfte ich sogar in eine Bürgerschaftssitzung. Da es die letzte der vergangenen Legislaturperiode war, erlebte ich eine hitzige und auch amüsante Debatte der Opposition und der SPD bzw. des Senates.

Wenn ich nicht gerade auf einer Veranstaltung (meist in Form eines Frühstücks) war, bearbeitete ich unter Ines Aufsicht verschiedene Projekte, u.a. einen Vergleich der unterschiedlichen Soziallage mit den Bevölkerungsdaten der verschiedenen Stadtteile des Wahlkreises 09. Hin und wieder kamen (meist ältere) Menschen vorbei, welche sich über die unzähligen Probleme des Bezirkes beschwerten. So entstand ein interessanter und abwechslungsreicher Alltag, der die ganzen drei Wochen anhielt.

Wer weiß, vielleicht wäre Sven ohne mich ja gar nicht zurück in die Bürgerschaft gekommen…

Der 15jährige Schüler Flavio  ist für drei Wochen bei Sven Tode zum Praktikum. Hier stellt er sich vor

Mein Name ist Flavio und bin 15 Jahre alt. Seit mittlerweile fünf Jahren besuche ich das Matthias-Claudius-Gymnasium in Wandsbek. Und genau da rührt auch mein Vorhaben her, ein Praktikum bei einem Abgeordneten der Hamburgischen Bürgerschaft zu absolvieren. Durch einen Zeitraum von drei Wochen, der uns von der Schule vorgegeben wurde, um einen Einstieg ins Berufsleben zu wagen, wurde mir endlich die Möglichkeit gegeben, einen Blick hinter die Kulissen einer Partei zu werfen. Ich möchte herausfinden, wie in den eigenen Kreisen untereinander verfahren wird und inwieweit Stadtteilpolitik und das politische Bild, welches uns oft in den Medien offenbart wird auseinanderklaffen. Das Wichtigste ist und bleibt jedoch grundsätzliches politisches Engagement. Ich bin gespannt, was mich erwarten wird.

Beim Girlsday am 27. März hat Schülerin Lene, 12 Jahre, einen Tag Politik erlebt – hier ihr Bericht

Mein Girls Day beim Bürgerschaftsabgeordneten Sven Tode

Am 27.3.2014 kam ich um kurz nach 09.00 Uhr im SPD-Parteibüro in der Ifflandstraße an. Dort erklärte Sönke Klages, der Mitarbeiter von Herrn Tode, mir als aller erstes den Tagesablauf des Girls Day.

Danach erstellte ich eine Liste über die jeweiligen Vorteile des G8- bzw. G9-Schulsystems. Als ich fertig war, kam Sven Tode, der Abgeordnete, bei dem ich offiziell war. Wir redeten und machten Fotos.

Anschließend fuhr ich mit Sönke Klages zu einem DGB-Gebäude beim Museum für Kunst und Gewerbe. Dort waren wir mit Wolfgang Rose, einem SPD-Abgeordneten, und Carlos vom DGB verabredet. Sie unterhielten sich über ein Thema, das ich leider nicht verstand, aber ich fand es trotzdem interessant zuzuhören.

Nach dem Gespräch fuhren wir wieder in die Ifflandstraße (mit Öffis). Dort gingen wir gemeinsam mit Sven Tode essen. Es war sehr lustig!

Nach dem Essen (es war sehr lecker) fuhren wir zu Sven Todes zweites Büro in der Fuhlsbüttler Straße. Dort war leider gerade wieder einmal die Fensterscheibe eingeworfen worden.

Im Büro schrieb ich eine kurze Zusammenfassung über eine Rede, die Sven Tode einen Tag zuvor gehalten hatte.

Als ich fertig war, fuhren wir ins Rathaus.

Als erstes machte Sönke Klages eine kleine Führung durch das Rathaus.

Als letzte Aktion an diesem Tag gingen wir in den Europaausschuss, in dem Sven Tode war. Dort waren zufällig die Generalkonsulin und ein Europa-Abgeordneter aus Griechenland zu Gast. Es war sehr spannend, aber nach einer Stunde mussten wir gehen, es war schon 18.00 Uhr.

Mein Vater saß in der Eingangshalle des Rathauses und wartete auf mich.

Dann war Schluss! Es war alles in allem ein schöner, spannender und interessanter Tag.

Vielen Dank an Herrn Klages und Herrn Tode

Lene, 2.4.2014