Beiträge mit dem Tag: Klimawandel

EU und Russland brauchen parlamentarischen Dialog – Treffen mit Duma-Abgeordneten

Sven Tode (SPD, MdHB), Mitglied im Europa-Ausschuss der Bürgerschaft mit Knut Fleckenstein (MdEP) unser Abgeordneter im Europäischen Parlament.

Belgrader Konsultationen:Von links nach rechts: Petr Tolstoy, Russische Staatsduma
Demetris Papadakis, Mitglied des Europäischen Parlaments
Victor Bostinaru, Mitglied des Europäischen Parlaments
Oksana Belokon, Russischer Föderationsrat
Liisa Jaakonsaari, Mitglied des Europäischen Parlaments
Andrey Klimov, Russischer Föderationsrat
Knut Fleckenstein, Mitglied des Europäischen Parlaments
Sergey Zheleznyak, Russische Staatsduma

Die russisch-europäischen Beziehungen sind nach der Krimkrise auf einem Tiefpunkt. Auch um politische Positionen zu verdeutlichen und Missverständnisse zu vermeiden, haben sich der außenpolitische Sprecher der sozialdemokratischenFraktion, Knut FLECKENSTEIN, und weitere Abgeordnete der Fraktion am Samstag, 25. November, im serbischen Belgrad mit russischen Parlamentariern der Staatsduma und des Föderationsrates getroffen.

„Es ist nicht nötig, einer Meinung zu sein, um miteinander zu reden. Aber wir erreichen keinen Fortschritt bei dem, was uns heute trennt, wenn wir gemeinsame Gespräche meiden“, so Knut FLECKENSTEIN, SPD-Europaabgeordneter und außenpolitischer Sprecher seiner Fraktion. „Wir müssen den parlamentarischen Dialog zwischen der EU und Russland wiederaufnehmen.“

Im Rahmen der Belgrader Konsultationen präsentierten und diskutierten die Teilnehmer ihre jeweilige Sicht auf Themen wie die Globalisierung und die Stärkung multilateraler Zusammenarbeit, um besser auf internationale Herausforderungen wie Migration, Klimawandel, Terrorismus sowie Sicherheitsrisiken und Sicherheitskonflikte antworten zu können. Für das erste Halbjahr 2018 sind weitere Treffen zwischen Europaabgeordneten und ihren russischen Kollegen geplant, um zusätzliche Themen von gemeinsamem Interesse zu diskutieren. Zwar muss in der Tat erst wieder gegenseitiges Vertrauen aufgebaut und über das Trennende gesprochen werden, aber wir sind bereit, dies in einem erneuerten interparlamentarischen Dialog zu tun“, so Knut FLECKENSTEIN. „Ich hoffe, dass die Arbeit des Parlamentarischen Kooperationsausschusses EU-Russland so bald wie möglich wieder aufgenommen werden kann.“

Hamburg – Hauptstadt der Klimaforschung: Dauerhafte Investition in Hochleistungsklimarechner sichert Spitzenforschung

Dr. Sven Tode, SPD-Bürgerschaftsabgeordneter für Barmbek, Uhlenhorst, Hohenfelde und Dulsberg

Klimaforschung auf höchstem Niveau hat in Hamburg Tradition. Seit 1975 gibt es das renommierte Max-Planck-Institut für Meteorologie. Hier wurden international anerkannte wissenschaftliche Grundlagen für die Klimarechnung und die Forschungen zum Klimawandel gelegt. Der erste Klimarechner stand bereits Anfang der 1990er Jahre in Hamburg. Seit 2007 fördert die Deutsche Forschungsgesellschaft (DFG) ein Exzellenzcluster für integrierte Klimaforschung (CliSAP) in Hamburg. Der KlimaCampus Hamburg bringt interdisziplinäre Spitzenforschung an einem Ort zusammen. Das Deutsche Klimarechenzentrum (DKRZ) hat dabei für die Forschung auf dem KlimaCampus und für die Klimaforschung international eine zentrale Bedeutung. Das jetzt geschlossene Abkommen zwischen Hamburg, der Helmholtz-Gesellschaft und der Max-Planck-Gesellschaft sichert jetzt die regelmäßige Erneuerung und Finanzierung des Hochleistungsklimarechners.

Dazu Dr. Sven Tode, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Mit der jetzt geschlossenen Vereinbarung festigen wir die Spitzenposition der deutschen Klimaforschung weltweit und damit die Bedeutung Hamburgs als Wissenschaftsstandort für die Klimaforschung. Der Umgang mit dem Klimawandel ist eine der wichtigsten Fragen unserer Zeit. Exzellente Grundlagenforschung ist hier das A und O. Die Arbeit des DKRZ, die sich von eigener Klimarechnung bis hin zu internationaler Beratung und Kooperation erstreckt, ist eine immens wichtige Aufgabe. Rechenprozesse werden immer komplexer und dafür muss die Technik immer auf dem neuesten Stand sein. Dass wir nun die regelmäßige Erneuerung und Finanzierung des Hochleistungsrechners für die Zukunft in geregelte Bahnen gelenkt haben, ist ein bedeutender Schritt.“

Dazu René Gögge, wissenschaftspolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Mit dem Abkommen mit der Helmholtz-Gesellschaft und der Max-Planck-Gesellschaft für die künftigen Generationen des Klimarechners ist ein riesiger Durchbruch für die Wissenschaft in unserer Stadt gelungen. Der Richtwert beim Preis und der feste Verteilerschlüssel für die Kosten machen die Neuanschaffungen deutlich unkomplizierter. Ich sehe das als klares Signal: Wir nehmen den Klimawandel ernst und stellen sicher, dass Hamburg die Nummer 1 auf diesem wichtigen Forschungsgebiet bleibt!“