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Zu einer Diskussion mit Hamburgs Erstem Bürgermeister, Dr. Peter Tschentscher, lädt das Wissenschaftsforum Hamburg herzlich ein. Seit seinem Amtsantritt betont Dr. Tschentscher, wie eng verwoben Hamburg und die dort angesiedelte Wissenschaft und Forschung sind: „Hamburg ist ein guter Ort für die Wissenschaft – und Wissenschaft ist gut für Hamburg“. Nach 18 Monaten im Amt wird er nun aus seinen Erfahrungen berichten und der Frage nachgehen, wie der Wissenschaftsstandort Hamburg zukünftig gestaltet wird.

Gemeinsam soll anschließend diskutiert werden, welchen Stellenwert Bildung, Wissenschaft und Forschung in Hamburg einnehmen. Ist Hamburg auf dem Weg zur führenden Wissenschaftsmetropole des Nordens?

Die Veranstaltung wird moderiert von Marc Hasse vom Hamburger Abendblatt.

Einführung und Begrüßung:
PD Dr. Sven Tode, MdHB
Vorsitzender Wissenschaftsforum Hamburg e.V.

Wann: Freitag, 15. November 2019, 19:00 Uhr (Einlass: 18:30 Uhr)
Wo: Staats- und Universitätsbibliothek, Von-Melle-Park 3, 20146 Hamburg,
Eintritt ist frei.

Start der neuen Förderrunde des Tenure-Track-Programms

Die Universität Hamburg und TU Hamburg haben 30 neue Stellen im Tenure-Track-Programm von Bund und Ländern eingeworben, so die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK). Die zweite Bewilligungsrunde des Bund-Länder-Programms für wissenschaftlichen Nachwuchs startet am 1. Dezember 2019. Im Rahmen dieser Bewilligungsrunden erreicht das von der SPD-Bundestagsfraktion initiierte Programm sein Ziel, zusätzlich 1.000 neue Professuren mit planbaren Karrierewegen für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu etablieren. Der Bund stellt zwischen 2017 und 2032 für das Gesamtprogramm ein Volumen von bis zu 1 Mrd. Euro zur Verfügung, von denen insgesamt 75 Universitäten profitieren.

“Es ist ein wichtiges Zeichen für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, dass wir aktiv daran arbeiten, Arbeitsperspektiven an den Universitäten zu verbessern. Ob Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler im Wissenschaftssystem verbleiben wollen, können sie nun sehr viel früher in ihrer Karriere entscheiden. verlagert die Entscheidung über den Verbleib im Wissenschaftssystem in die Frühphase der Karriere und ermöglicht den Übergang in eine Lebenszeitprofessur. Tenure-Track-Programme sind ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, die Arbeit in der Wissenschaft zu entfristen und damit attraktiver zu gestalten!”

Dr. Sven Tode, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion

Neue Roadmap für Forschungsinfrastrukturen

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat heute die neue Roadmap für Forschungsinfrastrukturen vorgelegt. Damit werden drei Infrastrukturvorhaben aus den Bereichen Klimaforschung, Materialforschung und Medizin nachhaltig unterstützt. Die durch die Roadmap zur Verfügung gestellten Aufbaumittel betragen pro Projekt mehr als 50 Millionen Euro.

“Toll, dass das BMBF nun einen klaren Weg eingeschlagen hat, was die Förderung von zukunftsträchtigen Forschungsinfrastrukturen angeht! Für die Zukunft bleibt zu wünschen, dass zunehmend auch weitere innovative Forschungseinrichtungen gefördert werden.”

Dr. Sven Tode, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion

Mit einer Initiative zur heutigen Bürgerschaftssitzung bringt die rot-grüne Koalition die Etablierung eines MINT-Forschungsrates auf den Weg. Damit soll die sehr gute Positionierung des Wissenschaftsstandortes Hamburg im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technikwissenschaften (MINT) weiter ausgebaut werden. Zweck dieses neuen Gremiums ist eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen zu befördern.

“Der Anfang des Jahres veröffentlichte MINT-Bericht des Wissenschaftsrates hatte unseren staatlichen Hamburger Hochschulen bereits ein hervorragendes Zeugnis ausgestellt. Um das Potential als Spitzenstandort durch engere Vernetzung der Akteure weiter zu realisieren, war unter anderem auch die Etablierung eines solchen Forschungsrats vorgeschlagen worden. Diesen Impuls greifen wir mit unserer Initiative nun auf.”

Dr. Sven Tode, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion

Dazu Dr. Carola Timm, wissenschaftspolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: “Die positive Bewertung des Wissenschaftsrates ist ein großer Ansporn, diese gute Ausgangslage in den MINT-Fächern weiter auszubauen. Mit dem Helmholtz-Zentrum Deutsches Elektronen-Synchrotron (DESY) auf dem Forschungscampus Bahrenfeld der Universität haben wir einen Kristallisationspunkt mit internationaler Strahlkraft, gleichzeitig gibt es eine gut funktionierende, interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Geistes- und Sozialwissenschaften. Mit dem Forschungsrat wollen wir die Vernetzung der verschiedenen Akteure – Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Wissenschaftsbehörde – weiter fördern. Wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen, wird es uns auch gelingen, die Metropolregion Hamburg als Wissenschaftsstandort weiter voranzubringen.”

Am heutigen 16. März tritt das vom Bundestag im Dezember 2015 beschlossene novellierte Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) in Kraft. Es beinhaltet spürbare Verbesserungen für Beschäftigte an Hochschulen und Forschungseinrichtungen, so etwa angemessene Laufzeiten bei Qualifizierungsverträgen, Anpassung der Laufzeiten bei durch Drittmittel finanzierte Verträge an die jeweilige Projektdauer sowie eine bessere Berücksichtigung von Eltern und Menschen mit Behinderung.

Aus Hamburg waren frühzeitig Impulse nach Berlin gegangen. Bereits Mitte 2012 hatte sich die SPD-Fraktion mit einer Initiative dafür stark gemacht, die Situation des wissenschaftlichen Nachwuchses über entsprechende Regelungen auf Bundesebene zu verbessern. Zusammen mit anderen Bundesländern hatte Hamburg daraufhin eine Bundesratsinitiative auf den Weg gebracht. Zahlreiche Bausteine – wie zum Beispiel die Einführung von Mindestlaufzeiten bei befristeten, durch Drittmittel finanzierten Stellen – finden sich nun im gültigen Gesetzestext wieder.

„Das ist eine gute Nachricht auch für Hamburgs Forschungs- und Hochschullandschaft. Mit dem neuen Wissenschaftszeitvertragsgesetz sind wir einen großen Schritt nach vorn gekommen. Es ist ein sehr positives Signal an den wissenschaftlichen Nachwuchs, denn die bisherigen Befristungsregelungen bei Qualifikationsstellen waren vielfach nicht flexibel genug. Gerade junge Nachwuchskräfte ohne finanzielle Reserven brauchen die Chance, ihre Doktorarbeiten und Habilitationen abschließen zu können, auch wenn es mal ein Jahr länger dauert. Vor diesem Hintergrund begrüßen wir die von uns angestoßene Novellierung des Gesetzes ausdrücklich. Hamburg ist zudem durch den flankierenden Code of Conduct im Hochschulbereich diesbezüglich sehr gut aufgestellt.“

Dr. Sven Tode, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion