“Frau Präsidentin, meine sehr verehrten Damen und Herren! Mehrsprachigkeit ist die Voraussetzung, die wir alle brauchen, um uns gegenseitig zu verstehen. Insofern ist Türkisch natürlich, und daran zweifelt auch keiner, eine wichtige Grundlage für Migrantinnen und Migranten. Die Voraussetzung dafür, andere Sprachen zu lernen, ist, dass man erst einmal seine Muttersprache besonders gut kennt, um entsprechend in andere übersetzen zu können. Ich würde Ihnen allerdings nicht so weit folgen, Frau Heyenn, dass man das, obwohl es 300 Millionen Menschen auf der Welt gibt, die Türkisch sprechen in sechs Ländern, mit Englisch vergleichen könnte. […] Es ist nicht falsch, dass Schülerinnen und Schülerin Hamburg Englisch lernen, und zwar alle zusammen. Hamburger Schulen bieten bilingualen Sach- und Fachunterricht und herkunftssprachlichen Unterricht in Türkisch an. In 30 Schulen, davon vier Grundschulen und zwei weiterführende Schulen, wird bilingualer Unterricht angeboten. 14 weitere Schulen haben Türkisch-AGs. Als weitere Fremdsprache bieten es fünf Stadtteilschulen, aber nur ein Gymnasium ab Klasse 7 an. Sicherlich besteht hier die Möglichkeit, das zu verstärken, aber es ist auch wichtig, die entsprechende Nachfrage zu haben. Hier geht es aber nicht darum, dass Türkisch an den Schulen nicht stattfindet, sondern hier geht es darum, dass die Universität Hamburg im Rahmen der Hochschulautonomie eine Entscheidung getroffen hat. Dafür werden wir alle sie loben beziehungsweise haben wir alle beschlossen, das zutun – Sie von der LINKEN vielleicht weniger als andere Fraktionen. Wir haben, und das ist auch heute noch einmal Thema, die Hochschulautonomie im Hochschulgesetz entsprechend festgeschrieben, und wir erwarten von der Universität Hamburg, dass sie mit ihren Ressourcen verantwortungsvoll umgeht. In Hamburg gibt es 36 Lehrkräfte mit einem Durchschnittsalter von 39,3 Jahren, die Türkisch unterrichten. Der Fachbereich Turkologie bleibt, auch wenn das in der Presse manchmal anders rüberkommt, vollständig erhalten. Es ist auch keinesfalls so, dass Hamburg das einzige Bundesland ist, das Türkischlehrer ausbildet. Wie Sie wissen, gibt es an der Universität Duisburg-Essen seit 1995 entsprechende Studiengänge, und auch in Tübingen ist es entsprechend eingerichtet. […] – Auch in der Türkei gibt es Turkologen, das ist völlig richtig, und auch in England, den USA, Kanada und wo auch immer. Aber das wird uns hierweniger weiterhelfen, Herr Wersich, sondern hier geht es um die Türkischlehrer, die in Deutschlandausgebildet werden. […] Der Großteil der Türkischlehrerausbildung findet seit 1995 in Duisburg-Essen statt, wie Sie wissen, mit erheblicher Nachfrage und auch großem Erfolg. Man ist dort so erfolgreich, dass die Deutsche Welle in ihrem Bericht vom 16. März 2014 nicht einmal wusste, dass es auch in Tübingen und Hamburg Turkologie und eine Türkischlehrerausbildung gibt; da wurden wir nicht einmal erwähnt. […] Unberührt davon gibt es in Hamburg weiterhin diese Professur, und ich kann Ihnen vielleicht noch einmal die Zahlen der Studienanfänger für das Türkischlehramt nennen: Das sind für die Primar- und Sekundarstufe I im Wintersemester 2013/2014 acht, im Master elf, fürs Lehramt Gymnasium einer, fürs Lehramt Sonderschulen einer, fürs Lehramt berufliche Schulen null, fürs Lehramt an Gymnasien Bachelor null und so weiter. Das heißt, dass sich die Universität hier eine Nachfrageorientierung zu eigen gemacht hat, um eine Entscheidung zu treffen. […]
Präsidentin Carola Veit (unterbrechend): Herr Tode, gestatten Sie eine Zwischenfrage von Frau Heyenn?
Dr. Sven Tode (SPD): Ja.
Zwischenfrage von Dora Heyenn (DIE LINKE): Herr Dr. Tode, Sie haben eben aufgeführt, wie viele Studienanfänger es in den einzelnen Bereichen gab. Haben Sie auch die Zahlen, wie viele aufgrund des NCs abgelehnt wurden?
Dr. Sven Tode (SPD) (fortfahrend): Die habe ich auch, und zwar gab es 2012 34 Bewerber auf 17 Plätze. Wenn ich das einmal mit anderen Studiengängen wie Medizin oder BWL vergleiche, dann ist das keine unübliche Sache. Im Übrigen sind das die Interessenten, das sind nicht unbedingt die Bewerber, denn sie müssen wie bei allen anderen Sprachen auch eine Sprachprüfung ablegen, was wir wahrscheinlich alle als sinnvoll erachten. […] Fazit: Türkisch ist wichtig. Es gibt in Hamburg, anders als die Anmeldung der LINKEN es darstellt, Lehrerinnen und Lehrer, die Türkisch unterrichten, und es gibt sehr engagierte Kolleginnen und Kollegen. Es gibt genügend Türkischlehrer, falls der Ausbau notwendig wird, was sehr wünschenswert wäre. Und es bleibt der Weisheit der Universität anheimgestellt, hier eine politische wie wirtschaftlich basierte Entscheidung zu treffen. – Vielen Dank.”

Dr. Sven Tode

Hier können Sie das vollständige Plenarprotokoll einsehen.

Der 15jährige Schüler Flavio  ist für drei Wochen bei Sven Tode zum Praktikum. Hier stellt er sich vor

Mein Name ist Flavio und bin 15 Jahre alt. Seit mittlerweile fünf Jahren besuche ich das Matthias-Claudius-Gymnasium in Wandsbek. Und genau da rührt auch mein Vorhaben her, ein Praktikum bei einem Abgeordneten der Hamburgischen Bürgerschaft zu absolvieren. Durch einen Zeitraum von drei Wochen, der uns von der Schule vorgegeben wurde, um einen Einstieg ins Berufsleben zu wagen, wurde mir endlich die Möglichkeit gegeben, einen Blick hinter die Kulissen einer Partei zu werfen. Ich möchte herausfinden, wie in den eigenen Kreisen untereinander verfahren wird und inwieweit Stadtteilpolitik und das politische Bild, welches uns oft in den Medien offenbart wird auseinanderklaffen. Das Wichtigste ist und bleibt jedoch grundsätzliches politisches Engagement. Ich bin gespannt, was mich erwarten wird.

“Frau Präsidentin, meine sehr verehrten Damen und Herren! Am Hauptgebäude der Universität steht der Leitsatz: Der Forschung, der Lehre, der Bildung. Er formuliert ein Bildungsideal. Der Bildungsauftrag der Hochschulen umfasst offenbar mehr als Forschung und Lehre. Bildung ist mehr als bloß die Summe dieser beiden – Forschung und Lehre –, die auch heute noch oft selbstverständlich als erschöpfende Aufgabe der Hochschulen genannt werden. Wenn Bildung also hier explizit als Drittes dargestellt wird, dann heißt das, dass Bildung mehr ist als nur die Schaffung und Vermittlung von kognitivem Wissen, nämlich umfassende humanistische und demokratische Bildung von Menschen, Kultur und Gesellschaft. Ob dies in der Umsetzung des Bologna-Prozesses immer gelingt, kann sicherlich kritisch hinterfragt werden. Dennoch ist es dieses demokratische Bildungsideal, das wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in Deutschland erstmals in den Zwanzigerjahren des letzten Jahrhunderts gegen die bürgerlich konservativen Eliten durchgesetzt haben und das dann in den Sechziger und Siebzigerjahren wieder die große Leitidee unserer Bildungsreform war, an das wir heute anknüpfen, indem wir Hamburgs Hochschulen gegenreine Ökonomisierungsvorstellungen verteidigen und die demokratische Grundidee der Hochschulen wieder zur Geltung bringen, wie wir es übrigens schon mit unserer ersten großen Reform in dieser Legislaturperiode getan haben, nämlich der Abschaffung der sozial ausgrenzenden Studiengebühren. Meine Damen und Herren! Eine Autonomie staatlicher Bildungseinrichtungen von behördlicher Detailsteuerung macht nur dann Sinn, wenn diese autonomen Hochschulen zugleich intern in hohem Maße demokratisch verfasst sind. Deswegen setzen wir unsere Reform so an, dass wir einerseits das Kind nicht mit dem Bade ausschütten, die Hochschulräte also nicht gänzlich abschaffen, andererseits aber die Einbeziehung externen Sachverstands wieder in ein ausgeglichenes Verhältnissetzen zur internen Demokratisierung der Hochschulen und zur Beteiligung der Hochschulangehörigen. Wir stärken zum Beispiel in erheblichem Maß die Stellung der Hochschulsenate. Wir verschränken die Verantwortlichkeit von Hochschulsenat und Hochschulrat bei zentralen Angelegenheiten bei gleichzeitig klarer Aufteilung der Kompetenzen. Wir erhalten die Präsidien als kollektive Leitungsorgane bei gleichzeitiger Stärkung der Richtlinienkompetenz der Präsidentinnen und Präsidenten. Wir schaffen wieder die Möglichkeit der Einrichtung einer dritten Ebene der demokratischen Steuerung und Beteiligung, also von Instituten und Fachbereichen. Und, Herr Kleibauer, ich halte das schon für ein interessantes Rechtsverständnis, wenn Sie formulieren, dass das bisher auch nicht geregelt sei und doch funktioniert hätte. Dann können wir auch bei anderen Problemen sagen, es funktioniert doch, also müssen wir es nicht regeln. […] Das ist interessant, aber vor allem zeigt es doch, Herr Wersich, dass man offensichtlich diese dritte Ebene braucht, denn die gibt es, und warum soll man diese Möglichkeit nicht ins Gesetz schreiben? Wir stärken die Verantwortlichkeit der Kanzlerinnen und Kanzler in den Wirtschafts- und Verwaltungseinheiten der Hochschulen, wobei wir sicherlich die Wirkung dieser neuen Kompetenzverteilung in den kommenden Jahren sorgfältig überprüfen müssen. Bemerkenswert ist, dass nun wieder fast die gesamte Opposition beklagt, dass die Autonomie der Hochschulen noch nicht weit genug ginge und der demokratische Staat in Form von Bürgerschaft, Senat und Wissenschaftsbehörde noch immer viel zu viel zu sagen und zu kontrollieren hätte. Dazu kann ich nur sagen, liebe Kolleginnen und Kollegen, anders als Sie verstehen wir Autonomie nicht als Freiheit von demokratischer Steuerung, und zwar weder von innen noch von außen. Die Hochschulen, zumal die staatlichen, sollten sich weitgehend autonom selbst organisieren, aber der Rahmen, in dem sie das tun, ist ein demokratisch legitimierter, ein politischer Rahmen, und dieser sollweiterhin eher gestärkt als durch das Ganze zurückgeführt werden. Herr Schinnenburg, Sie habengesagt, gebt den Hochschulen mehr Autonomie, aber bei dieser Forderung müssten Sie doch für die Abschaffung der Hochschulräte sein. Meine Damen und Herren! Das Wichtigste ist– und das haben Sie alle ein bisschen vernachlässigt, die Senatorin und Herr Kühn haben darauf hingewiesen –, dass wir die Arbeitsbedingungen und Berufsperspektiven junger Nachwuchswissenschaftler und Nachwuchswissenschaftlerinnen verbessern. Wir haben zwei wichtige Schritte gemacht. Zum einen haben wir aus Hamburg die Forderung an die Bundesebene gerichtet, das Wissenschaftszeitvertragsgesetz zu reformieren. Dies ist so weit gegangen, dass es mittlerweile Teil des Koalitionsvertrags ist, und insofern hoffen wir, dass es hier zu einer Veränderung kommt. Zum anderen haben wir im Frühjahr mit dem “Code of Conduct” zwischen Senat, Hochschulen und Gewerkschaften erreicht, dass in Hamburg die prekären Arbeitsverhältnisse konkret verbessert werden; die Senatorin hat dezidiert darauf hingewiesen. Und drittens schreiben wir diese Ziele auch als konkrete Vorgaben im Hochschulgesetz fest; das ist einzigartig in der Bundesrepublik. Es ist nämlich jetzt festgeschrieben, dass Promotionsstellen nun mindestens drei Jahre umfassen anstatt bisher höchstens drei Jahre. Sie müssen nun mindestens den Umfang einer halben Stelle haben, was bisher keinesfalls selbstverständlich war, und davon ist mindestens ein Drittel der Zeit für die eigene wissenschaftliche Freiheit und Arbeit freizuhalten. Wenn Sie wissen, wie die Universitäten funktionieren, dann wissen Sie, wie wichtig es für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist, dass sie selbst darauf verweisen können, im Gesetz stehe, dass sie ein Recht auf eigene Forschung während ihrer Zeit bei der Promotion haben. Und die Weiterbeschäftigung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach der Promotion wird nunmehr obligatorisch. Diese neuen gesetzlichen Regelungen, die wir heute durchsetzen, stellen zusammen mit dennschon vorher erreichten Maßnahmen einen sehr großen Fortschritt für die Beschäftigungsbedingungen dar, für mehr Planbarkeit und Verlässlichkeit von Berufsperspektiven und sind damit auch ein großer Fortschritt für mehr wissenschaftliche Qualität und Innovationsfähigkeit. Dazu gehört auch der dringende Appell unseres Zusatzantrags an die Kultusministerkonferenz, die bundesweite Mobilität für Lehramtsstudien zu sichern. Wir haben heute zehn Jahre Bologna-Prozess, und man kann diesen sicherlich auch kritisch bewerten. Das Zieleuropaweiter Bildungsmobilität ist und bleibt aber wünschenswert. Vor diesem Hintergrund erscheint es absurd, dass Lehramtsstudierende nicht von Flensburg nach Hamburg oder von Hamburg nach Hannover wechseln können. Da richtet die SPD-Fraktion den dringenden Appell, hier Lösungen zu schaffen, und wir haben mit unserem Zusatzantrag eine weitere Lösungsmöglichkeit aufgezeigt. – Ich danke Ihnen.”

Dr. Sven Tode

Hier können Sie das gesamte Plenarprotokoll einsehen.

Senatorin Jutta Blankau bekräftigt Plan für “Soziale Erhaltensverordnung” für Barmbek – Sven Tode hatte sich schon lange dafür stark gemacht

140508_Mopo_Blankau_kleinSven Tode freut sich, dass es mit dem Schutz der Barmbeker Mieterinnen und Mieter voran geht. Die Senatorin für Stadtentwicklung Jutta Blankau (SPD) hat in der Hamburger Morgenpost bekräftigt, dass der Erlass einer “Sozialden Erhaltungsverordnung” für Barmbek vorbereitet wird (s. Bild).

Tode hatte sich seit drei Jahren für dieses Instrument stark gemacht. Mit dieser Verordnung können die Mieten zwar nicht direkt gedeckelt werden (dafür hat die SPD im Bund und in Hamburg inzwischen wirksame Mietpreisbremsen durchgesetzt), aber teure Luxussanierungen und die Umwandlung von Mietwohnungen in Eigentum können so verhindert werden. Indirekt wird dadurch ebenfalls der Mietanstieg gedämpft – und das ist in Barmbek auch dringend nötig! Denn die Mieten sind hier in den letzten Jahren so stark gestiegen wie in kaum einem anderen Hamburger Stadtteil, um bis zu 10 Prozent pro Jahr bei Neuvermietungen.

Leider ist der Erlass einer solchen Verordnung jedoch rechtlich anspruchsvoll und kann nur in einem mehrstufigen Verfahren durchgesetzt werden. Weil zwischenzeitlich auch noch ein dafür nötiges Gutachten solch erhebliche Qualitätsmängel zu Lasten der Barmbeker Mieter aufwies, dass es – auf Initiative von Sven Tode – vom Bezirksamt zurückgewiesen wurde und nun wiederholt werden muss, braucht der gesamte Prozess leider länger als eigentlich nötig. Doch schon bald wird gelten: Was lange währt, wird endlich gut!

 

Sven Tode wirbt im Europawahlkampf für ein soziales und demokratisches Europa – für eine starke SPD

Sven Tode kandidiert zwar selbst nicht für das Europäische Parlament, doch als Mitglied des Europaausschusses ist er in diesen Tagen dennoch auf vielen Veranstaltungen zur Europawahl als Vertreter der SPD präsent. Der Hamburger SPD-Kandidat Knut Fleckenstein kann manchen Termin nicht selbst wahrnehmen, und er vertraut Sven Tode gern als kompetentem Vertreter und leidenschaftlichem Europäer.

DSC_0233_kleinAm Dienstag war er zusammen mit Vertreter/innen von FDP, Grünen, LINKEN und Piraten in der Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) zu Gast (die CDU war ebenfalls eingeladen, aber nicht erschienen).

Die Studierenden der Sozialpädagogik und Sozialen Arbeit hatten sich gut auf das Europa-Thema vorbereitet. So stellten sie den Podiumsteilnehmern gezielte Fragen zur Sozialpolitik (“Bedingsloses Grundeinkommen”), zur Migrations- und Flüchtlingspolitik, aber auch zu Prostitution und Menschenhandel.

Etwas anders lagen die Schwerpunkte dann am Mittwoch morgen beim Verband der Familienunternehmer: hier ging es mehr um Wirtschafts- und Finanzpolitische Fragen. Sven Tode konnte auch hier die Gäste überzeugen, dass eine wirksame Politik gegen die Euro- und Schuldenkrise nicht nur einseitig auf Sparen setzen darf, sondern auch die Wirtschaft in den Krisenländern und in Europa insgesamt durch Investitionen unterstützen muss, etwa in Verkehrs- und Energieinfrastruktur.

DSC_0268_kleinUnd der freie Wettbewerb führe nur dann zu Wohlstand für alle, wenn er nicht als Lohn- und Steuersenkungswettbewerb auf dem Rücken der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ausgetragen wird. Deshalb müsse es europaweit Mindestlöhne geben, bemessen jeweils nach dem Preisniveau der Länder, und eine koordinierte Steuerpolitik mit Mindeststeuersätzen und einer entschiedenen gemeinsamen Bekämpfung des Steuerbetrugs.

 

 

SPD-Europakandidat Knut Fleckenstein überzeugte vor Ort in Barmbek

 

2014-05-29 18.13.13_kleinAm 25. Mai werden nicht nur Hamburgs Bezirksversammlungen neu gewählt, sondern auch das Europäische Parlament. Aus diesem Anlass kam der Hamburger SPD-Spitzenkandidat zur Europawahl Knut Fleckenstein am 29. April nach Barmbek, um sich den Menschen aus Barmbek, Dulsberg, Uhlenhorst und Hohenfelde zur Diskussion zu stellen.

 „Barmbek braucht Europa, und Europa braucht Barmbek“, das war das Thema des Abends, und davon konnte Knut Fleckenstein die rund 50 Gäste überzeugen. Das Image der Europäischen Union ist bei vielen Menschen eher negativ, und viele fragen sich, was das weit entfernte Brüssel mit ihnen zu tun hat, außer der Krümmung der Bananen.

Doch trotz mancher Negativ-Meldungen bringt die EU den Hamburgern, auch den Barmbekern, eine Menge Vorteile – und die SPD kämpft dafür, dass es noch mehr werden.

Manch ältere Mitbürgerin, manch älterer Mitbürger erinnert sch noch mit Schrecken an den letzten großen, verheerenden Krieg in Europa. Das ein solcher Krieg im Herzen Europas heute völlig undenkbar wäre, ist sicher das größte Verdienst der europäischen Einigung.

Doch wie wichtig eine aktive Friedenspolitik durch Völkerverständigung, Zusammenarbeit  und Integration auch heute noch ist, zeigt uns allen der bedrückende und bedrohliche Konflikt in der Ukraine. Knut Fleckenstein ist hier als Vorsitzender der Russland-Kontaktgruppe des Europäischen Parlaments (EP) aktiv und maßgeblich an den Verständigungsbemühungen beteiligt.

2014-05-29 20.24.54_kleinAuch wirtschaftlich profitiert Hamburg als Hafen- und Handelsstadt – und damit natürlich auch Barmbek – enorm von den Wachstumsgewinnen, die der gemeinsame Binnenmarkt innerhalb der EU erzeugt hat. Als leitender Verkehrspolitiker und Sprecher für Hafenpolitik im EP sorgt Knut Fleckenstein aktuell dafür, dass dabei Hamburgs Hafen nicht unter dem marktradikalen Übereifer manches EU-Kommisars leiden muss. Aber nur eine starke Wahl der SPD und eine neue sozialdemokratische Mehrheit im EP wird dafür sorgen, dass die gescheiterten marktradikalen Konzepte in der Politik der EU endgültig keinen Platz mehr haben werden.

Doch auch ganz konkret profitiert Barmbek von Europa: Mit dem Bürgerhaus und der Zinnschmelze bekommen gleich zwei wichtige Barmbeker Kulturzentren hohe Zuschüsse der EU für den Bau ihrer Anbauten. Und über den Europäischen Sozialfonds werden eine Reihe von Projekten für die Bildung und Ausbildung benachteiligter Jugendlicher auch in Barmbek ermöglicht.

 

Befreiung von der Kaffeesteuer – Faire Chancen für fairen Kaffee

Mit einer Initiative zur Bürgerschaft am Mittwoch setzt sich die SPD-Bürgerschaftsfraktion dafür ein, fair gehandelten Kaffee von der Kaffeesteuer zu befreien. Dazu erklärt Sven Tode, Experte für Entwicklungspolitik der SPD-Fraktion:

“Kaum jemand weiß, dass es in Deutschland noch eine Kaffeesteuer gibt. Außer in Dänemark und Belgien gibt es das sonst nirgends in Europa. Und die ist nicht gering: Auf jedes Pfund Röstkaffee zahlen wir knapp 1,10 Euro Kaffeesteuer. Wenn wir den fair gehandelten Kaffee nun von dieser Steuer befreien, kann er um diesen Betrag günstiger werden und so besser mit dem konventionellen Kaffee konkurrieren. Wir wollen Chancengleichheit herstellen: Fairness und Gerechtigkeit sollen kein Luxus sein. Wer fair handelt und deshalb höhere Kosten hat, soll dadurch am Markt nicht benachteiligt werden. Deshalb wäre die Befreiung von der Kaffeesteuer ein fairer Ausgleich und eine wirksame Unterstützung für einen globalen Handel, der allen nützt und niemanden ausbeutet – auch nicht die Menschen in Lateinamerika, Afrika und Asien. Wir werden deshalb die Bundesregierung bitten, entsprechende klare und transparente Kriterien für die Befreiung festzulegen und auch wirksam zu kontrollieren. Jeder Missbrauch muss natürlich ausgeschlossen werden. Die unabhängigen Institutionen, die schon jahrelange Erfahrungen mit der Zertifizierung und Kontrolle von Fair Trade haben, sollten dabei natürlich genauso einbezogen werden wie die Kaffeewirtschaft.”

Dr. Sven Tode

Deutschland ist Kaffeeland – jeder Deutsche konsumiert im Schnitt 150 Liter pro Jahr, das ist weltweit Spitze. Und Hamburg ist Kaffeestadt – der Hafen ist Europas größter Umschlagplatz für die braunen Bohnen. Und aktuell ist Kaffee besonders beliebt, denn er ist besonders günstig – so günstig wie schon seit Jahren nicht mehr.

“Was des einen Freud, ist des anderen Leid. Die anderen, das sind die ungefähr 25 Millionen Kaffeebauern in den Anbauländern wie Brasilien, Vietnam oder Äthiopien mit ihren kleinen Betrieben und Familien. Denn niedrige Kaffeepreise bei uns bedeuten niedrige Einkommen für sie, für die rund 100 Millionen Menschen, die in der sogenannten Dritten Welt vom Kaffeeanbau abhängig sind. Zu Jahresbeginn lag der Preis für das Pfund Rohkaffee an den Kaffeebörsen nur knapp über einem US-Dollar – zu wenig, um auf Dauer davon existieren zu können.”

Dr. Sven Tode
Schlagzeile aus dem Spiegel: “Eine Tasse Gerechtigkeit”

Aber es geht auch anders, wie schon seit Jahrzehnten engagierte Initiativen und Handelsnetzwerke wie etwa die GEPA zeigen. Ihr Prinzip lautet “Fair Trade”, fairer Handel. Das bedeutet, dass die Kaffeeproduzenten zu jeder Zeit unabhängig vom stark schwankenden Marktpreis einen garantierten Mindestpreis bekommen, der hoch genug ist, um davon gut leben und auch sozialen Fortschritt in den Dörfern und Kooperativen finanzieren zu können, wie etwa Schulen und Krankenhäuser. Aktuell liegt dieser Fair Trade-Preis bei 160 US-Cent pro Pfund, für Bio-Kaffee sogar bei 190 US-Cent.

Die Konsequenz aus der gerechten Bezahlung der Produzenten ist natürlich, dass der Preis für die Endverbraucher hierzulande deutlich höher ist, als für den konventionellen, nicht fair gehandelten Kaffee. Trotz einer grundsätzlich großen Bereitschaft der Deutschen, Nachhaltigkeit und fairen Handel zu unterstützen, hält diese erhebliche Preisdifferenz noch viele davon ab, fairen Kaffee einzukaufen. Der Marktanteil von fair gehandeltem Kaffee liegt aktuell bei gerade einmal 2,3 Prozent.

Dr. Sven Tode

Die SPD-Fraktion hat sich zum Ziel gesetzt, Fair Trade insgesamt zu stärken. Im vergangenen Jahr bereits hatte die Bürgerschaft auf Initiative der SPD-Fraktion beschlossen, dass Hamburgs Verwaltung und städtische Einrichtungen und Betriebe soweit möglich nur noch fair gehandelte Produkte einkaufen sollen. Nicht von ungefähr hat Hamburg 2013 bereits zum zweiten Mal den unabhängigen Titel “Fair Trade-Stadt” verliehen bekommen. Deshalb will die SPD-Fraktion nun nachlegen und mit ihrer Initiative dem fair gehandelten Kaffee zu gleichen Chancen auf dem Markt verhelfen.

Fair Trade-Stadt Hamburg
Sven Tode – Fair Trade-Stadt Hamburg

Kulturelles Besuchsprogramm von Sven Tode für 2014 und 2015 erschienen

kulturprog1415_titel_klein“Hamburg neu entdecken – Geschichte & Geschichten erleben” – unter diesem Titel bietet Sven Tode Ihnen wieder ein vielfältiges kulturelles Besuchsprogramm an. Die einzelnen Termine finden Sie hier in unserem Flyer.

Bitte melden Sie sich unter 040 – 39 87 66 22 oder kontakt@sven-tode.de zu den Veranstaltungen an.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit einer Sanierungsoffensive stärkt die SPD-Bürgerschaftsfraktion die Stadtteilkultur in Barmbek

Auf Initiative der Abgeordneten Ksenija Bekeris, Wolfgang Rose, Sven Tode, Isabella Vértes-Schütter und Sylvia Wowretzko sollen die Kulturstandorte „P40“, das „Bürgerhaus Barmbek“ und das Theaterprojekt „WIESE“ mit insgesamt 390.000 Euro aus dem Sanierungsfonds Hamburg 2020 unterstützt werden. Das Antragspaket wird zur Bürgerschaftssitzung in der nächsten Woche eingebracht.

130.000 Euro für das Theaterprojekt WIESE

„Mit dem geplanten Produktions- und Bildungszentrum für die darstellenden Künste verfolgt das Theaterprojekt WIESE ein faszinierendes Vorhaben. Das Projekt eines kulturellen Zentrums, das sich den Bewohnerinnen und Bewohnern Barmbeks öffnet und den Stadtteil bereichert, verdient unsere Unterstützung. Mit der Bereitstellung der Mittel in Höhe von 130.000 Euro wollen wir die noch offenen Planungskosten decken und damit Kostensicherheit gewährleisten – das ist im Sinne aller Beteiligten“, so die Wahlkreisabgeordnete und stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Ksenija Bekeris. Zu dem leer stehenden Objekt am Wiesendamm gehören eine Fabrikhalle mit 1.400 Quadratmetern Fläche, 11 Multifunktionssäle sowie ein 300 Quadratmeter großer Bürotrakt. Insgesamt beteiligen sich die Eigentümerin Sprinkenhof AG und die WIESE an den Umbaumaßnahmen mit 2,24 Mio. Euro.

160.000 Euro für das Bürgerhaus in Barmbek-Nord

Das Bürgerhaus in Barmbek-Nord wird aktuell mit einem großen Anbau um mehrere Räume erweitert. Seine Nutzfläche wird dadurch nahezu verdoppelt. Dadurch steigt auch der Bedarf an kulinarischer Versorgung, den die vorhandene Küche dann nicht mehr abdecken kann. Deshalb sollen jetzt auf Antrag der SPD-Fraktion bis zu 160.000 Euro für die nötige Erneuerung der Küche bereitgestellt werden.

Das Bürgerhaus Barmbek ist eine nicht mehr wegzudenkende Institution im Stadtteil und weit darüber hinaus. Seine Angebote umfassen Kunst und Kultur, Musik und Film, Tanz und Theater sowie Bildung und Beratung, gerade auch mit dem Schwerpunkt Integration. Auch viele soziale und politische Initiativen finden dort ihren Platz. Und nun kann bald der neue, große Veranstaltungssaal eingeweiht werden, dessen Realisierung wir auch schon massiv unterstützt haben. Deshalb freut es mich, dass wir auch die neue Küche noch möglich machen können.

SPD-Wahlkreisabgeordneter Sven Tode

100.000 Euro für das Kulturcafé „P 40“

Mit der Sanierung der ehemaligen Pathologie des alten AK Eilbek entsteht in Barmbek ein neuer Kultur- und Nachbarschaftstreff. Um diesen Ort für Veranstaltungen aller Art voll nutzbar zu machen, sind allerdings umfangreiche Lärmschutzmaßnahmen notwendig. Diese zusätzlichen Kosten in Höhe von 100.000 Euro sollen auf Antrag der SPD-Fraktion ebenfalls über den Sanierungsfonds Hamburg 2020 abgedeckt werden. Dazu die SPD-Wahlkreisabgeordnete Sylvia Wowretzko: „Nach intensiven Diskussionen mit den Anwohnerinnen und Anwohnern liegt nun ein tragfähiges Konzept für das Kulturcafé ‚P 40‘ vor. Dieser Treffpunkt wird ein Gewinn für Barmbek und Umgebung. Zudem wird mit der Sanierung ein Stück Geschichte des Stadtteils bewahrt. Mithilfe des Sanierungsfonds können die Bauarbeiten nun auf den Weg gebracht werden.“