Praktikant*innen-Hall of Fame

Michel Fening (13), Schüler

Michel Fening, 13-jähriger Schüler vom Heinrich-Heine-Gymnasium in Poppenbüttel, hat im Februar 2020 ein dreiwöchiges Praktikum bei uns absolviert.

In der Zeit meines dreiwöchigen Praktikums hatte ich die Chance, einen Einblick in die Politik und den Wahlkampf zur Bürgerschaftswahl 2020 zu bekommen. Am Anfang meines Praktikums bekam ich erst eine Einweisung in die Arbeit eines wissenschaftlichen Mitarbeiters; hierbei wurden mir die Aufgaben erklärt und gezeigt, wie ich bestimmte Dokumente finde. Während meines Praktikums waren meine Aufgaben, die Social Media Kampagne mit zu planen, mich auf die Bürgerschaftssitzungen und den Wissenschaftsausschuss vorzubereiten, Speechnotes zu schreiben und zu recherchieren. Wie schon oben erwähnt, habe ich mich während der Zeit des Praktikums darauf vorbereitet, Teile der Bürgerschaftssitzungen und den Wissenschaftsausschuss zu verstehen. Der Wissenschaftsausschuss tagte schon an meinem zweiten Praktikumstag und ich war noch sehr aufgeregt, da ich Herrn Tode noch nicht kannte und ich ihn das erste Mal kennen lernen würde. Meine Aufregung legte sich sehr schnell, als ich ihn traf, da er sehr nett und sympathisch war, und mir auch vieles erklärt hat. In den Tagen nach dem Ausschuss schrieb ich Texte für die Homepage, setzte mich mit der Kameratechnik auseinander und bereitete mich auf die Bürgerchaftssitzung vor. In der Bürgerschaftssitzung ging es, als ich da war, um Thüringen. Es war eine sehr hitzige Debatte angesichts des Themas, weshalb es viele Zwischenrufe gab. In der letzten Zeit meines Praktikums ging es in die finale Phase des Wahlkampfs, weshalb es immer viel zu tun gab. So stellte ich viele neue Plakate und verteilte Flyer am Wochenende an Wahlkampfständen.

Julian Zahr (13), Schüler

Julian Zahr hat im Juni 2019 ein dreiwöchiges Praktikum im Abgeordnetenbüro absolviert. Seine Eindrücke von einem Praktikumstag schildert er hier:

Heute – am 5. Juni 2019 – nahm ich an einem Termin mit Dr. Sven Tode und einem seiner Mitarbeiter im Hamburger Rathaus teil. Das Hamburger Rathaus ist der Sitz des Hamburger Landesparlaments und der Hamburger Landesregierung. In Hamburg wird das Landesparlament „Bürgerschaft“ und die Landesregierung „Senat“ genannt. Zugegeben bin ich immer wieder beeindruckt, wenn ich vor dem Hamburger Rathaus, das sich in der Hamburger Innenstadt befindet und vor über hundert Jahren zwischen 1884 und 1897 erbaut wurde. Mit seinen reich verzierten, aus goldenem Sandstein und Granit bestehenden Fassaden, seiner Vorderfront mit einer Breite von 111 Metern und seinem Mittelturm von 112 Metern Höhe beeindruckt das Hamburger Rathaus weltweit. Aber mein persönlicher Eindruck sollte heute noch übertroffen werden. Ich bin im Glauben, heute nur um 13:30 Uhr an der Bürgerschaftssitzung im großen Plenarsaal im Rathaus teilzunehmen, pünktlich um 12:45 Uhr vor Ort. Mein Kollege Martin begrüßt mich zur selben Zeit am Eingang und bietet mir eine exklusive Führung durch die pompösen und geschichtsträchtigen Säle, Räumlichkeiten und beeindruckenden Kunstgegenstände des Hamburger Rathauses. Als ich den Eingangsbereich, vom Rathausmarkt kommend betrete, bin ich bereits sehr beeindruckt von dem mächtigen und reich verziertem schmiedeeisernen Eingangstor. Von dort gelangt man in die achteckige Turmhalle, an deren Wände Skulpturen junger Handwerker aus den Bauberufen mit ihren Zunftwappen – Maler, Schlosser, Tischler, Maurer, Steinmetz, Zimmermann, Glaser und Dachdecker – zu sehen sind. Die Turmhalle führt zur Rathausdiele. Von hier beginnen auch die regelmäßig stattfindenden Führungen. Von der Diele führen zwei große Treppenhäuser jeweils zum Senats- (rechts) und Bürgerschaftsflügel (links). Die Diele ist öffentlich zugänglich. Auf der Treppe zum Aufgang zur Bürgerschaft zum Plenarsaal wurde 1981 eine Gedenktafel in Gedenken an die während des Nazi-Terrors ermordeten 25 Bürgerschaftsabgeordneten errichtet. Unter den Ermordeten waren 17 Abgeordnete der Kommunistischen Partei (KPD), fünf Abgeordnete der Sozialdemokratischen Partei (SPD) und drei aus bürgerlich-demokratischen Parteien. Sie wurden durch Einheiten der SA und SS des Hitler-Regimes ermordet. Insgesamt befinden sich im Rathaus 647 Räume. Neben der Räumlichkeiten für die Bürgerschaftsfraktionen und des Senates, den Archiven, der Bibliothek und der Haustechnik sind die repräsentativen Säle des Rathauses wunderschön und äußerst sehenswert. Besonders schön finde ich den „Waisensaal“ und den „Kaisersaal“. Der „Waisensaal“ wurde nach 80 Waisenkindern benannt, die in fünfjähriger Arbeit die schönen Kerbschnitzereien an Türen, Wänden und Täfelungen aus dunkel gefärbtem Eichenholz fertigten. Die Waisenkinder waren alle im Alter zwischen 8 und 14 Jahren, als sie diese künstlerisch hoch anspruchsvollen und beeindruckenden Kerbschnitzereien anfertigten. Diese Kinder erhielten durch diese Arbeit eine sehr angesehene Ausbildung im Handwerk. Die handwerklich geschicktesten Kinder durften zum Dank ihren Namen in die Türen einritzen. Diese Schnitzereien sind bis heute ein Zeugnis der Tradition der Kunstfertigkeit des Hamburger Kunsthandwerks. Der zweitgrößte Saal des Rathauses ist der „Kaisersaal“. Er verdankt seinen Namen dem Besuch von Kaiser Wilhelm II, der im Hamburger Rathaus zur Einweihung des Nord-Ostsee-Kanals im Jahr 1895 zu Abend aß. Zu der Zeit war das Rathaus noch eine Baustelle. „Der Kaisersaal“ ist dem Thema Seefahrt und den Handelsbeziehungen Hamburgs gewidmet. „Der Kaisersaal“ zeigt Darstellungen der Kontinente sowie verbundene Hafenstädte an Nord- und Ostsee. Heutzutage wird der Raum für Ausschusssitzungen der Bürgerschaft genutzt. Auch Gäste werden dort empfangen oder Bürgerinnen und Bürger eingeladen. Ich bekomme Gelegenheit mit Dr. Sven Tode zu sprechen und Fragen über seine Arbeit bei der SPD-Fraktion zu stellen. Am Nachmittag erkunde ich die Lobby der Bürgerschaft, den Vorraum zum Plenarsaal und Treffpunkt während der Plenarsitzungen. Im Plenarsaal finden die Sitzungen der Bürgerschaft statt. Der Plenarsaal wird seitlich von den Sitzungsräumen A und B für die Fraktionen und die Ausschüsse umgeben. Im Verlauf des Nachmittags nehme ich an der Bürgerschaftssitzung auf der Tribüne des großen Plenarsaals teil. Dort bekomme erste Eindrücke der anwesenden Redner, während sie über politische Ziele wie beispielsweise das Kohleausstiegsgesetz diskutierten.

Timo Strauß, Schüler

Der Schüler Timo Strauß hat im Juni 2018 im SPD-Abgeordnetenbüro vom Hamburger Bürgerschaftsabgeordneten von Sven Tode ein dreiwöchiges Praktikum absolviert.

Dort konnte ich die Arbeit des Abgeordneten in Ausschüssen, in der Bürgerschaft und im Büro beobachten konnte und sehen konnte wie viel Arbeit jeder Abgeordnete mit seinem Team machen muss. Ich habe mir diesen Praktikumsplatz ausgesucht, weil ich selbst einmal die Arbeit eines Abgeordneten sehen und kennen lernen wollte. In den drei Wochen bin ich zu zwei Ausschusssitzungen, einer des Europaausschusses, der den bulgarischen Botschafter zu Gast hatte und ihn interviewt hat, und einer des Wissenschaftsausschusses, welcher dort über die Intergeschlechtlichkeit debattiert hat, und einer Bürgerschaftssitzung, die anfangs zwar Aufgrund des wenig diskutierbaren Themas der Deckelung der A7 recht langweilig war, aber im Laufe der Sitzung deutlich interessanter wurde, mitgegangen, habe im Büro und von zu Hause für mehrere Sachen recherchiert, unter anderem für die Fahrradtour, die Sven Tode im Spätsommer mit Barmbekern machen möchte, bei welcher er besondere Stellen in Barmbek präsentieren möchte, Artikel, zum Beispiel zu lokalen Themen wie dem Barmbeker Kübelkontest, zusammengefasst und geschrieben und auch mit Leuten geredet, die in das Büro kamen, weil sie Fragen zum Stadtteil, individuelle und/oder viele Leute betreffende Probleme, unter anderem nicht ganz optimal platzierte Fahrradständer, hatten, war bei einem Meeting mit der Regionalleiterin Metta Schade der Haspa, bei dem über die Stärkung und Beratung von lokalen Geschäften durch die Haspa gesprochen wurde, dabei und habe Infomaterial für das Büro besorgt. Das Praktikum hat größtenteils meine Erwartungen erfüllt, allerdings hatte ich vor dem Praktikum erwartet, dass ich mehr Recherchieren muss und nicht damit gerechnet, dass ich Artikel für eine Zeitung, den SPD-Newsletter von Sven Tode, schreibe, was allerdings nicht negativ zu bewerten ist. Ebenfalls hat mich überrascht, dass Sven Tode eigentlich als Abgeordneter einen riesigen Nebenjob hat und einen wirklich unglaublich engen Zeitplan hat, da er viele Besuche bei Organisationen, die von einem Ausschuss, in welchem er ist, unterstützt werden, hat und natürlich noch seinen Hauptberuf. Die anderen Mitarbeiter des Büros waren stets freundlich zu mir und haben mir keine klischeehaften, minderwertigen Praktikantenaufgaben, sondern vollwertige für den Abgeordneten wichtige gegeben und die Atmosphäre im Büro war stets gut. Ich kann Politikinteressierten ein Praktikum, auch gerne länger als drei Wochen, bei einem Abgeordnetenbüro nur empfehlen, da man einen interessanten Einblick in die Welt eines Politikers bekommt.

Timo Eichhammer, Student (Politikwissenschaft)

Im Abgeordnetenbüro hatte Politikwissenschaftsstudent Timo Eichhammer im September und Oktober 2017 lang die Möglichkeit, Sven Tode als Abgeordneten der Hamburgischen Bürgerschaft über die Schulter zu schauen und interessante Einblicke in die Arbeit eines Politikers zu gewinnen.

Als Student der Politikwissenschaft bin ich natürlich dankbar, die Dinge, die ich bisher in der Theorie gelernt habe, nun auch in der Praxis beobachtet zu haben und ein kleines Zahnrad der Maschinerie „politische Alltagsarbeit“ gewesen zu sein. Natürlich fiel mein Praktikum in eine hochbrisante Zeit, nämlich in den Bundestagswahlkampf direkt nach der Sommerpause. Dr. Sven Tode und seine Büroleiterin Angela Fürböter spannten mich schon nach wenigen Tagen in ihre Arbeit ein, betrauten mich mit interessanten Rechercheaufgaben und nahmen mich auf Wahlkampfveranstaltungen, Straßen- und Richtfeste mit. Besonders der direkte Kontakt mit Wählern und solchen, die wir noch überreden konnten, beeindruckte mich und machte auch eine Menge Spaß, unabhängig vom Wahlergebnis. Auch die direkte Arbeit des Parlaments konnte ich in Bürgerschaftssitzungen und vor allem den Ausschüssen miterleben: Die Aufgabe des Parlaments und damit auch die von Dr. Sven Tode ist es, die Regierung in Form des Senats zu kontrollieren und ihr ganz genau auf die Finger zu schauen. Ob es nun um Fördermittel für Universitäten, Entwicklungsarbeit oder Haushaltsangelegenheiten geht, alle Fragen der Bürgerschaft an den Senat müssen beantwortet werden. Gerade für junge Politologen sind Europapolitik und internationale Beziehungen besonders spannend, weswegen der Europaausschuss im Rathaus ein besonderes Highlight für mich war: Im Austausch mit dem estnischen Botschafter und Experten für Entwicklungsstrategien beriet sich der Ausschuss darüber, wie die Stadt Hamburg in Zukunft mehr Verantwortung übernehmen und den fairen Handel fördern kann. Ich bin besonders froh darüber, dass mir von Anfang an Vertrauen entgegengebracht wurde und ich die Kollegen nicht klischeegemäß mit Kaffee, sondern vor allem mit wichtigen Infos für Veranstaltungen und Vorhaben im Wahlkreis versorgen konnte. Doch als Praktikant sitzt man nicht nur vor dem Bildschirm oder nimmt an Veranstaltungen teil, man ist auch manchmal der erste Anlaufpunkt für interessierte Bürger, die gerade zufällig im Abgeordnetenbüro vorbeikommen und sich über unsere Arbeit, die Wahlen, Herrn Dr. Tode persönlich oder regionale Anliegen unterhalten möchten. Dieser Kontakt zwischen Partei, Politiker und Bürger ist nicht nur interessant zu beobachten, er ist besonders wichtig für uns, um zu verstehen, was den Menschen am Herzen liegt und was sie von uns erwarten. Allen politikinteressierten Schülern und Studenten kann ich also ein solches Praktikum nur empfehlen, wenn sie nicht nur zusehen, sondern auch aktiv mitmachen wollen!

Nele Anders, Studentin (Politikwissenschaft)

Im Januar und Februar 2017 hat die Politikstudentin Nele Anders im Abgeordnetenbüro von Sven Tode ein Praktikum absolviert.

Das Parlament hat die Aufgabe, die Regierung zu kontrollieren, den Haushalt zu beschließen, das Volk zu repräsentieren, die legislative Gewalt zu bilden und die Regierung zu wählen“. Dieser Satz wurde in meinem ersten Semester Politikwissenschaft in der Vorlesung „Das politische System der BRD“ rauf und runter gepredigt. Das klang für mich damals nicht schlecht und demokratietheoretisch sinnvoll, aber wie sieht das Ganze in der Praxis aus? Mit welchen Mitteln kann das Parlament kontrollieren? Wie findet die Repräsentation der Bürger während der Legislaturperiode, das heißt in den fünf Jahren zwischen den Wahlen statt? Wie genau sieht in dem deutschlandspezifischen Exekutivföderalismus die Zusammenarbeit zwischen Bund und Land aus? Auf diese und weitere Fragen bekam ich in den vergangenen sechs Wochen eine Antwort. Besonders in Erinnerung ist mir die Sitzung des Wissenschaftsausschusses geblieben, da in diesem die Kontrollfunktion des Parlaments erlebbar wurde. Mit Dr. Sven Tode als Sprecher überhäuften die Abgeordneten den Senat mit Fragen zur Umsetzung und Finanzierung von Vorhaben und Projekten. Hierbei wurde besonders deutlich, dass jedes Mitglied der Bürgerschaft versucht, die Interessen der Bürger in den Vordergrund zu stellen und einen Konsens zu finden, der die beste Lösung für die Stadt Hamburg darstellt. Der Begriff „Arbeitsparlament“, der beschreibt, dass das Parlament in kleineren Ausschüssen und Arbeitskreisen einen Konsens erarbeitet und somit der Plenarsitzung „vorarbeitet“, wurde hier ebenfalls anschaulich. Der Arbeitsaufwand wurde mir noch einmal bewusst, da ich Herrn Dr. Tode bei der Recherche für die Sitzung unterstützte. Während meiner Praktikantenzeit wurde der neue Hamburger Kultursenator gewählt und vereidigt. Ich hatte somit das Glück, sogar die Wahlfunktion der Bürgerschaft während meines sechswöchigen Praktikums aus nächster Nähe mitzuerleben. Doch wie sieht es mit der Repräsentation der Bürgerinteressen aus, wenn zeitnah keine Wahl ansteht? Dafür gibt es das Abgeordnetenbüro, in dem ich den größten Teil meiner Arbeitszeit anwesend war. Das Büro ist immer geöffnet, um auf Anliegen der Bürger einzugehen und ihre Interessen in die Politik einfließen zu lassen. Eine meiner Hauptaufgaben bestand darin, zu recherchieren, inwiefern ein Anliegen bereits umgesetzt wird und wie man die Situation für den entsprechenden Bürger durch politische Maßnahmen verbessern kann (zum Beispiel durch Recherche, wie das Problem in anderen Bundesländern angegangen wird). Somit ist sichergestellt, dass der Abgeordnete auch während der Legislaturperiode an die Wünsche seiner Wähler gebunden ist. In Anfragen und Anträgen hat Herr Dr. Tode wie auch andere Abgeordnete die Möglichkeit, diese Interessen direkt an die Regierung zu leiten. Das Engagement der Bürgerinitiative Hatzloh hat mich in der Wahlkreisarbeit besonders beeindruckt und beweist, dass dem Vorwurf von Desinteresse und „Meckerkultur“ konstruktive Vorschläge entgegengebracht werden, unterstützt von der Politik. Während ich Studierende aus anderen Fachbereichen häufig über Praktikumserfahrungen klagen höre, bei denen sie hauptsächlich Kaffee kochten und auf das Ende des nächsten Geschirrspülmaschinendurchgangs warteten, hatte ich die Möglichkeit, ein interessantes, vielseitiges Praktikum zu erleben, in dem ich für meinen späteren Berufsweg viel Hilfreiches und Neues gelernt habe. In einem netten Kollegium wurde viel gelacht und sich über Arbeitsinhalte und Vorgehensweisen im Dialog ausgetauscht. Bei meinem nächsten Hamburg Besuch schaue ich gerne wieder vorbei.

Fynn (13), Schüler

Als Abgeordneter der Hamburger Bürgerschaft habe ich  am internationalen Girls & Boys Day im April 2015 teilgenommen.  Diesjähriger Teilnehmer für das Abgeordnetenbüro Barmbek war Fynn. Fynn (13 Jahre) geht auf die Stadtteilschule Fischbek-Falkenberg und ist zur SPD und der Hamburger Politik durch seine Patentante Ines Schwarzarius gekommen, die meine Mitarbeiterin ist. Der ausführliche Besuch des Hamburger Rathauses gemeinsam mit allen anderen Teilnehmern des Girls- oder Boys Days der Hamburger SPD Abgeordneten wurde durch die tolle Führung meiner Abgeordnetenkollegin Peri Arndt, für die Kinder zu einer spannenden Entdeckungsreise der Hamburger Geschichte. In der anschließenden Runde mit verschiedensten Mitarbeitern der Hamburger SPD-Fraktion und einigen Abgeordneten erfuhren sie viel über die alltägliche Arbeit vor und hinter den Kulissen der Hamburger Politik. Vielleicht auch eine Inspiration für die Teilnehmer einmal etwas mit „Politik machen“ zu wollen. Für mich ein lehrreicher Tag mit vielen tollen Fragen und Anregungen der Schülerinnen und Schüler, die teilgenommen haben.

Till Appel, Schüler

Till Appel, Schulpraktikant des Heinrich-Heine-Gymnasiums, hat im Februar 2015 ein (Betriebs-)Praktikum bei dem Abgeordneten Dr. Sven Tode und seiner Mitarbeiterin Ines Schwarzarius gemacht.

Mein großes Glück war dabei, dass die schulisch vorgegebenen Praktikumszeiten genau in den Wahlkampf fielen, sodass ich spannende Ereignisse mitbekommen habe. Endlich konnte ich die politische Welt Hamburgs einmal von innen bzw. von der anderen Seite entdecken. Gerade in den ersten beiden Wochen war ich auf verschieden Veranstaltungen und habe aktiv beim Wahlkampf mitgeholfen. Wir verteilten Flyer, stellten Plakate auf und sprachen Menschen auf der Straße an und erzählten ihnen wie schön doch das Leben mit der SPD sei. Auch wenn mir die Kälte und Trockenheit des stumpfen Austeilens der Flugblätter zusetzte, sammelte ich so viele neue Eindrücke aus der Arbeitswelt und war zu guter Letzt froh, dass es alle wieder in das Abgeordnetenamt geschafft haben. Zu Beginn meines Praktikums durfte ich sogar in eine Bürgerschaftssitzung. Da es die letzte der vergangenen Legislaturperiode war, erlebte ich eine hitzige und auch amüsante Debatte der Opposition und der SPD bzw. des Senates. Wenn ich nicht gerade auf einer Veranstaltung (meist in Form eines Frühstücks) war, bearbeitete ich unter Ines Aufsicht verschiedene Projekte, u.a. einen Vergleich der unterschiedlichen Soziallage mit den Bevölkerungsdaten der verschiedenen Stadtteile des Wahlkreises 09. Hin und wieder kamen (meist ältere) Menschen vorbei, welche sich über die unzähligen Probleme des Bezirkes beschwerten. So entstand ein interessanter und abwechslungsreicher Alltag, der die ganzen drei Wochen anhielt. Wer weiß, vielleicht wäre Sven ohne mich ja gar nicht zurück in die Bürgerschaft gekommen…

Flavio (15), Schüler

Der 15-jährige Schüler Flavio absolvierte im Juni 2014 ein dreiwöchiges Schülerpraktikum bei Sven Tode.

Seit mittlerweile fünf Jahren besuche ich das Matthias-Claudius-Gymnasium in Wandsbek. Und genau da rührt auch mein Vorhaben her, ein Praktikum bei einem Abgeordneten der Hamburgischen Bürgerschaft zu absolvieren. Durch einen Zeitraum von drei Wochen, der uns von der Schule vorgegeben wurde, um einen Einstieg ins Berufsleben zu wagen, wurde mir endlich die Möglichkeit gegeben, einen Blick hinter die Kulissen einer Partei zu werfen. Ich möchte herausfinden, wie in den eigenen Kreisen untereinander verfahren wird und inwieweit Stadtteilpolitik und das politische Bild, welches uns oft in den Medien offenbart wird auseinanderklaffen. Das Wichtigste ist und bleibt jedoch grundsätzliches politisches Engagement. Ich bin gespannt, was mich erwarten wird.

Lene (12), Schülerin

Beim Girls' Day am 27. März 2014 hat zwölfjährige Schülerin Lene einen Tag Politik erlebt.

Am 27. März 2014 kam ich um kurz nach 9 Uhr im SPD-Parteibüro in der Ifflandstraße an. Dort erklärte Sönke Klages, der Mitarbeiter von Herrn Tode, mir als aller erstes den Tagesablauf des Girls' Day. Danach erstellte ich eine Liste über die jeweiligen Vorteile des G8- bzw. G9-Schulsystems. Als ich fertig war, kam Sven Tode, der Abgeordnete, bei dem ich offiziell war. Wir redeten und machten Fotos. Anschließend fuhr ich mit Sönke Klages zu einem DGB-Gebäude beim Museum für Kunst und Gewerbe. Dort waren wir mit Wolfgang Rose, einem SPD-Abgeordneten, und Carlos vom DGB verabredet. Sie unterhielten sich über ein Thema, das ich leider nicht verstand, aber ich fand es trotzdem interessant zuzuhören. Nach dem Gespräch fuhren wir wieder in die Ifflandstraße (mit Öffis). Dort gingen wir gemeinsam mit Sven Tode essen. Es war sehr lustig! Nach dem Essen (es war sehr lecker) fuhren wir zu Sven Todes zweites Büro in der Fuhlsbüttler Straße. Dort war leider gerade wieder einmal die Fensterscheibe eingeworfen worden. Im Büro schrieb ich eine kurze Zusammenfassung über eine Rede, die Sven Tode einen Tag zuvor gehalten hatte. Als ich fertig war, fuhren wir ins Rathaus. Als erstes machte Sönke Klages eine kleine Führung durch das Rathaus. Als letzte Aktion an diesem Tag gingen wir in den Europaausschuss, in dem Sven Tode war. Dort waren zufällig die Generalkonsulin und ein Europa-Abgeordneter aus Griechenland zu Gast. Es war sehr spannend, aber nach einer Stunde mussten wir gehen, es war schon 18.00 Uhr. Mein Vater saß in der Eingangshalle des Rathauses und wartete auf mich. Dann war Schluss! Es war alles in allem ein schöner, spannender und interessanter Tag. Vielen Dank an Herrn Klages und Herrn Tode.

Jasmin Dalipovic (17), Schüler

Der 17-jährige Schüler Jasmin Dalipovic absolvierte im Juni 2013 ein Schülerpraktikum im Abgeordnetenbüro.

Am Matthias-Claudius-Gymnasium in Wandsbek belege ich die Fächer Geschichte und PGW, an denen ich mich bei meiner Praktikumswahl orientiert habe. Ich bin als Praktikant in den Abgeordnetenbüros in Uhlenhorst und Barmbek-Nord angestellt. Die SPD als Partei habe ich ausgewählt, weil das Leitbild der Partei am ehesten meinem Ideal entspricht. Barmbek-Nord und Uhlenhorst habe ich als Stadtteil ausgewählt, da beide Stadtteile eine unglaublich facettenreiche Geschichte aufweisen.

Timo Eggersglühs (25), Student (Politikwissenschaft)

Der 25-jährige Politikstudent Timo Eggersglühs absolvierte im April und Mai 2013 ein sechswöchiges Praktikum im Abgeordnetenbüro – und hat viel gelernt und erlebt!

Die Hamburger Bürgerschaft ist seit 1859 das gewählte Parlament der Freien und Hansestadt Hamburg und heute eines von 16 Landesparlamenten. Hier entscheiden und debattieren 121 Abgeordnete über das Wohl unserer Stadt, z.B. werden Gesetze erlassen, die Arbeit des Senates kontrolliert oder über den Haushalt abgestimmt. Aber was machen ein Abgeordneter und seine Mitarbeiter wenn keine Bürgerschaftssitzung stattfindet? Oder wie werden politische Entscheidungen getroffen? Dies sind Fragen, die sich ein 25 jähriger Student der Volkswirtschaftslehre regelmäßig stellt und so habe ich mich entschieden ein sechswöchiges Praktikum im Abgeordneten Büro von Sven Tode zu absolvieren. Am 08. April ging es dann los und bis jetzt konnte ich verschiedenste Facetten der parteipolitischen bzw. parlamentarischen Arbeit kennen lernen. Zunächst habe ich alle Bürgerschaftsunterlagen zu einer Themenmappe zusammengestellt, die für die regelmäßig stattfindenden Ausschüsse relevant waren. Besonders beeindruckend war die Fülle an Informationen und Fakten, die ein Abgeordneter zu sichten bzw. zu merken hat, denn eine solche Mappe kann schnell mal mehrere hundert Seiten dick sein. Daneben müssen regelmäßig Auswertungen oder Kommentierungen zu verschiedensten Drucksachen erstellt werden, die das wichtigste auf wenigen Seiten zusammenfassen. Neben der parlamentarischen Arbeit nimmt die Öffentlichkeitsarbeit einen großen Schwerpunkt ein. Sven Tode ist es besonders wichtig den Dialog zu den Bürgerinnen und Bürgern aufrechtzuerhalten, und so müssen einerseits regelmäßig Artikel für die Homepage und den vierteljährlich erscheinenden Newsletter geschrieben werden. Andererseits finden viele Begegnungen mit den Menschen und ihren Problemen statt. So haben wir in der zweiten Woche meines Praktikums den Hausmeister einer Schule getroffen um von ihm aus erster Hand zu erfahren, wo der Schuh drückt. Abgerundet wird der Büroalltag von ganz handfesten Aktivitäten. Die vielen Stellschilder müssen regelmäßig neu plakatiert werden um auf die neusten Termine hinzuweisen. Besonders spannend sind jedoch die täglichen Begegnungen mit Menschen, die ihre Anliegen in einem der beiden Büros vortragen. Dabei merkt man schnell, dass vieles von den Mitarbeitern der Abgeordnetenbüros aufgegriffen und z.B. durch eine kleine Anfrage in Bürgerschaft eingebracht werden kann.