Sven Tode wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD Bürgerschaftsfraktion

Sven Tode wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD Bürgerschaftsfraktion

Am 3. April wird die Universität Hamburg ihre fünf Antragsskizzen zur Einwerbung von Exzellenzclustern bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingereicht haben. Unter diesen Skizzen finden sich Projekte zu so vielfältigen Themen wie Manuskriptforschung, Quantenphysik oder Neurowissenschaften.

Dazu Dr. Sven Tode, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion: “Die große Bandbereite an eingereichten Skizzen zeigt, wie vielfältig die Universität Hamburg im Bereich hervorragender Forschung über die Grenzen von Fachbereichen und Disziplinen hinweg aufgestellt ist. Neben den Ergebnissen der Begutachtung des MIN-Bereichs und der Geisteswissenschaften durch den Wissenschaftsrat ist dies ein weiterer beeindruckender Beleg für die Leistungsfähigkeit der Universität auch in der Breite ihres Lehr- und Forschungsangebots. Außerdem zeigt sich, dass die Tätigkeiten im Rahmen der Exzellenzstrategie positive Auswirkungen auf die Zusammenarbeit zwischen der Universität und anderen Forschungseinrichtungen in unserer Stadt haben. Wir sind zuversichtlich, dass die Skizzen auch die DFG überzeugen werden.”

 

 

13528199_290447944679256_250189856135504526_oAus Mitteln des Sanierungsfonds sollen Investitionen in die Mensen des Hamburger Studierendenwerkes in Höhe von insgesamt 480.000 Euro ermöglicht werden. Über einen entsprechenden Antrag der rot-grünen Regierungskoalition beschließt heute die Bürgerschaft. Mit dieser Finanzspritze soll die Anschaffung modernster Küchengerätschaften ermöglicht werden, um so sowohl die Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Studierendenwerks zu erleichtern wie auch die Versorgung der vielen tausend Studierenden zu verbessern, die tagtäglich die Mensen nutzen. Am Standort Mensa Campus sollen hierzu 360.000 Euro investiert werden, an der Mensa Harburg 75.000 Euro und an der Mensa Bergedorf 45.000 Euro.

Dazu Sven Tode, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion: “Die Arbeit des Studierendenwerks für das Gelingen eines Studiums in Hamburg lässt sich gar nicht hoch genug einschätzen. Neben der Beratung Studierender etwa in Finanzfragen und der Bereitstellung kostengünstigen studentischen Wohnraumes ist insbesondere das Betreiben zahlreicher Mensen und Cafés Kerntätigkeit dieser Institution. Wir freuen uns sehr, das Studierendenwerk in dieser wichtigen Aufgabe mit Finanzmitteln unterstützen zu können. Diese Investitionen werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Mensen sowie die Studierenden als spürbare Verbesserungen erleben!”

Dazu René Gögge, wissenschaftspolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion: “Mit guter und gesunder Nahrung studiert es sich deutlich besser. Die Mensen sollen in ihren Küchen für die Studierenden leckeres Essen fix, zu günstigen Preisen und möglichst energieeffizient zubereiten können. Dafür bringen wir die Infrastruktur auf den neuesten Stand der Technik. Davon profitieren alle.”

Dr. Sven Tode in der Hamburgischen Bürgerschaft

Dr. Sven Tode in der Hamburgischen Bürgerschaft

In ihrer heutigen Sitzung befasst sich die Bürgerschaft mit der für die Wissenschaftsmetropole Hamburg wichtigen Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses an den Hochschulen sowie der Umsetzung des in Hamburg ausgehandelten Verhaltenskodex’ für faire Arbeitsbedingungen im Wissenschaftsbetrieb, dem sogenannten Code of Conduct. Mit einer Initiative im Herbst 2015 hatte sich die rot-grüne Koalition dafür eingesetzt, die vielen befristeten, oft prekären Beschäftigungsverhältnisse an den Hamburger Hochschulen auch mittels eines Code of Conduct weiter abzubauen. In diesem Prozess zwischen Politik, Hamburger Hochschulen, Personalräten und Gewerkschaften haben die Hochschulen zugesichert, den Aufgaben eigenverantwortlich nachzukommen.

Dazu Sven Tode, Fachsprecher für Wissenschaft und Forschung der SPD-Bürgerschaftsfraktion: “Es ist mir ein persönliches Anliegen, dass wir die Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen im Hochschulbereich heute erneut zum Thema machen. Denn wenn wir über Verbesserungen der Arbeitsbedingungen unserer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sprechen, geht es um nichts weniger als darum, Hamburg als Wissenschaftsmetropole weiterzuentwickeln, das heißt Hamburg noch attraktiver für akademisches Personal aus dem In- und Ausland zu machen. Die Hamburger Hochschulen haben hier bereits erhebliche Anstrengungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen ihres wissenschaftlichen Personals unternommen. Das ist das richtige Signal an die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler selbst sowie an den Wissenschafts- und Forschungsstandort Hamburg insgesamt. Mit der Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes, das im März letzten Jahres in Kraft getreten ist, haben wir zudem spürbare Verbesserungen für die vielen Beschäftigten an unseren Hochschulen erzielt. Nun kommt es darauf an, diese wichtigen Impulse fortzuentwickeln. Konkret heißt das: Gerade junge Nachwuchskräfte brauchen mehr Planungssicherheit, die ihnen im universitären Mittelbau – also den klassischen Assistentenstellen als Doktorand oder Postdoc – heute noch zu selten geboten werden.”

Dazu René Gögge, wissenschaftspolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion: “In der Wissenschaftsstadt Hamburg muss eine Tätigkeit an einer Hochschule die Bezeichnung ‘gute Arbeit’ verdienen. Dafür soll die vom Senat initiierte freiwillige Selbstverpflichtung Code of Conduct sorgen. Angesichts des Berichts der Wissenschaftsbehörde zeigt sich: Die Hamburger Hochschulen nehmen ihre Verantwortung ernst. Es gibt weniger befristete Arbeitsverträge – und dadurch bedeutet mehr Planungssicherheit, die besonders für junge Akademikerinnen und Akademikern wichtig ist. So soll es weitergehen. Wir wollen dafür sorgen, dass auch Wissenschaft ein Traumjob sein kann.”

 

tode-sven-bildDer Wissenschaftsrat, Deutschlands wichtigstes wissenschaftspolitisches Beratungsgremium, hat den Geistes- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine positive Entwicklung bescheinigt. In dem heute im Hamburger Rathaus vorgestellten Gutachten, das die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung (BWFG) in Auftrag gegeben hat, hebt der Wissenschaftsrat insbesondere die große Bandbreite der an der Universität Hamburg angebotenen Studiengänge hervor. Die Gutachter kommen zu dem Ergebnis, dass die 170 oft auch kleinen Fachbereiche untereinander gut vernetzt seien, was auf eine hohe Interdisziplinarität schließen lasse. Hier seien beispielsweise der fächerübergreifende Schwerpunkt “Manuskriptkulturen” mit seiner besonderen Drittmittel stärke sowie der international aufgestellte Bereich “The Early Modern World” zur Erforschung der Frühen Neuzeit zu nennen.

Sven Tode, Fachsprecher für Wissenschaft und Forschung der SPD-Bürgerschaftsfraktion, begrüßt die Ergebnisse des Gutachtens: “Das vom Wissenschaftsrat vorgelegte Gutachten zeigt, dass die Universität Hamburg auf dem richtigen Weg ist. So stellen die Experten fest, das Hamburg zusätzliche Mittel bereitgestellt hat, die zielgerichtet in den Ausbau von Forschungsschwerpunkten und -infrastrukturen an der Universität fließen. Die Universität Hamburg verfügt über ein reiches akademisches Portfolio, das es zu stärken und das es auszubauen gilt. Zugleich müssen wir noch an einigen Stellen nachjustieren: Etwa wenn es darum geht, die schon sehr erfolgreichen Kulturkooperationen der Universität zu vertiefen. Unser Ziel ist es, die Hafen- und Handelsmetropole Hamburg zur Wissenschaftsmetropole weiterzuentwickeln. Dafür müssen wir uns die enorme Dynamik, die der Wissenschaftsrat der Universität Hamburg attestiert, noch mehr zunutze machen.”

Hintergrund:
Das heute vorgestellte Gutachten zu den Geistes- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg folgt auf das im Januar 2016 von der BWFG vorgelegte Gutachten zu den MINT-Fächern, das bereits 2014 von der damaligen Wissenschaftssenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt in Auftrag gegeben wurde. Die aktuellen Empfehlungen der Gutachter-Kommission sind auch deshalb von großem Interesse für den Wissenschafts- und Forschungsstandort Hamburg, da immerhin zwei Drittel der Studierenden einer geistes- oder sozialwissenschaftlichen Fakultät angehören.

SPD-Bürgerschaftsfraktion Hamburg
Pressemitteilung
013 / 23. Januar 2017

Mit dem in dieser Woche von der Bürgerschaft zu beschließenden Doppelhaushalt 2017/18 bringen Senat und Regierungsfraktionen eine Reihe wichtiger Maßnahmen für die Stärkung des Wissenschaftsstandorts auf den Weg. Hamburg geht damit einen weiteren Schritt zur Festigung seiner Position als Wissenschaftsmetropole, die Studierenden hervorragende Lebens- und Arbeitsbedingungen und den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern einen idealen Rahmen für exzellente Forschungsleistungen bietet.

“Die Wissenschafts- und Forschungslandschaft Hamburgs ist der zentrale Faktor, um unsere Hansestadt für die Zukunft gut aufzustellen. Die konsequenten Investitionen der letzten beiden Doppelhaushalte setzen wir auch mit dem vorliegenden Doppelhaushalt fort. Insbesondere profitiert die Forschung in Hamburg von einer erheblichen Aufstockung der Landesforschungsförderung um 6,25 Millionen Euro pro Jahr, die kleineren Hochschulen – HafenCity Universität, Hochschule für Musik und Theater, Hochschule für Bildende Künste – sowie die Staats- und Universitätsbibliothek erfahren einen Aufwuchs um 1,75 Millionen Euro jährlich.”

Dr. Sven Tode, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion

Die Regierungsfraktionen flankieren den nächsten Doppelhaushalt für Wissenschaft und Gleichstellung mit mehreren Haushaltsinitiativen.

“Der Wissenschaftsrat hat den Hamburger Hochschulen für die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, dem so genannten MINT-Sektor, ein exzellentes Zeugnis aufgestellt, aber auch eine Reihe an Vorschlägen für eine Optimierung formuliert. Hierauf reagieren wir, indem wir Mittel für die Schaffung einer Kooperationsplattform Informatik bereitstellen. Damit können die Universität Hamburg, die Technische Universität Hamburg-Harburg, die Hochschule für Angewandte Wissenschaften und die HafenCity Universität sich besser vernetzen und Synergien für ihre MINT-Bereiche heben. Vorgesehen hierfür sind bis zu vier Millionen Euro. Außerdem führen wir unseren Einsatz für gute Wohnbedingungen für Studierende fort, indem wir Maßnahmen zur energetischen Sanierung der Studierendenwohnheime wie im letzten Doppelhaushalt mit einer Millionen Euro zusätzlich unterstützen.” Darüber hinaus soll mit dem Hamburg Institute for Advanced Study mit einer Million Euro ein Ort für internationale und interdisziplinäre Forschung eingerichtet werden.

Dr. Sven Tode, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion

Insgesamt sieht der Einzelplan der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung 2017 und 2018 einen Etat von je rund 1,2 Milliarden Euro vor, davon etwa 611 Millionen Euro für die staatlichen Hochschulen der Stadt ohne die Staats- und Universitätsbibliothek. Hinzu kommen unter anderem Zuwendungen und Investitionen in außeruniversitäre Forschungseinrichtungen: Hier ist Hamburg spätestens mit der für 2017 geplanten Inbetriebnahme des European XFEL in die internationale Spitze vorgestoßen. Zusätzlich wurde die Forschungslandschaft neben der Helmholtz-Gemeinschaft, der Max-Planck-Gesellschaft und der Leibniz-Gemeinschaft durch die Ansiedlung des Centrums für Maritime Logistik (CML) im Rahmen der Fraunhofer-Strategie des Senats nun auch um die Fraunhofer-Gesellschaft erweitert.

Auch im Bereich Gleichstellung setzt die rot-grüne Regierungskoalition Akzente – für den Haushalt 2017/18 werden zusätzliche Mittel eingeplant. Dazu Gabi Dobusch, gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion: “Um den gestiegenen Herausforderungen an die Gleichstellungspolitik in Hamburg gerecht zu werden, bringen wir heute einen Antrag zur Stärkung des entsprechenden Haushaltsansatzes ein: 200.000 Euro mehr werden jeweils 2017 und 2018 zur Verfügung stehen, um unseren verfassungsgemäßen Auftrag ordentlich umsetzen zu können – nämlich die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung der Geschlechter zu fördern und auf die Beseitigung bestehender Nachteile von Frauen hinzuwirken.” Damit knüpfen die Fraktionen nahtlos an das Reformprojekt des roten Vorgängersenats an und führen zudem das gleichstellungspolitische Rahmenprogramm mit neuen Akzenten fort: “Rot-Grün tritt ebenso für die Gleichberechtigung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen ein. Damit setzen wir ein Zeichen für Liberalität, Toleranz und Offenheit – auch dafür brauchen wir unbedingt die Erhöhung des Haushaltstitels”, betont die SPD-Abgeordnete. Darüber hinaus wird das bereits in der letzten Legislaturperiode eingeführte Gender-Budgeting im Haushaltswesen in den kommenden Jahren von SPD und Grünen weiterentwickelt. “Ziel ist es weiterhin, die Chancen des neuen Haushaltswesens zu nutzen und für die Verwirklichung gleichstellungspolitischer Ziele fruchtbar zu machen”, so Dobusch abschließend.

Die Wissenschafts- und Gesundheitsbehörde der Stadt Hamburg haben hat heute gemeinsam den “Hamburger Forschungspreis zur Förderung der Entwicklung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch” verliehen. Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank und Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks zeichneten zwei Forschungsarbeiten im Rathaus mit einem Preisgeld von insgesamt 20.000 Euro aus. Der Preis geht auf eine Initiative der Regierungsfraktionen von SPD und Grünen zurück. Er wird für herausragende wissenschaftliche Arbeiten vergeben, die einen Beitrag dazu leisten, Tierversuche zu ersetzen oder zu minimieren.

Dazu Gert Kekstadt, Experte für Tierschutz der SPD-Bürgerschaftsfraktion: “Mit dem heute erstmals vergebenen Forschungspreis setzt Hamburg einen starken Anreiz für die Erforschung und Entwicklung von Alternativen zu Tierversuchen und Methoden zur Verringerung des Tierleids. Das spiegeln die prämierten Arbeiten eindrucksvoll wider. Je intensiver und erfolgreicher diese Forschungen sind, desto schneller werden Tierversuche entbehrlich. Sie sind nämlich nur dann genehmigungsfähig, wenn es keine Alternativen gibt.”

“Um zukünftig Tierversuche mehr und mehr zu vermeiden, braucht es eine starke und innovative Forschung. Insofern freue ich mich, dass wir mit diesem Preis ein Zeichen der Anerkennung für diese so wichtige Arbeit der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler setzen.”

Dr. Sven Tode, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion

Dazu Christiane Blömeke, gesundheits- und tierschutzpolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: “Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, noch in diesem Jahr die ersten Gewinnerinnen und Gewinner mit dem Hamburger Forschungspreis zur Förderung von Alternativen zum Tierversuch auszuzeichnen. Zwei Forschungsarbeiten haben die Jury überzeugt: Ein Verfahren, dass zur Erforschung toxischer Wirkungen auf das Nervensystem menschliche Zellkulturen statt Versuchstieren nutzt. Und eine Methode zur besseren Auswahl von Versuchsmodellen am Tier, die hilft zu verhindern, dass Versuche durchgeführt werden, die keine brauchbaren Ergebnisse liefern. Damit soll der Einsatz von Tierversuchen minimiert werden. Mit dem Preis leisten wir einen Beitrag dazu, dass der gesetzliche Auftrag, Tierversuche zu vermeiden, tatsächlich umgesetzt und in der Forschung vorangetrieben wird.”

Dazu Carola Timm, wissenschaftspolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: “Der Forschungspreis setzt ein wichtiges Signal für den wissenschaftlichen Fortschritt in der Medizin. Die EU-Tierversuchsrichtlinie schreibt vor, Tierversuche wenn möglich zu vermeiden, die Anzahl der Versuchstiere zu reduzieren und das Leiden der Tiere zu vermindern. Dahinter verbirgt sich nicht nur ein ethischer Appell an uns Menschen im Umgang mit unseren Mitgeschöpfen. Die Entwicklung alternativer Forschungsmethoden zum Tierversuch ist auch wissenschaftlich entscheidend. Denn die Übertragbarkeit von im Tierversuch gewonnenen Testergebnissen auf den Menschen ist nicht immer garantiert. Bedingungen medizinischer Testungen müssen darum optimal auf den menschlichen Organismus angepasst werden. Die Forschungsmethoden beider prämierten Projekte erfüllen diese medizinisch hoch relevanten Voraussetzungen. Sie leisten damit herausragende Beiträge für den medizinischen Fortschritt.”

Heute ermöglicht die Bürgerschaft nicht nur den Vollzug eines weiteren Schrittes zur Ansiedlung des Max Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie (SDMA), sie beschließt zudem die erste Tranche des für die nächsten zwei Jahre geplanten Mittelaufwuchses für Wissenschaft und Hochschulen in Höhe von insgesamt 40 Millionen Euro. Während der Großteil dieser Mittel für den kommenden Doppelhaushalt 2017/2018 vorgesehen ist, sollen acht Millionen Euro bereits für das Jahr 2016 bewilligt werden. Profitieren werden davon die kleinen Hochschulen HafenCity-Universität (HCU), die Hochschule für Musik und Theater (HfMT) und die Hochschule für Bildende Künste (HfBK) sowie die Staats- und Universitätsbibliothek (SUB) und die Landesforschungsförderung.

“Die heutigen Beschlüsse der Bürgerschaft bedeuten einen zusätzlichen Schub für Hamburgs Wissenschaft. Durch die finanzielle Unterstützung der kleineren Forschungs- und Lehranstalten stellen wir sicher, dass unsere Hochschullandschaft auch in der Breite gut aufgestellt ist. Durch den Ausbau der Landesforschungsförderung untermauern wir gleichzeitig unseren Anspruch, in Hamburg weiterhin und vermehrt exzellente Spitzenforschung zu leisten. Schritte wie die Ansiedlung des Max Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie sowie die Fraunhofer-Strategie des Senats weisen Hamburg den Weg zur europäischen Wissenschafts- und Innovationsmetropole. Dafür steht ganz besonders auch der letzte Woche in den Probebetrieb gegangene und weltweit leistungsstärkste Röntgenlaser XFEL. Mit dieser neuen Forschungsanlage erweitern wir den Wissenschaftsstandort Hamburg um eine zusätzliche Einrichtung mit internationaler Strahlkraft und der Aussicht auf Spitzenforschung. Mit dem European XFEL wird in Hamburg Wissenschaftsgeschichte geschrieben. Das Projekt mit seinen insgesamt elf europäischen Partnerländern reiht sich nahtlos ein in die Liste hochkarätiger Wissenschaftsinstitutionen in unserer Stadt. Damit festigt Hamburg seine Position in der internationalen Wissenschaftslandschaft nachhaltig und auch als Schauplatz europäischer Wissenschaftskooperation.”

Dr. Sven Tode, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion

Tode: “Inbetriebnahme des XFEL ist ein Meilenstein für unseren Wissenschaftsstandort”

Bevor er 2017 in den Nutzerbetrieb geht, nimmt der European XFEL – der fortschrittlichste Röntgenlaser der Welt – heute in Hamburg seinen Testbetrieb auf.

“Die neue Forschungsanlage erweitert den Wissenschaftsstandort Hamburg um eine weitere Einrichtung mit internationaler Strahlkraft und der Aussicht auf Spitzenforschung. Mit dem European XFEL wird in Hamburg Wissenschaftsgeschichte geschrieben. Das Projekt mit seinen insgesamt elf europäischen Partnerländern reiht sich nahtlos ein in die Liste hochkarätiger Wissenschaftsinstitutionen in unserer Stadt. Damit festigt Hamburg seine Position in der internationalen Wissenschaftslandschaft nachhaltig und auch als Schauplatz europäischer Wissenschaftskooperation.”

Dr. Sven Tode, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion

Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen wollen den fairen Handel in Hamburg weiter fördern und stärken. Mit einer gemeinsamen Initiative zur heutigen Bürgerschaftssitzung setzt sich die Koalition mit einem Antrag für eine Bewerbung Hamburgs als “Hauptstadt des Fairen Handels” ein. Zudem sollen die für den Einkauf zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Stadt regelmäßig in nachhaltiger Beschaffung geschult werden.

“Als Umschlagplatz für Güter aller Art stellt sich Hamburg als Fair-Trade-Stadt seiner besonderen Verantwortung für den fairen Handel. Für uns ist es ein zentrales Anliegen, dass Menschen von ihrer Arbeit leben können – lokal wie global. Fairer Handel ermöglicht gesicherte Lebensbedingungen für Produzenten, Informationen über globale Wirtschaftszusammenhänge und ist nicht zuletzt eine Möglichkeit, um Fluchtursachen zu bekämpfen. Mit unserer Initiative wollen wir dazu beitragen, die Beschaffung der Stadt Hamburg noch stärker anhand fairer Kriterien auszurichten.”

Dr. Sven Tode, Mitglied im Europaausschuss der Bürgerschaft