Dr. Sven Tode, Experte für Personalwirtschaft der SPD-Bürgerschaftsfraktion

Der Senat hat heute einen Gesetzentwurf beschlossen, mit dem es die Stadt Hamburg ab dem 1. August 2018 neu eingestellten Beamtinnen und Beamten ermöglicht, sich für die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zu entscheiden. In diesen Fällen und in solchen, in denen Beamtinnen und Beamte bisher vollständig auf eigene Kosten in der GKV waren, wird die Beilhilfe in Form eines regulären Arbeitgeberanteils an der GKV, wie bei Angestellten auch, geleistet.

Dazu erklärt Dr. Sven Tode, Experte für Personalwirtschaft der SPD-Bürgerschaftsfraktion: “Der heute vom Senat beschlossene Gesetzentwurf schafft personalwirtschaftlich neue und bundesweit innovative Möglichkeiten in der Krankenversicherung der Beamtinnen und Beamten. Sie können sich künftig auch für die Gesetzliche Krankenversicherung entscheiden. Dem heutigen Beschluss des Senats sind die Beteiligungsverfahren mit den Spitzenorganisationen der Gewerkschaften und Berufsverbänden sowie dem Landespersonalausschuss vorausgegangen. Jetzt wird der Gesetzentwurf der Bürgerschaft zur Beratung im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens zugeleitet. Mit dieser Neuregelung wird vor allem für neu eingestellte Beamtinnen und Beamte mehr Wahlfreiheit geschaffen sowie eine deutliche Vereinfachung in der Verwaltung des bisherigen Beihilfeverfahrens erreicht.”

Ergänzend erklärt Dr. Isabella Vértes-Schütter, stellvertretende gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion: “Hamburg ist mit der geplanten Regelung bundesweit Vorreiter. Ich begrüße die beabsichtigte Neuregelung zur Beihilfepauschale, denn damit können sich auch Hamburger Beamtinnen und Beamte künftig gesetzlich versichern. Das ist ein wichtiger Schritt, der es vielen neu angestellten Beamtinnen und Beamten sowie den bereits heute gesetzlich Krankenversicherten leichter macht und für mehr Gerechtigkeit sorgt. Beamtinnen und Beamte bekommen mit dieser innovativen Lösung mehr Wahlfreiheit und müssen sich nicht mehr in der Privaten Krankenversicherung zwangsversichern. Sie können beispielsweise erstmals ihre Familien in der Gesetzlichen Krankenversicherung beitragsfrei mitversichern. Auch für Beschäftigte mit Behinderung ist dieses Angebot vorteilhaft. Mich freut, dass damit gleichzeitig auch die Solidargemeinschaft der Gesetzlichen Krankenversicherung gestärkt wird.”

Der Gesetzentwurf wird nun in die parlamentarische Beratung gehen. Er soll bis zum 1. August 2018 in Kraft treten.

 

Dr. Sven Tode, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD Bürgerschaftsfraktion

Der Erste Bürgermeister Olaf Scholz hat gestern in einer Grundsatzrede die Leitlinien der Wissenschaftspolitik für die Freie und Hansestadt Hamburg skizziert. Die Steigerung der Attraktivität Hamburgs für Studierende und gezielte Investitionen in die naturwissenschaftliche Grundlagenforschung auf Spitzenniveau sind prominente Säulen dieser Politik.  

Dazu Dr. Sven Tode, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion: “Hamburg wird mehr und mehr zur Heimat für internationale Spitzenforschung. Die Inbetriebnahme des European XFEL oder auch die kürzlich erfolgte Eröffnung zweier Institute des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums hier in Hamburg unterstreichen diese Entwicklung. Neben dem Hafen und dem Handel wird der Faktor Wissenschaft zunehmend zur dritten tragenden Säule, auf der Hamburgs Entwicklung und sein zukünftiger Wohlstand fußt. Mit einer klugen Wissenschaftspolitik haben wir dafür in den letzten Jahren die richtigen Weichen gestellt und investieren massiv in die Modernisierung unserer zahlreichen Universitätsstandorte. Hamburgs Perspektiven als führende Wissenschaftsmetropole sind besser denn je, das hat der Erste Bürgermeister mit seiner gestrigen Grundsatzrede einmal mehr deutlich gemacht. Mit gezielten Maßnahmen wie dem strategischen Aufwachsen der Technischen Universität Hamburg-Harburg, der Ansiedlung von Fraunhofer-Institutionen, den Exzellenzclustern, aber auch dem Ausbau des Besucherzentrums am DESY werten wir nicht nur unsere akademischen Bildungsangebote auf, sondern sichern zugleich ab, dass heute und in Zukunft attraktive Arbeitsplätze in der Wissenschaft, aber auch in Unternehmen entstehen.”

 

 

 

Dr. Sven Tode, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion

Die SPD-Bürgerschaftsfraktion begrüßt die heute von Schulsenator Ties Rabe und Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank vorgestellten Pläne zur Reform der Lehrerausbildung.

Dazu Barbara Duden, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion: “Gute Bildung braucht gut ausgebildete Lehrkräfte. Hierfür muss die Lehrerausbildung auch regelmäßig den sich wandelnden Herausforderungen in der Schulwelt Rechnung tragen. Das findet sich in den nun vorliegenden Vorschlägen wieder. Ich begrüße ausdrücklich die geplante Einrichtung eines eigenen Grundschullehramts und die damit verbundene Stärkung der Kernfächer, werden doch in der Grundschule bereits frühzeitig wichtige Weichen für den späteren Bildungsverlauf eines Kindes gestellt. Ebenfalls halte ich es für den richtigen Schritt, zukünftig für alle weiterführenden Schulen Gymnasiallehrkräfte auszubilden. Der Reformprozess war und ist geprägt durch eine große Transparenz und Beteiligung aller Akteure – auch und gerade durch die Einrichtung einer Expertenkommission und einer sich daran anschließenden breiten Beteiligung aller betroffenen Interessengruppen. Die sich daraus ergebenen und heute vorgestellten Maßnahmen werden wir natürlich auch noch in der Bürgerschaft intensiv beraten.”

Dazu Dr. Sven Tode, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion: “Mit der jetzt anstehenden Reform der Lehrerausbildung stellen wir in Hamburg die Weichen für die Zukunft für viele Schülerinnen und Schüler und für die vielen angehenden Lehrkräfte. Wir haben die Verpflichtung, die Studierenden an unserer Universität so gut wie es nur geht auf ihren anspruchsvollen Beruf vorzubereiten. Sowohl die Schulstruktur in Hamburg als auch die Anforderungen an Lehrerinnen und Lehrer haben sich verändert. Darauf müssen wir jetzt mit einer Reform des Ausbildungsangebots reagieren. Das ist auch der klare Handlungsauftrag der Kultusministerkonferenz. Aus wissenschaftlicher Perspektive ist wichtig, dass alle Studienangebote so gestaltet sind, dass sie die Studierenden befähigen, modern, professionell und möglichst inklusiv zu unterrichten. Vor allem bei dem Gymnasiallehramt muss der hohe Fachanteil und die fachdidaktische Ausbildung gesichert sein. Das ist die wichtigste Grundlage für die gute Qualität des späteren Unterrichts. Aber auch für die Lehramtsstudierenden und deren Studienkarrieren ist das ein entscheidender Punkt. Durch einen hohen Fachanteil wird beispielsweise der Weg zur Promotion abgesichert oder der flexible Wechsel in das Fachstudium ohne pädagogischen Bezug offen gehalten.”

 

 

Dr. Sven Tode, Bürgerschaftsabgeordneter für Barmbek, Uhlenhorst, Hohenfelde und Dulsberg und wissenschaftspoltischer Sprecher

Der Campus Bahrenfeld mit DESY und dem neuen European XFEL-Röntgenlaser soll begeistern, anregen, neugierig machen – und zwar weit über die Wissenschaftsszene hinaus. Aus diesem Grund bringen die Regierungsfraktionen von Grünen und SPD zur kommenden Bürgerschaftssitzung einen Antrag ein, mit dem zum einen das Wachstum des Campus weiter vorangetrieben werden soll, zum anderen steht die Ausweitung des geplanten Besucherzentrums im Fokus. Insbesondere sollen in Zukunft deutlich mehr Hamburger Schülerinnen und Schüler verschiedener Alters- und Klassenstufen das DESY besuchen als bislang.

 

Dazu Andreas Dressel, Vorsitzender der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Der Antrag ist ein bedeutender Schritt für die Weiterentwicklung des Campus Bahrenfeld und den Ausbau des Wissenschaftsstandorts Hamburg. Der Campus Bahrenfeld steht für geballte Kompetenz im Bereich der naturwissenschaftlichen Strukturforschung. Umso wichtiger ist es daher, die Stadtgesellschaft an diesen immensen Fortschritten teilhaben zu lassen. Ein Besucherzentrum ist für einen solchen integrativen Ansatz ein wichtiger Ankerpunkt. Hamburgerinnen und Hamburger sollen sich dort in Zukunft anschaulich über die Forschungsleistungen informieren können. Ebenso wichtig ist es, dass wir noch mehr Schülerinnen und Schülern als bislang die Tore zur Wissenschaft öffnen wollen. Der zukünftige Umgang mit Energieversorgung, Klimaschutz und Gesundheit wirft Fragen auf, die beantwortet werden müssen. Deswegen müssen wir schon heute unsere Kinder für diese Forschungsfelder begeistern. Die jungen Leute von heute sind der wissenschaftliche Nachwuchs von morgen.“

Dazu Anjes Tjarks, Vorsitzender der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Das Besucherzentrum im Herzen der Wissenschaft wird sich als neuer Magnet erweisen, da bin ich mir sicher. Es kann sich mit dem Röntgenlaser XFEL als ‚Elbphilharmonie der Forschung‘ einen Namen machen und begeisternde Ein- und Ausblicke in die Welt der Wissenschaft, der Grundlagen- und Spitzenforschung geben. Gerade auch für Schülerinnen und Schüler wird ein Besuch beim Campus Bahrenfeld eine anschauliche Reise in die naturwissenschaftliche Forschung sein. Der Campus Bahrenfeld mit dem DESY und zahlreichen weiteren Wissenschaftseinrichtungen, ist eine der renommiertesten und größten Forschungseinrichtungen Deutschlands und Europas und steht dabei sinnbildlich für die Zukunft Hamburgs als Metropole des Wissens. Wichtig ist, dass wir darüber hinaus das Wachstum des Campus Bahrenfeld in den nächsten Jahren deutlich voranbringen werden. Das tun wir zum Beispiel jetzt schon mit dem geplanten Technologiepark am Vorhornweg und dem Innovationszentrum an der Luruper Chaussee.“

Dazu Sven Tode, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Es ist schön zu sehen, wie rasant sich der Campus Bahrenfeld entwickelt. Neben dem DESY konnten wir zuletzt den European XFEL-Röntgenlaser in Betrieb nehmen, der bis nach Schenefeld reicht. Beide Projekte sind internationale Kooperationsprojekte. Daneben gibt es auf dem Campus zahlreiche Forschungseinheiten oder Exzellenzcluster, die zukunftsträchtige Projekte im Bereich der Strukturbiologie oder der Nanotechnologie erforschen. Diesen Bestand müssen wir jetzt strategisch weiterentwickeln, um diesen exzellenten Standort für Naturwissenschaft in Hamburg zu verfestigen. Der Einbezug des Stadtteils in eine solche Weiterentwicklung ist wichtig für die Akzeptanz vor Ort. Damit stellen wir auch sicher, dass für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein attraktives Arbeitsumfeld entsteht.“

Dazu René Gögge, wissenschaftspolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Wir sind stolz darauf, eine der wichtigsten naturwissenschaftlichen Forschungsstätten Deutschlands in unserer Stadt zu haben! Das künftig entstehende Besucherzentrum wird nun das Sahnehäubchen. Es soll nicht nur ein Ort der Wissenschaft sein, sondern vor allem einer der Begegnung und des Gesprächs. Dass die Angebote für Schülerinnen und Schüler ausgeweitet werden, bedeutet eine Investition in die Zukunft. Je mehr Begeisterung wir für die Wissenschaft entfachen können, desto besser für Hamburg! Wir investieren weiter in die Forschung wie in die Lehre und ermöglichen den Menschen Einblicke.“

Dazu Prof. Dr. Dr. h.c. Helmut Dosch, Vorsitzender des DESY-Direktoriums: „Wir begrüßen die Initiative der Bürgerschaft zum Ausbau des Besucherzentrums und des Schülerlabors bei DESY. Der direkte Kontakt mit der Öffentlichkeit – vor allem den Schülerinnen und Schülern – hat für DESY einen besonders hohen Stellenwert, um Naturwissenschaft nach außen zu vermitteln und für den Nachwuchs in der Region direkt erlebbar zu machen.”

 

 

Dr. Sven Tode, SPD-Bürgerschaftsabgeordneter für Barmbek, Uhlenhorst, Hohenfelde und Dulsberg

Klimaforschung auf höchstem Niveau hat in Hamburg Tradition. Seit 1975 gibt es das renommierte Max-Planck-Institut für Meteorologie. Hier wurden international anerkannte wissenschaftliche Grundlagen für die Klimarechnung und die Forschungen zum Klimawandel gelegt. Der erste Klimarechner stand bereits Anfang der 1990er Jahre in Hamburg. Seit 2007 fördert die Deutsche Forschungsgesellschaft (DFG) ein Exzellenzcluster für integrierte Klimaforschung (CliSAP) in Hamburg. Der KlimaCampus Hamburg bringt interdisziplinäre Spitzenforschung an einem Ort zusammen. Das Deutsche Klimarechenzentrum (DKRZ) hat dabei für die Forschung auf dem KlimaCampus und für die Klimaforschung international eine zentrale Bedeutung. Das jetzt geschlossene Abkommen zwischen Hamburg, der Helmholtz-Gesellschaft und der Max-Planck-Gesellschaft sichert jetzt die regelmäßige Erneuerung und Finanzierung des Hochleistungsklimarechners.

Dazu Dr. Sven Tode, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Mit der jetzt geschlossenen Vereinbarung festigen wir die Spitzenposition der deutschen Klimaforschung weltweit und damit die Bedeutung Hamburgs als Wissenschaftsstandort für die Klimaforschung. Der Umgang mit dem Klimawandel ist eine der wichtigsten Fragen unserer Zeit. Exzellente Grundlagenforschung ist hier das A und O. Die Arbeit des DKRZ, die sich von eigener Klimarechnung bis hin zu internationaler Beratung und Kooperation erstreckt, ist eine immens wichtige Aufgabe. Rechenprozesse werden immer komplexer und dafür muss die Technik immer auf dem neuesten Stand sein. Dass wir nun die regelmäßige Erneuerung und Finanzierung des Hochleistungsrechners für die Zukunft in geregelte Bahnen gelenkt haben, ist ein bedeutender Schritt.“

Dazu René Gögge, wissenschaftspolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Mit dem Abkommen mit der Helmholtz-Gesellschaft und der Max-Planck-Gesellschaft für die künftigen Generationen des Klimarechners ist ein riesiger Durchbruch für die Wissenschaft in unserer Stadt gelungen. Der Richtwert beim Preis und der feste Verteilerschlüssel für die Kosten machen die Neuanschaffungen deutlich unkomplizierter. Ich sehe das als klares Signal: Wir nehmen den Klimawandel ernst und stellen sicher, dass Hamburg die Nummer 1 auf diesem wichtigen Forschungsgebiet bleibt!“

Dr. Sven Tode, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion

In der Sitzung am 11.10.2017 befasste sich die Bürgerschaft mit der Digitalisierungsstrategie Hamburg Open Science (HOS) für die staatlichen Hamburger Hochschulen und dem Kooperationsprojekten Hamburg Open Online University (HOOU). Beide Projekte sind Bestandteil der „Strategie Digitale Stadt“. Mit der Informatikplattform „ahoi.digital“ gibt es nun drei Bausteine, mit denen die staatlichen Hamburger Hochschulen auf die Herausforderungen des digitalen Wandels für Forschung und Lehre reagieren.

Dazu der SPD-Abgeordnete Uwe Giffei, Mitglied im Wissenschaftsausschuss der Bürgerschaft: “Hamburg nimmt mit diesen Projekten eine Vorreiterrolle im Bereich Digitalisierung der Wissenschaft ein. Die Hamburg Open Online University zeigt auf beeindruckende Weise, welche Schlagkraft eine gelungene Kooperation entfalten kann und mit welcher Liebe zum Detail Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Forschungsgegenstände aufarbeiten, so dass sie auch für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger verständlich und zugänglich werden. Mit der Strategie Hamburg Open Science gehen wir diesen Weg für die Forschung weiter: Wir werden ein Schaufenster für die Wissenschaft schaffen, das Forschungsergebnisse und Publikationen aus dem Elfenbeinturm der Wissenschaft befreit.”

Dr. Sven Tode, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion fügt hinzu: “In der Wissenschaft erleben wir aufgrund der Digitalisierung einen Kulturwandel, der Strukturen und Prozesse grundlegend verändert. Es ist unsere Aufgabe, diesen Wandel so zu gestalten, dass nicht nur Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Studierende oder Unternehmen, sondern die gesamte Gesellschaft davon profitiert. Open Access und Open Education, also der freie Zugang zu Forschungsergebnissen und akademischem Lernmaterialien sind aus meiner Sicht zentrale Elemente dieser Transformation. Genau diese Maxime prägen HOS und HOOU.”

 

 

 

 

Dr. Sven Tode, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion

Die Universität Hamburg hat mit vier von fünf Projektanträgen die nächste und entscheidende Runde des Exzellenzwettbewerbs erreicht. Die Auswahlentscheidung traf ein international besetztes Gremium. Für Hamburg sind die Cluster zur Klimaforschung, Photonen- und Nanowissenschaft, Quantenphysik und Manuskriptforschung weiter mit dabei. Der Wettbewerb ist Teil der Exzellenzstrategie des Bundes. Insgesamt hatten sich 63 Hochschulen mit 195 Antragsskizzen beworben. Im September kommenden Jahres fällt die Entscheidung, welche Cluster bundesweit ab 2019 von den Fördermitteln in Höhe von rund 385 Millionen Euro jährlich profitieren.

Dazu Dr. Sven Tode, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion: “Das ist schon jetzt ein großartiger Erfolg für unseren Wissenschaftsstandort. Mit vier von fünf erfolgreichen Antragsskizzen hat Hamburg überproportional gut abgeschnitten. Dieser Etappensieg unterstreicht einmal mehr, dass in Hamburg Spitzenforschung auf Weltklasseniveau geleistet wird. Ich drücke allen beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern für die entscheidende Wettbewerbsphase die Daumen.”

 

 

Dr. Sven Tode, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion

Heute startet der Prototyp der Hamburg Open Online University (HOOU), ein Kooperationsprojekt der sechs staatlichen Hamburger Hochschulen und des Universitätsklinikums. Auf dieser neuen, digitalen Plattform werden künftig Lernmaterialien, Kurse und andere Lernangebote zur Verfügung gestellt. Die Offenheit der Bildungsinhalte, die hohe Dialogorientierung und die Möglichkeit zur Zusammenarbeit von Nutzerinnen und Nutzern zeichnen die Plattform aus. Das Angebot richtet sich an Studierende der Hochschulen und an alle Bürgerinnen und Bürger, die das akademische Angebot für ihre eigene Weiterbildung nutzen möchten. Die Projektarbeiten begannen im Jahr 2015, bis 2018 wird die HOOU mit dem Ziel weiterentwickelt, individuelle Lernumgebungen für alle Nutzerinnen und Nutzer schaffen zu können.

Dazu Dr. Sven Tode, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion: “Mit diesem in Deutschland bislang einzigartigen Projekt zieht der Wissenschaftsstandort Hamburg die Blicke auf sich. Das breite Angebot der HOOU ist eine Einladung, sich ganz individuell und kostenfrei weiterzubilden. Mit dem innovativen didaktischen Ansatz, Menschen aktiv zu Lerngemeinschaften zusammenzuführen, setzt das Projekt neue Maßstäbe. Zudem zeigt das reichhaltige Angebot, das jede Hochschule beisteuert, wie vielfältig das Fächerspektrum hier in Hamburg ist: von der Alten Geschichte, über Instrumentenkunde bis zu den Nachhaltigkeitswissenschaften ist alles dabei. Ganz besonders wichtig ist, dass die Inhalte lizenzfrei zur Verfügung stehen und damit beispielsweise auch in Schulen genutzt werden können. Ich halte es für richtig, dass Bildungsinhalte, die mit Steuermitteln geschaffen werden, letztlich auch frei für alle zur Verfügung stehen.”

 

 

 

Dr. Sven Tode, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion

Über eine neue App können Forscherinnen und Forscher, Studierende und Interessierte künftig direkt auf Veranstaltungen, Forschungsprojekte und -ergebnisse der Hamburger Hochschulen und Forschungseinrichtungen zugreifen. Die App wurde im preisgekrönten Lern- und Innovationsprojekt M-Lab von Studierenden entwickelt.

Sven Tode: „Diese App ist ein kleines Juwel. Als zentrale mobile Plattform für alle Informationen rund um den Wissenschaftsstandort Hamburg ist diese App nicht nur ein Hafen der Wissenschaft, sondern auch ein Tor zur Wissenschaft. Es ist immens wichtig, dass Forschung nicht hinter geschlossenen Türen stattfindet, sondern dass alle Interessierten einen einfachen und unmittelbaren Zugang zum regen Leben haben, dass sich in unseren Wissenschaftseinrichtungen abspielt. Mit der App wird die Möglichkeit geschaffen, dass Wissenschaft in die Tor zur Wissenschaft hineinwirkt und erlebbar wird für jede und jeden, der sich informieren möchte. Besonders schön ist es, dass die Entwicklungsarbeit von Studierenden in einem Lehr- und Innovationsprojekt geleistet wurde. Das zeigt, dass gute Lehre kein Trockenschwimmen sein muss, sondern unmittelbar zu gesellschaftlichen Verbesserungen beitragen kann.“

 

 

Auf gemeinsame Initiative der Fraktionen von SPD, CDU und Grünen hat die Bürgerschaft am 12. Juli 2017 eine wissenschaftliche Kooperation der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung mit dem Europa-Kolleg der Universität Hamburg auf den Weg gebracht. Im laufenden Jahr soll dafür ein Zuschuss von 50.000 Euro und im kommenden Haushaltsjahr 100.000 Euro als Anschubfinanzierung zur Verfügung gestellt werden. Ab dem Doppelhaushalt 2019/20 sollen diese Mittel in Höhe von jährlich 100.000 Euro verstetigt werden. Die Kooperation der Stiftung mit dem Europa-Kolleg sowie die finanzielle Unterstützung ermöglichen es zukünftig, Stiftungsprofessuren einzurichten, Stipendien zu vergeben oder auch Tagungen zu organisieren.

Dazu Dr. Sven Tode, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion: “Die Kooperation eröffnet die Möglichkeit, die politischen Herzensthemen von Helmut Schmidt durch zukunftsorientierte Forschung weiter zu bearbeiten. Besonders schön ist, dass der Antrag interfraktionell getragen ist. Damit wird deutlich, dass Helmut Schmidt überparteilich für viele Menschen eine prägende Persönlichkeit war. Das friedliche Zusammenleben und die immer engere Integration der europäischen Staaten in eine Union europäischer Nationen sind Kernfragen unserer Gesellschaft. Die Antworten darauf sind entscheidend dafür, wie wir zukünftig zusammenleben werden. Gleichzeitig halten wir so die Erinnerung an einen großen Staatsmann und Intellektuellen aufrecht.”

Dazu René Gögge, wissenschaftspolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion: “Die Ansiedlung der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung in Hamburg und speziell die Zusammenarbeit mit dem Europa-Kolleg passt in die Philosophie Hamburgs als offene, internationale Stadt und Mittlerin zwischen den Welten. Dies ist ein Signal für eine klar europäische Orientierung. Wir erhoffen uns insbesondere durch Stipendiatinnen und Stipendiaten und deren Arbeit gute Denkanstöße für die weitere europäische Integration und in der Auseinandersetzung mit nationalistischen Ideologien.”