Heute am Europatag war ich an der Stadtteilschule Helmuth Hübener in Barmbek. Schülerinnen und Schüler von zwei 12. Klassen und einer 11. Klasse diskutierten erfrischend offen und teilweise überraschend über Themen wie EU-Werte, Flüchtlingspolitik und G20-Gipfel. Aber auch lokale Themen wie der Thor-Steinar-Laden in der Fuhle oder die Mitarbeit der SchülerInnen am Jugendforum Barmbek wurden besprochen. Die Idee aus dem Europäischen Parlament, dass jede/r Jugendliche mit 18 Jahren ein kostenloses Interrailticket geschenkt bekommt, um einen Monat lang günstig andere europäische Länder und Menschen kennenzulernen zu können, wurde allgemein begrüßt. Vielleicht wird diese Idee doch noch einmal umgesetzt. Denn was hilft besser gegen Nationalismus als gemeinsam Erfahrungen mit Menschen aus anderen Ländern zu machen?

Jährlich wird der Europatag am 9. Mai in der Europäischen Union gefeiert. Am 9.5.1950 stellte Robert Schumann seinen bahnbrechenden Plan zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl vor. Dieses war der Beginn der friedlichen Einigung Europas und der Grundstein der heutigen Europäischen Union.

Dazu Sven Tode: “Das Jahr 2017 wird als ein gutes Jahr in die Geschichte der Völker Europas eingehen. Europa kann aufatmen, da sich zuerst die Bürger/innen der Niederlande und am 07. Mai von Frankreich, mehrheitlich für ein geeintes Europa ausgesprochen haben. Im Jahr der Schumann-Erklärung kämpften sich die europäischen Nationen mühsam aus den Trümmern des Zweiten Weltkriegs hervor, um auf diese Weise einen weiteren Krieg zwischen den damaligen Erzrivalen Deutschland und Frankreich unmöglich zu machen. Heute sprechen wir von der deutsch-französischen Freundschaft. Dieses wertvolle Erbe gilt es zu bewahren!”

 

 

 

65852_webHeute vor 60 Jahren wurde der Grundstein für das heutige Europa gelegt. Am 25. März 1957 unterzeichneten Belgien, die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlanden die Römischen Verträge. Zugleich war die Unterzeichnung der Verträge die Geburtsstunde das Europäischen Parlaments und des Europäischen Gerichtshofs.

Die Idee Europas ist ein Paradebeispiel für ein freies, gerechtes und solidarisches Zusammenleben von Menschen und Nationen. Mit den Römischen Verträge sind Frieden, Freiheit und Wohlstand verbunden. Es ist eine transnationale Demokratie entstanden, Menschen können Grenzen überschreiten, aus Feinden wurden Freunde und Verbündete. Europa ist ein Garant für Frieden, Zusammenhalt und Einigkeit.

Dazu Dr. Sven Tode, Mitglied im Europaausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft: „Erst durch ein gemeinsames Europa haben wir Frieden und können in Sicherheit leben. Europa ist geeinigt und stärker denn je. Es ist weltweit einzigartig, dass wir ohne Grenzkontrollen über Grenzen reisen können, um Freunde in anderen Ländern zu besuchen. Europa bedeutet für mich auch Solidarität, Wohlstand und Freiheit. Ich bin ein überzeugter Europäer und werde mich weiterhin für ein solidarisches und friedliches Europa einsetzen.“

Dr. Sven Tode (SPD) ist Mitglied des Europa-Ausschusses der Hamburgischen Bürgerschaft und Wahlkreisabgeordneter für Barmbek, Uhlenhorst, Hohenfelde und Dulsberg:

Dr. Sven Tode (SPD) ist Mitglied des Europa-Ausschusses  und Wahlkreisabgeordneter für Barmbek, Uhlenhorst, Hohenfelde und Dulsberg.

Dr. Sven Tode (SPD, MdHB): „Es freut mich für die Unternehmerinnen und Unternehmer und deren Beschäftigten, dass Barmbek-Nord/Fuhlsbüttler Straße von der Europäischen Union gefördert wird. Dazu stehen im Rahmen des Europäischen Sozialfonds-Projekt Lokal Chance + zwischen 2017 und 2020 ca. 220.000 EUR zur Verfügung.“

Der Europäische Sozialfond (ESF) fördert in Barmbek-Nord / Fuhlsbüttler Straße Betriebsinhaber/innen oder Betreiberinnen und Betreiber von Kleinst- und Kleinunternehmen, Selbstständige, Unternehmensgründerinnen und Unternehmensgründer mit lokalen Bezug dabei, sich in betriebswirtschaftlichen Themen weiterzuqualifizieren.

Ihre Angestellten, besonders die an- und ungelernten Beschäftigten, erhalten Förderungen für gezielte Weiterbildungen. Sie alle sollen in die Lage versetzt werden, ihr ökonomisches Potential für den lokalen Arbeitsmarkt am Standort Barmbek-Nord/Fuhlsbüttler Straße besser auszuschöpfen und auf standortspezifische Veränderungen gewinnbringend reagieren zu können.

Durch die gezielte Ansprache und Unterstützung der Akteure der lokalen Wirtschaft werden ökonomische und stadtentwicklungspolitische Potenziale erschlossen und zur sozialen Stärkung und Entwicklung der Strukturen der lokalen Wirtschaft und der Nahversorgungstandorte genutzt.

Das Projekt wird aus Landes-ESF und aus RISE-Mitteln (RISE = Research and Innovation Staff Exchange) gefördert. Die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen fördert ESF-Projekte in RISE-Fördergebieten, um nicht städtebauliche Bedarfe in der Gebietsentwicklung zu decken.

Veranstaltung bei den SPE Aktivisten

Veranstaltung bei den SPE Aktivisten

Sven Tode: “Am 8.02.2017 war ich bei den SPE Aktivisten Hamburg zu Gast im Kurt-Schumacher-Haus und habe über das Erasmus-Programm referiert. Spannende und interessante Diskussion mit Nicolas Stallivieri und unseren Gästen.”

Thema des Abends war Erasmus wird 30! Das erfolgreiche Austauschprogramm für junge Erwachsene, das SchülerInnen, Studierende und Auszubildende die Möglichkeit gibt, Erfahrungen im Ausland zu sammeln, ist wohl eines der Leitprojekte der europäischen Integration, das die Menschen positiv mit Europa verbinden. Seit 1987 nahmen bereits fünf Millionen junge Erwachsene daran teil. Derzeit steht rund sieben Prozent der 18 bis 25 Jährigen, das Programm zu. Grund genug mehr Fördermittel zu fordern und darüber nachzudenken, das Angebot auch auf die Weiterbildung auszudehnen. Denn der Austausch zwischen Staaten ist ein wichtiger Baustein für ein weltoffenes Europa. Zeit also, diesen runden Geburtstag zu würdigen. Im Rahmen einer Diskussion soll daher auf die Erfolge zurückgeblickt und darüber nachgedacht werden, was noch verbessert werden kann.