Das Interview führte Julian Zahr, Schülerpraktikant im Abgeordnetenbüro Barmbek.

Caroline Meyer zu Natrup ist Abgeordnete der SPD-Fraktion für den Wahlkreis Uhlenhorst. Sie setzt sich ein für eine zukunftsgewandte Politik, die sich mit dem Wandel unserer Gesellschaft auseinandersetzt. Als erfolgreiche Unternehmensberaterin in Deutschland, Österreich und der Schweiz nimmt Caroline Meyer zu Natrup die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung in den Fokus. Ihr politisches Engagement richtet sich auf ein starkes und friedliches Europa und auf Bildungsgerechtigkeit als Grundstein für eine freie, soziale, liberale und moderne Gesellschaft. Ich bin im Gespräch mit Caroline Meyer zu Natrup, um herauszufinden, was junge und engagierte Politikerinnen wie sie bewegt und motiviert, sich der Anliegen der Bürgerinnen und Bürger in Hamburg-Nord anzunehmen.  Im folgenden Interview erfahren Sie mehr.

Guten Tag, Frau Meyer zu Natrup. Ich bin Julian Zahr und absolviere hier im Abgeordnetenbüro der SPD ein dreiwöchiges Praktikum im Rahmen meiner schulischen Ausbildung. Vielen Dank, dass wir heute dieses Interview miteinander führen dürfen.

Julian: Was machen Sie hauptberuflich?

Caroline Meyer zu Natrup: Ich arbeite als Unternehmensberaterin in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Julian: Wo und was haben Sie studiert?

Caroline Meyer zu Natrup: Ich habe Wirtschaftswissenschaften (Business Administration/Strategic Management) und Englische Literatur und Linguistik an der Universität zu Köln studiert.

Julian: Für was setzen Sie sich ein?

Caroline Meyer zu Natrup: Politisches Engagement, das Zukunft schafft, wie z. B. Digitalisierung, Wirtschaft und Umweltschutz.

Julian: Warum sind Sie bei der SPD?

Caroline Meyer zu Natrup: Weil ich die Werte der meisten Parteien zu extrem und thematisch einseitig finde. Die Werte der SPD unterstütze ich am meisten. Für mich ist politisches Engagement zum Erhalt dieser Demokratie ein „Muss“. Das war es natürlich schon immer, aber in heutigen Zeiten ist es noch wichtiger geworden.

Julian: Wie lange sind Sie bereits Mitglied der SPD?

Caroline Meyer zu Natrup: Seit Ende 2017.

Julian: Wie sind Sie dazu gekommen, in die Politik einzusteigen?

Caroline Meyer zu Natrup: Ich bin der Auffassung, dass sich mehr junge Leute in der Politik engagieren sollten, denn sie bauen unsere Zukunft.

Julian: Gab es einen bestimmten Anlass oder eine wichtige Erfahrung in Ihrem Leben, die sie bewegt hatte, in die Politik zu gehen?

Caroline Meyer zu Natrup: Viele. Der Brexit und der Aufstieg der AfD. Plötzlich kann man ein liberales, freies und demokratisches Europa nicht mehr für selbstverständlich nehmen. In Chemnitz liefen offizielle Amtsträger der AfD in einer von Rassismus getriebenen Demonstration mit und schämen sich noch nicht mal. Und die Wahl von Donald Trump und der Fakt, dass er mit homophoben und sexistischen Äußerungen die Wahl für sich entschieden hat. Eine Wahl, in der eine westliche Demokratie lieber einen alten, rassistischen, weißen Mann als Präsidenten will als eine bestqualifizierte Frau. Das i-Tüpfelchen war die anschließende Concession Rede von Hillary Clinton. Ihre Emotionalität, mit der sie Frauen und Mädchen addressierte. Sie betonte, dass Frauen und Mädchen den Glauben nicht verlieren dürfen, denn die besten Tage lägen noch vor uns. Das alles hat mich sehr bewegt.

Julian: Mit welchen Maßnahmen wollen Sie auf die Herausforderungen des Klimawandels reagieren?

Caroline Meyer zu Natrup: Da ich erst seit kurzem gewählt bin, konnte ich bislang wenig auf politischer Ebene gegen den Klimawandel ausrichten. Aber ich selbst verzichte darauf, Auto zu fahren, mit dem Flugzeug zu reisen und – so gut es geht – Plastik zu kaufen.

Julian: Was belastet Sie in Ihrer Arbeit als Politikerin am meisten?

Caroline Meyer zu Natrup: Mich besorgt am ehesten die Unfähigkeit mancher Leute, auf sachlicher Ebene zu diskutieren, beziehungsweise der Mangel an einer guten Diskussionskultur. Demokratie lebt von der Diskussion und Suche nach der besseren Lösung in einer vernetzten, komplizierten Welt. Schwarz/Weiß-Lösungen taugen nichts. Jeder in unserem Land, egal woher er kommt, verdient Würde und Gehör.

Julian: Was macht Ihnen in der Politik am meisten Freude?

Caroline Meyer zu Natrup: Am meisten freue ich mich, wenn es mir gelingt, etwas in meinem Bezirk bewegen zu können.  

Julian: Was war in Ihrer politischen Tätigkeit das Wichtigste, was Sie bislang erreicht haben?

Caroline Meyer zu Natrup: Da ich noch am Anfang meines politischen Ehrenamts stehe, wäre es an dieser Stelle zu früh, eine Aussage zu treffen. Ich denke, mit dem Eintritt in die SPD und meiner Wahl zur Abgeordneten ist der Grundstein gelegt.

Julian: Was möchten Sie unbedingt auf politischer Ebene erreichen?

Caroline Meyer zu Natrup: Mein unmittelbares Ziel ist es, Hamburg-Nord vermehrt zu digitalisieren und dass der Bezirk umweltfreundlich und attraktiv, aber zugleich bezahlbar für alle bleibt. Weiter wünsche ich mir – wie eingangs – gesagt, dass sich junge Leute politisch mehr engagieren.

Frau Meyer zu Natrup, ich danke Ihnen für die Zeit, die Sie sich heute für das Interview genommen haben, und wünsche Ihnen und auch allen Bürgerinnen und Bürgern in Ihrem Wahlkreis, dass Sie Ihre politischen Ziele erreichen können.

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