Mir wurde im SPD-Abgeordneten-Büro vom Hamburger Bürgerschaftsabgeordneten von Sven Tode die Möglichkeit gegeben ein dreiwöchiges Praktikum zu haben, bei welchem ich die Arbeit des Abgeordneten in Ausschüssen, in der Bürgerschaft und im Büro beobachten konnte und sehen konnte wie viel Arbeit jeder Abgeordnete mit seinem Team machen muss.

Ich habe mir diesen Praktikumsplatz ausgesucht, weil ich selbst einmal die Arbeit eines Abgeordneten sehen und kennen lernen wollte. In den drei Wochen bin ich zu zwei Ausschusssitzungen, einer des Europaausschusses, der den bulgarischen Botschafter zu Gast hatte und ihn interviewt hat, und einer des Wissenschaftsausschusses, welcher dort über die Intergeschlechtlichkeit debattiert hat, und einer Bürgerschaftssitzung, die anfangs zwar Aufgrund des wenig diskutierbaren Themas der Deckelung der A7 recht langweilig war, aber im Laufe der Sitzung deutlich interessanter wurde, mitgegangen, habe im Büro und von zu Hause für mehrere Sachen recherchiert, unter anderem für die Fahrradtour, die Sven Tode im Spätsommer mit Barmbekern machen möchte, bei welcher er besondere Stellen in Barmbek präsentieren möchte, Artikel, zum Beispiel zu lokalen Themen wie dem Barmbeker Kübelkontest, zusammengefasst und geschrieben und auch mit Leuten geredet, die in das Büro kamen, weil sie Fragen zum Stadtteil, individuelle und/oder viele Leute betreffende Probleme, unter anderem nicht ganz optimal platzierte Fahrradständer, hatten, war bei einem Meeting mit der Regionalleiterin Metta Schade der Haspa, bei dem über die Stärkung und Beratung von lokalen Geschäften durch die Haspa gesprochen wurde, dabei und habe Infomaterial für das Büro besorgt.

Das Praktikum hat größtenteils meine Erwartungen erfüllt, allerdings hatte ich vor dem Praktikum erwartet, dass ich mehr Recherchieren muss und nicht damit gerechnet, dass ich Artikel für eine Zeitung, den SPD-Newsletter von Sven Tode, schreibe, was allerdings nicht negativ zu bewerten ist. Ebenfalls hat mich überrascht, dass Sven Tode eigentlich als Abgeordneter einen riesigen Nebenjob hat und einen wirklich unglaublich engen Zeitplan hat, da er viele Besuche bei Organisationen, die von einem Ausschuss, in welchem er ist, unterstützt werden, hat und natürlich noch seinen Hauptberuf.

Die anderen Mitarbeiter des Büros waren stets freundlich zu mir und haben mir keine klischeehaften, minderwertigen Praktikantenaufgaben, sondern vollwertige für den Abgeordneten wichtige gegeben und die Atmosphäre im Büro war stets gut.

Ich kann Politikinteressierten ein Praktikum, auch gerne länger als drei Wochen, bei einem Abgeordnetenbüro nur empfehlen, da man einen interessanten Einblick in die Welt eines Politikers bekommt.