Kategorie: Wissenschafts-Ausschuss

S-Bahn-Ausbau und Forschungskooperation – Hamburg und Schleswig-Holstein setzen mit gemeinsamen Initiativen weiter auf gute Zusammenarbeit

Dr. Sven Tode, Bürgerschaftsabgeordneter für Barmbek, Uhlenhorst, Hohenfelde und Dulsberg und wissenschaftspolitischer Sprecher

In der Sitzung am 20.12.2017 beschließt die Bürgerschaft über zwei interfraktionelle Anträge, die die gute Zusammenarbeit zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein unterstreichen. Beide Initiativen – Ausbau der S-Bahnlinie 4 nach Bad Oldesloe und Kooperation von DESY und XFEL – sind aus der letzten Sitzung des gemeinsamen länderübergreifenden Ausschusses Hamburg/Schleswig-Holstein am 24. November in Kiel hervorgegangen. Im Schleswig-Holsteinischen Landtag wurden die Anträge bereits Mitte Dezember einstimmig auf den Weg gebracht.

Sven Tode: “Ich begrüße ausdrücklich diese länderübergreifenden Kooperationen zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein”.

Dazu Martina Friederichs, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bürgerschaftsfraktion und SPD-Obfrau im Ausschuss: “Die enge Zusammenarbeit zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein ist angesichts einer ganzen Reihe gemeinsamer Projekte enorm wichtig. Dies gilt gerade auch für den Ausbau der S4 in Richtung Bad Oldesloe. Diese Verbindung ist eine der am meisten befahrenen Pendlerstrecken rund um die Hansestadt und für die Metropolregion von herausragender Bedeutung. Nachdem inzwischen das gesamte Projekt im Planfeststellungsverfahren ist, erwarten wir, dass nun auch der Bund seine Finanzierungszusage gibt. Gerade auch angesichts der unklaren Mehrheitsverhältnisse in Berlin werden wir sehr genau darauf achten, dass die Finanzierung nicht unter die Räder kommt. Darüber hinaus wollen wir die schon jetzt sehr erfolgreiche Kooperation zwischen unseren beiden Ländern im Forschungsbereich weiter verstärken. Hier setzt unsere gemeinsame Initiative für ein Besucherangebot am Forschungscampus Bahrenfeld und dem XFEL in Schenefeld an. Wir wollen möglichst viele Menschen an den immensen Fortschritten teilhaben lassen. Ebenso wichtig ist es, dass wir noch mehr Schülerinnen und Schülern als bislang die Tore zur Wissenschaft öffnen. Unser Ziel ist, dass jedes Schulkind nicht nur die Elbphilharmonie, sondern auch den European XFEL und den Forschungscampus Bahrenfeld besuchen soll.”

Zum Hintergrund:
Auf Initiative von Rot-Grün in Hamburg und Rot-Grün-Blau in Kiel wurde Ende des vergangenen Jahres ein gemeinsamer Ausschuss für die Zusammenarbeit der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein eingerichtet. Die praktische Umsetzung erfolgt in zwei Ausschüssen der jeweiligen Parlamente, die gemeinsam tagen. Ein einziger Ausschuss mit Mitgliedern aus beiden Parlamenten ist aus verfassungsrechtlichen Gründen nicht möglich. Die Ausschüsse haben dieselbe Aufgabenstellung und erarbeiten Beschlussvorschläge für die jeweiligen Fachausschüsse oder die Parlamente der beiden Länder. Die beiden Ausschüsse haben jeweils elf Sitze. In Hamburg sind diese wie folgt auf die Fraktionen verteilt: Die SPD ist mit fünf Sitzen, die CDU mit zwei Sitzen und die Grünen, FDP, Die Linke und AfD sind mit jeweils einem Sitz im Ausschuss vertreten. Die Sitzungen finden abwechselnd in Hamburg und Kiel statt.

 

Hamburgs Perspektiven als Wissensmetropole besser denn je – Mehrwert für die ganze Stadtgesellschaft

Dr. Sven Tode, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD Bürgerschaftsfraktion

Dressel: “Jedes Hamburger Schulkind sollte nicht nur die Elbphilharmonie, sondern auch den European XFEL besuchen!”

“Hamburg wird mehr und mehr zum Heimathafen für internationale Spitzenforschung, unserer Perspektiven als Wissensmetropole sind heute besser denn je”, betonte SPD-Fraktionschef Andreas Dressel in der heutigen Aktuellen Stunde der Bürgerschaft. “Neben dem Hafen und dem Handel wird der Faktor Wissenschaft zunehmend zur dritten tragenden Säule, auf der die Entwicklung unserer Stadt und ihr zukünftiger Wohlstand fußt. Mit einer klugen Wissenschaftspolitik haben wir dafür in den letzten Jahren die richtigen Weichen gestellt und investieren massiv in die Modernisierung unserer zahlreichen Universitätsstandorte. Die Inbetriebnahme des European XFEL oder auch die kürzlich erfolgte Eröffnung zweier Institute des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums unterstreichen diese Entwicklung. Mit gezielten Maßnahmen wie dem strategischen Aufwachsen der Technischen Universität Hamburg-Harburg, der Ansiedlung von Fraunhofer-Institutionen oder auch den Exzellenzclustern kommt Hamburg als Wissensmetropole mit großen Schritten voran. Von diesem Schub profitiert unsere Stadtgesellschaft insgesamt: Es entstehen nicht nur neue Arbeitsplätze in der Wissenschaft, sondern auch in Unternehmen. Wir wollen möglichst viele Menschen in unserer Stadt an diesen immensen Fortschritten teilhaben lassen. Beispielhaft dafür steht der Campus Bahrenfeld und unsere jüngste Initiative für das geplante Besucherzentrum. Hamburgerinnen und Hamburger sollen sich dort in Zukunft anschaulich über die Forschungsleistungen informieren können. Ebenso wichtig ist es, dass wir noch mehr Schülerinnen und Schülern als bislang die Tore zur Wissenschaft öffnen wollen. Unser Ziel ist, dass jedes Schulkind nicht nur die Elbphilharmonie, sondern auch den European XFEL und den Forschungscampus Bahrenfeld besuchen soll. Der zukünftige Umgang mit Energieversorgung, Klimaschutz und Gesundheit wirft Fragen auf, die beantwortet werden müssen. Deswegen müssen wir schon heute unsere Kinder mit Schülerlaboren und anderen Angeboten für diese Forschungsfelder begeistern. Die jungen Leute von heute sind der wissenschaftliche Nachwuchs von morgen.”

Der SPD-Abgeordnete Uwe Giffei, Mitglied im Wissenschaftsausschuss der Bürgerschaft, ergänzt: “Seit Beginn des Jahrzehnts baut der Senat Hamburgs Wissenschaft- und Forschungslandschaft systematisch und zielgerichtet aus. Der Erfolg dieser Strategie ist inzwischen unübersehbar: European XFEL, neue Fraunhofer-Institute im Bereich 3-D-Druck und Nanostrukturen, Ausbau und langfristige Sicherung der Spitzenstellung im Bereich der Klimaforschung durch Neubauten am Campus Bundesstraße und regelmäßige Erneuerung des Klimagroßrechners, die Liste ließe sich noch lange fortführen. Unsere Wissenschaftspolitik ist in voller Fahrt, zum Nutzen der Stadt und der Metropolregion insgesamt. Hamburgs Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten an Lösungen für globale Herausforderungen, sei es bei der Bekämpfung von Infektionen und bisher nicht ausreichend behandelbaren Erkrankungen, dem Klimaschutz oder der Nachhaltigkeit, zum Beispiel durch neue Erkenntnisse im Bereich der Materialforschung.”

 

 

Wissenschaftsstadt Hamburg auf Wachstumskurs

Dr. Sven Tode, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD Bürgerschaftsfraktion

Der Erste Bürgermeister Olaf Scholz hat gestern in einer Grundsatzrede die Leitlinien der Wissenschaftspolitik für die Freie und Hansestadt Hamburg skizziert. Die Steigerung der Attraktivität Hamburgs für Studierende und gezielte Investitionen in die naturwissenschaftliche Grundlagenforschung auf Spitzenniveau sind prominente Säulen dieser Politik.  

Dazu Dr. Sven Tode, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion: “Hamburg wird mehr und mehr zur Heimat für internationale Spitzenforschung. Die Inbetriebnahme des European XFEL oder auch die kürzlich erfolgte Eröffnung zweier Institute des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums hier in Hamburg unterstreichen diese Entwicklung. Neben dem Hafen und dem Handel wird der Faktor Wissenschaft zunehmend zur dritten tragenden Säule, auf der Hamburgs Entwicklung und sein zukünftiger Wohlstand fußt. Mit einer klugen Wissenschaftspolitik haben wir dafür in den letzten Jahren die richtigen Weichen gestellt und investieren massiv in die Modernisierung unserer zahlreichen Universitätsstandorte. Hamburgs Perspektiven als führende Wissenschaftsmetropole sind besser denn je, das hat der Erste Bürgermeister mit seiner gestrigen Grundsatzrede einmal mehr deutlich gemacht. Mit gezielten Maßnahmen wie dem strategischen Aufwachsen der Technischen Universität Hamburg-Harburg, der Ansiedlung von Fraunhofer-Institutionen, den Exzellenzclustern, aber auch dem Ausbau des Besucherzentrums am DESY werten wir nicht nur unsere akademischen Bildungsangebote auf, sondern sichern zugleich ab, dass heute und in Zukunft attraktive Arbeitsplätze in der Wissenschaft, aber auch in Unternehmen entstehen.”

 

 

 

Reform der Lehrerausbildung – Gute Bildung braucht gut ausgebildete Lehrkräfte

Dr. Sven Tode, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion

Die SPD-Bürgerschaftsfraktion begrüßt die heute von Schulsenator Ties Rabe und Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank vorgestellten Pläne zur Reform der Lehrerausbildung.

Dazu Barbara Duden, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion: “Gute Bildung braucht gut ausgebildete Lehrkräfte. Hierfür muss die Lehrerausbildung auch regelmäßig den sich wandelnden Herausforderungen in der Schulwelt Rechnung tragen. Das findet sich in den nun vorliegenden Vorschlägen wieder. Ich begrüße ausdrücklich die geplante Einrichtung eines eigenen Grundschullehramts und die damit verbundene Stärkung der Kernfächer, werden doch in der Grundschule bereits frühzeitig wichtige Weichen für den späteren Bildungsverlauf eines Kindes gestellt. Ebenfalls halte ich es für den richtigen Schritt, zukünftig für alle weiterführenden Schulen Gymnasiallehrkräfte auszubilden. Der Reformprozess war und ist geprägt durch eine große Transparenz und Beteiligung aller Akteure – auch und gerade durch die Einrichtung einer Expertenkommission und einer sich daran anschließenden breiten Beteiligung aller betroffenen Interessengruppen. Die sich daraus ergebenen und heute vorgestellten Maßnahmen werden wir natürlich auch noch in der Bürgerschaft intensiv beraten.”

Dazu Dr. Sven Tode, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion: “Mit der jetzt anstehenden Reform der Lehrerausbildung stellen wir in Hamburg die Weichen für die Zukunft für viele Schülerinnen und Schüler und für die vielen angehenden Lehrkräfte. Wir haben die Verpflichtung, die Studierenden an unserer Universität so gut wie es nur geht auf ihren anspruchsvollen Beruf vorzubereiten. Sowohl die Schulstruktur in Hamburg als auch die Anforderungen an Lehrerinnen und Lehrer haben sich verändert. Darauf müssen wir jetzt mit einer Reform des Ausbildungsangebots reagieren. Das ist auch der klare Handlungsauftrag der Kultusministerkonferenz. Aus wissenschaftlicher Perspektive ist wichtig, dass alle Studienangebote so gestaltet sind, dass sie die Studierenden befähigen, modern, professionell und möglichst inklusiv zu unterrichten. Vor allem bei dem Gymnasiallehramt muss der hohe Fachanteil und die fachdidaktische Ausbildung gesichert sein. Das ist die wichtigste Grundlage für die gute Qualität des späteren Unterrichts. Aber auch für die Lehramtsstudierenden und deren Studienkarrieren ist das ein entscheidender Punkt. Durch einen hohen Fachanteil wird beispielsweise der Weg zur Promotion abgesichert oder der flexible Wechsel in das Fachstudium ohne pädagogischen Bezug offen gehalten.”

 

 

Zentrum für Holzwirtschaft in Lohbrügge bleibt – Vereinbarung zwischen Bund und Hamburg steht

Dr. Sven Tode, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion

Der Wissenschaftsausschuss befasste sich gestern nochmals abschließend mit dem Erhalt des Zentrums für Holzwirtschaft der Universität Hamburg in Lohbrügge. Die Behörde für Wissenschaft und Forschung stellte dazu die Vereinbarung zwischen dem Bund und der Stadt Hamburg vor, mit der der Erhalt des Zentrums nun abgesichert ist. Bereits im März 2016 hatten sich die Fraktionen von SPD und Grünen für eine Lösung ausgesprochen, die das bundesweit anerkannte Zentrum mit seinem einzigartigen Studienangebot sichert. Die jetzt getroffene Vereinbarung ermöglicht es, in Zusammenarbeit mit dem bisherigen Kooperationspartner, dem Johann Heinrich von Thünen-Institut, Lehre und Forschung weiter auszubauen.

Dazu Dr. Christel Oldenburg und Gerhard Lein, Mitglieder für die SPD-Fraktion im Wissenschaftsausschuss und Abgeordnete aus dem Bezirk Bergedorf: “Wir sind froh, dass das Zentrum für Holzwirtschaft an seinem Standort in Lohbrügge erhalten bleibt. Den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Zentrums ist es gelungen, überzeugende Konzepte für ein anspruchsvolles Studienangebot für Bachelor- und Masterabschlüsse zu entwickeln. Das war eine Bedingung für den Erhalt des Zentrums. Gleichzeitig hat das engagierte Verhandeln der Wissenschaftsbehörde mit dem Bund zu einer Vereinbarung geführt, mit der die Standortfrage geklärt ist. Für Bergedorf ist der Erhalt des Forschungsstandorts ein Gewinn. Wir danken allen Beteiligten für ihr Mitwirken am Erfolg.”

Dr. Sven Tode, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion: “Es ist wichtig für unseren Wissenschaftsstandort, dass das Zentrum für Holzwirtschaft in Lohbrügge erhalten bleibt. Gerade in Zeiten des – vom Menschen verursachten Klimawandels – ein richtiges Signal aus Hamburg.”