Kategorie: Wissenschafts-Ausschuss

Beschäftigung aus Drittmitteln: Wissenschaftliche Beschäftigungsverhältnisse sukzessive verbessern

Dr. Sven Tode (SPD) Wahlkreisabgeordneter für Barmbek, Uhlenhorst, Hohenfelde und Dulsberg

Die Befristung von Jobs ist in wissenschaftlichen Einrichtungen gängige Praxis, wenn der Arbeitsplatz ausschließlich oder überwiegend aus Drittmitteln finanziert wird. Die SPD setzt sich dafür ein, die Arbeitsbedingungen zu verbessern, um insbesondere dem akademischen Mittelbau künftig bessere Perspektiven zu bieten.

Dazu Dr. Sven Tode, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion: “Wir setzen uns schon lange für die kontinuierliche Verbesserung der Arbeitsverhältnisse an den öffentlichen Hamburger Hochschulen ein. Um dieses Ziel zu erreichen, haben wir in dieser Wahlperiode nach einer intensiven Expertenanhörung für Verbesserungen im Wissenschaftszeitvertragsgesetz gesorgt, damit beispielsweise die Praxis der besonders kurzen Befristungen unterbunden wird. Wir haben daneben gemeinsam mit den Hochschulen den Prozess eines Code of Conduct etabliert, um schrittweise die Arbeitsbedingungen – insbesondere des akademischen Mittelbaus – zu verbessern. Die Befristung nach Wissenschaftszeitvertragsgesetz für Stellen, die der wissenschaftlichen Qualifikation dienen, halten wir für sinnvoll, weil wir vielen Menschen die Möglichkeit geben möchten, sich in angemessener Zeit akademisch zu qualifizieren. Auch bei Drittmittelprojekten ist es völlig nachvollziehbar, dass bestimmte wissenschaftliche Fragestellungen nach einem bestimmten Zeitraum abgearbeitet sind und ein eigens für das Projekt eingegangenes Beschäftigungsverhältnis dann auch enden kann. Weniger nachvollziehbar ist aber, warum Personen mit langer Projekterfahrung und Expertise bei vorhandenen Drittmitteln allein deswegen nicht weiterbeschäftigt werden, weil befürchtet wird, dass sie die Universität zu einem späteren Zeitpunkt eventuell unbefristet beschäftigen muss. Es ist aus meiner Sicht ausdrücklich wünschenswert einen teilweise unbefristet tätigen akademischen Mittelbau aufzubauen, vorhandene Expertise in den Hochschulen zu halten und damit eine dauerhafte berufliche Perspektive jenseits der Professur zu schaffen. Hierfür müssen wir uns auch die Stellensituation an der Universität näher anschauen, um herauszufinden, ob es nicht schon jetzt Möglichkeiten gibt, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem akademischen Mittelbau in unbefristete Arbeitsverhältnisse zu übernehmen. Hier wird uns unter anderem ein Blick in den Struktur- und Entwicklungsplan der Universität helfen, der derzeit aber leider immer noch nicht vorliegt.”

Auszeichnung für hervorragende Hochschullehre: „Lehrleistungen stärker würdigen“

Dr. Sven Tode, Bürgerschaftsabgeordneter für Barmbek, Uhlenhorst, Hohenfelde und Dulsberg

Am 04.07.2018 wurde zum zehnten Mal der Hamburger Lehrpreis für hervorragende Hochschullehre vergeben. Mit dem Preis werden Akademikerinnen und Akademiker an den öffentlichen Hochschulen der Stadt geehrt, deren Lehre besonders spannend ist und die Studierenden außergewöhnlich gut einbindet. 

Dazu Dr. Sven Tode, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Seit zehn Jahren sorgt der Hamburger Lehrpreis dafür, dass moderne und innovative Lehre mehr und mehr in den Fokus rückt. Eine der universitären Kernideen war immer, dass Forschung und Lehre gleichwertig sein sollen. In der akademischen Realität ist es derzeit aber leider immer noch so, dass Forschungsleistungen erheblich mehr gewürdigt werden als Lehrleistungen. Initiativen wie der Hamburger Lehrpreis brechen dieses Selbstverständnis auf und honorieren die Lehrkompetenz als zweites wichtiges Standbein von Menschen, die dauerhaft an Hochschulen tätig sind. Es ist an uns als Gesellschaft, den Blick zu weiten und Lehrleistungen stärker zu würdigen. Studierende profitieren von qualitativ hochwertiger Lehre enorm, weil sie in der Regel Begeisterung und Motivation für das eigene Fach weckt und damit auch langfristig gute Lernerfolge sicherstellt.“

PROVIREX: AIDS-Forschung aus Hamburg

Dr. Sven Tode, SPD-Bürgerschaftsabgeordneter für Barmbek, Uhlenhorst, Hohenfelde und Dulsberg

SPD und Grüne brauchten in der Bürgerschaftssitzung am 27.06.2018 einen Antrag ein, der die Gründung der PROVIREX GmbH in Hamburg vorantreibt . Damit soll die HIV/AIDS-Forschung in Hamburg unterstützt werden. In einer klinischen Studie erforscht Provirex gemeinsam mit dem UKE und dem Heinrich-Pette-Institut (HPI) eine neue genbasierte Therapie, die neue Heilmittel in Aussicht stellt. Erste Fördermittel wurden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung bereits zugesagt. Der Antrag von Rot-Grün sieht weitere drei Millionen Euro vor, um dieses wichtige Forschungsvorhaben zu gewährleisten und in Hamburg anzusiedeln. 

Dazu Dr. Sven Tode, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Es zeichnet den Wissenschaftsstandort Hamburg ganz besonders aus, dass das renommierte Heinrich-Pette-Institut seit 2005 kontinuierlich Grundlagenforschung zur Heilung von HIV/AIDS betreibt und die Früchte dieser enormen Leistung jetzt in die Praxis transferiert werden können. Unter dem Dach der PROVIREX GmbH werden wir zukünftig die Fachkompetenz unter anderem des Heinrich-Pette-Instituts und des UKE bündeln, um die weltweit erste Gen-Therapie zur Heilung von HIV zur Verfügung stellen zu können. Finanzielle Unterstützung erfahren wir dabei auch vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Hamburg erhält damit die Chance, zukünftig ein weltweit bedeutender Standort für eine Zukunftstechnologie zur Gen-Therapie zu sein, mit der nicht nur HIV, sondern auch andere Krankheiten wie Hepatitis B geheilt werden können.“

Dazu Farid Müller, Parlamentarischer Geschäftsführer der Grünen Bürgerschaftsfraktion: “Das ist ein historischer Schritt auf dem Weg zur Heilung von HIV und AIDS. Jahrelang haben die Forscher des Heinrich-Pette-Instituts erfolglos versucht, private Investoren zu finden. Jetzt haben wir einen Weg gefunden, Bundes- und Landesmittel für diese innovative Forschung bereitzustellen. Mit dem Startup PROVIREX kann nun ein weltweit erster Therapieansatz zur Entfernung von HIV-1 Genen umgesetzt werden. Das ist eine wichtige Nachricht für die Medizin und für die Forschung am UKE. Hamburg baut damit seinen Anspruch aus, Wissenschaftsmetropole zu sein. “

Sven Tode: „UKE bleibt Standort für hochmoderne Spitzenmedizin“

Dr. Sven Tode (MdHB)

Zur Förderung des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) durch den Hamburger Senat äußert sich Sven Tode, Fachsprecher Wissenschaft und Forschung der SPD-Bürgerschaftsfraktion, wie folgt:

„Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf ist eine sichere Bank, wenn es um die medizinische Versorgung der Hamburgerinnen und Hamburger geht. Aber die Ärzte und Pflegekräfte können im Alltag natürlich nur so gut sein, wie es die Voraussetzungen vor Ort zulassen. Deshalb ist es wichtig, dass der Senat jetzt eine weitreichende Förderung des UKEs angestoßen hat. Mit den neuen Mitteln bleibt das UKE auch in Zukunft ein Standort für hochmoderne Spitzenmedizin, der mit seinen vielen verschiedenen Forschungsprojekten die Grenzen der Medizin neu definiert. Zudem ist die finanzielle Förderung der Lehre und damit auch die Verbesserung der Ausbildungsbedingungen ein wichtiges Signal – gerade vor dem Hintergrund einer beständig alternden Gesellschaft.

Heilmittelforschung: HIV-Heilung aus Hamburg

Ein neuer Therapieansatz stellt Heilmittel für HIV/AIDS und andere schwere Krankheiten in Aussicht. SPD und Grüne wollen die Forschung auf diesem Gebiet vorantreiben und unterstützen mit einem Antrag die Gründung der PROVIREX GmbH in Hamburg. In einer klinischen Studie erforscht Provirex gemeinsam mit dem UKE und dem Heinrich-Pette-Institut (HPI) eine neue genbasierte Therapie. Erste Fördermittel wurden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung bereits zugesagt. Der Antrag von Rot-Grün sieht weitere drei Millionen Euro vor, um dieses wichtige Forschungsvorhaben zu gewährleisten und in Hamburg anzusiedeln.

Dr. Sven Tode, SPD-Bürgerschaftsabgeordneter für Barmbek, Uhlenhorst, Hohenfelde und Dulsberg

Dazu Dr. Sven Tode, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Es zeichnet den Wissenschaftsstandort Hamburg ganz besonders aus, dass das renommierte Heinrich-Pette-Institut seit 2005 kontinuierlich Grundlagenforschung zur Heilung von HIV/AIDS betreibt und die Früchte dieser enormen Leistung jetzt in die Praxis transferiert werden können. Unter dem Dach der PROVIREX GmbH werden wir zukünftig die Fachkompetenz unter anderem des Heinrich-Pette-Instituts und des UKE bündeln, um die weltweit erste Gen-Therapie zur Heilung von HIV zur Verfügung stellen zu können. Finanzielle Unterstützung erfahren wir dabei auch vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Hamburg erhält damit die Chance, zukünftig ein weltweit bedeutender Standort für eine Zukunftstechnologie zur Gen-Therapie zu sein, mit der nicht nur HIV, sondern auch andere Krankheiten wie Hepatitis B geheilt werden können.“ 

Dazu Farid Müller, Parlamentarischer Geschäftsführer der Grünen Bürgerschaftsfraktion: “Das ist ein historischer Schritt auf dem Weg zur Heilung von HIV und AIDS. Jahrelang haben die Forscher des Heinrich-Pette-Instituts erfolglos versucht, private Investoren zu finden. Jetzt haben wir einen Weg gefunden, Bundes- und Landesmittel für diese innovative Forschung bereitzustellen. Mit dem Startup PROVIREX kann nun ein weltweit erster Therapieansatz zur Entfernung von HIV-1 Genen umgesetzt werden. Das ist eine wichtige Nachricht für die Medizin und für die Forschung am UKE. Hamburg baut damit seinen Anspruch aus, Wissenschaftsmetropole zu sein. “