U5- Infoveranstaltung Hartzlohplatz

Dr. Sven Tode, SPD-Bürgerschaftsabgeordneter für Barmbek, Uhlenhorst, Hohenfelde und Dulsberg

Am 13.12.2017 fand in der Helmut-Hübener-Schule eine spannende und interessante Diskussion zur U5 statt. Umstritten ist, ob für  Barmbek-Nord eine U-Haltestelle Hartzlohplatz oder Nordheimstraße sinnvoll ist.

Das Ziel der Veranstaltung für einen offenen Bürgerdialog über eine U5 Haltestelle wurde voll erreicht. Viele Barmbekerinnen und Barmbeker nutzten die Veranstaltung, um sich zu informieren und sich zu positionieren. Die Mehrheit der Anwesenden sprach sich gegen die Variante Hartzlohplatz aus und befürwortete die Variante Nordheimstraße.

Sven Tode: „Eine interessante und spannende Diskussion. Das Ziel, dass die Hochbahn, die Bezirkspolitik und die betroffenen Anwohner Ihre Vorstellungen für eine Zukunft von Barmbek-Nord austauschen, wurde erfüllt. Die Befürworter der Variante Nordheimstraße konnten für Ihre Position gute Argumente vorbringen, aber auch die Bezirkspolitik, die sich für eine Haltestelle in Barmbek-Nord ausspricht. Es werden jetzt Fachleute der Hochbahn gemeinsam mit den Staatsräten im Lenkungskreis entscheiden, welche Variante umgesetzt wird. Mir als Wahlkreisabgeordneten ist es wichtig, dass wir eine weitere U-Bahn-Station in Barmbek-Nord bekommen und die U-Bahn nicht – ohne irgendeine Haltestelle – durch Barmbek durchfährt.“

 

 

Ausflug in den Landtag von Schleswig-Holstein

Mit 20 Bürgerinnen und Bürgern Mittwoch in Kiel gewesen, zunächst im Landtag mit einem tollen Empfang vom schleswig-holsteinischen Kollegen Martin Habersaat, dann gemeinsames Essen. Weihnachtsmarkt fiel leider etwas ins Wasser. Sehr nett, dass wir vom Landtagspräsidenten als Zuhörer auf der Tribüne begrüßt wurden. Und als Extra gab es Paternoster-Fahren für alle, die sich trauten.

 

Fenster in Hamburgs Geschichte – Rot-Grün unterstützt archäologische Ausgrabungen im Nikolai-Quartier

Dr. Sven Tode, SPD-Bürgerschaftsabgeordneter für Barmbek, Uhlenhorst, Hohenfelde und Dulsberg

Im Zuge geplanter Umbauarbeiten im geschichtsträchtigen Straßenbereich Neue Burg, Nikolaikirche und Trostbrücke sind archäologische Ausgrabungen vorgesehen. Erste Untersuchungen haben gezeigt, dass an dieser Stelle spektakuläre Funde von größter stadtgeschichtlicher Bedeutung zu erwarten sind. Erstmals können hier Parzellen aus der Gründungsphase der Hamburger Neustadt aus dem 12. Jahrhundert erfasst werden. Damit dieses für Hamburgs Historie so bedeutende Projekt im Nikolai-Quartier finanziell abgesichert ist und zügig starten kann, bringen die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen zur nächsten Bürgerschaftssitzung einen Antrag ein (siehe Anlage). Die wissenschaftliche und bauliche Leitung der Grabungen übernimmt Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss, Landesarchäologe der Stadt Hamburg und Direktor des Archäologischen Museums. Für die Grabungen, die Anfang nächsten Jahres starten sollen, sind zwölf Monate vorgesehen. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 1,1 Millionen Euro, die zunächst vollständig aus dem Sanierungsfonds der Bürgerschaft und im späteren Verlauf zur Hälfe von der Kulturbehörde getragen werden.

Sven Tode: “Als Historiker unterstütze ich ausdrücklich die archäologischen Ausgrabungen im Nikolai-Quartier”

Dazu Andreas Dressel, Vorsitzender der SPD-Bürgerschaftsfraktion: “Die Ausgrabungen im Nikolai-Quartier versprechen eine enorm spannende Zeitreise in Hamburgs Stadtgeschichte. Dass wir über den Sanierungsfonds der Bürgerschaft jetzt mit dazu beitragen können, dieses archäologische Fenster zu öffnen, freut mich außerordentlich. Wichtig ist uns zudem, dass wir prüfen, wie die Funde auch einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können – denn in 2021 steht ein stadtgeschichtlich herausragendes Jubiläum an: Die Gründung der ‘Neuen Burg’ jährt sich zum 1000. Mal! Es wäre uns und sicher auch vielen Hamburgerinnen und Hamburgern ein wichtiges Anliegen, dass wir alle eine Chance haben, uns nicht nur anhand von Büchern und Bildern mit diesem historischen Erbe auseinandersetzen zu können, sondern dass man auch etwas ‘in echt’ anschauen kann. Das Wie und Wo wird sorgfältig zu prüfen sein. Zunächst geht es aber um die Ausgrabung. Ich bin mir sicher, dass es in der Bürgerschaft dazu eine breite fraktionsübergreifende Zustimmung geben wird. Mit dem Archäologischen Museum um Professor Weiss haben wir für diese Aufgabe ein sehr erfahrenes Team. Wir wünschen allen Beteiligten im Sinne des historischen Erbes dieser Stadt viel Erfolg. Eine schnelle Bewilligung macht es möglich, dass sich die Ausgrabungen gut in die Baumaßnahmen im Nikolai Quartier einfügen. Schon nach der Frostperiode kann es losgehen.”

Dazu Anjes Tjarks, Vorsitzender der Grünen Bürgerschaftsfraktion: “Es ist total spannend, dass wir einen so weiten Blick in die Vergangenheit unserer Stadt werfen können. Ich bin beeindruckt, wie gut die fast 1.000 Jahre alten Funde erhalten sind. Das deutet darauf hin, dass wir anhand der Grabungen noch viele weitere Details aus Hamburgs Frühgeschichte und Entstehung herausfinden werden. Gleichzeitig gilt: Jetzt ist auch Eile geboten, um die Funde zu sichern und allen Menschen zugänglich zu machen. Deswegen war ich auch unbedingt dafür, dass wir hier schnell und unbürokratisch die nötigen Mittel als Hamburgische Bürgerschaft bereitstellen. Besonders freut mich die große Geschlossenheit und Kooperationsbereitschaft, mit der sowohl die Beteiligten auf Seiten des Landesmuseums als auch die Entwickler des Business Improvement District dafür sorgen, dass diese Ausgrabungen durchgeführt werden können, ohne dabei andere Projekte oder gar die Fundstücke zu gefährden. Ich wünsche den Archäologen viel Erfolg bei der Erkundung dieser Puzzleteilchen Hamburger Geschichte.”

Dazu Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss, Landesarchäologe der Stadt Hamburg und Direktor des Archäologischen Museums: “Die Frühgeschichte Hamburgs birgt immer noch einige Rätsel. Eine Schlüsselrolle kommt dabei der Neuen Burg als Nachfolger der Hammaburg zu. Ich freue mich deshalb, dass die Finanzierung der Ausgrabungen im Nikolai-Quartier nunmehr möglich wird. Wir hoffen, erstmals Daten zum Untergang der Neuen Burg im 12. Jahrhundert zu gewinnen. Außerdem erwarten wir neue Erkenntnisse zur anschließenden Gründung der Neustadt und damit zu den Wurzeln Hamburgs als Handelsmetropole. Die Ausgrabungen werden sicher das ‘finstere’ Mittelalter Hamburgs wieder etwas heller werden lassen.”

Hintergrund:

Vor dem Hintergrund der Umbauarbeiten im Nikolai-Quartier ist ein schneller Beginn der Ausgrabungen notwendig. Die archäologische Grabung ist eingebettet in das Baugeschehen im Bereich rund um die Nikolaikirche/Trostbrücke/Bohnenstraße/Neue Burg. Eine nicht sofort umgesetzte oder unzureichende Sicherung der Baugrube und der Straßenkanten würde vor dem Hintergrund der Abbrucharbeiten am Allianz-Gebäudekomplex sowie in der Wölbernstraße die Bauarbeiten behindern und das Bodendenkmal gegebenenfalls zerstören. Die geplanten Baumaßnahmen im direkten Umfeld der Fundstelle (Abbruch und Neubau auf dem Grundstück des Kirchenkreises neben dem Mahnmal) können unvermindert fortgesetzt werden.

Das Nikolai-Quartier ist das größte innerstädtische europäische Business Improvement District (BID), das sich von der Handelskammer bis zum Rödingsmarkt und von Alter Wall bis zur Willy-Brandt-Straße erstreckt. Während der BID-Laufzeit von August 2014 bis Juli 2019 werden verschiedenste Maßnahmen durchgeführt, die den Standort als attraktiven Einzelhandels- sowie Bürostandort für Hamburgs Innenstadt stärken sollen. Zu diesen Maßnahmen zählen unter anderem eine Neugestaltung des öffentlichen Raumes sowie eine verbesserte Verkehrsführung. Die Arbeiten zur Umgestaltung des Stadtraumes durch das BID Nikolai-Quartier geraten durch die archäologischen Grabungsmaßnahmen nicht unter Zeitdruck. In enger Abstimmung mit dem BID haben sich die Beteiligten eindeutig für die Ausgrabung ausgesprochen, unter der Voraussetzung der Erreichbarkeit der Baustellen. Das Museum wird den ungestörten Baustellenverkehr garantieren.

 

Hamburg ist und bleibt grün

Dr. Sven Tode, SPD-Bürgerschaftsabgeordneter für Barmbek, Uhlenhorst, Hohenfelde und Dulsberg: Hamburg ist und bleibt grün!

Der Naturschutzbund (NABU) hat am 1.12. eine Volksinitiative “Hamburgs Grün erhalten” gestartet. Auch wenn der Wortlaut der Initiative unverbindlich formuliert ist – das wahre Ziel des NABU ist, den Wohnungsbau in Hamburg deutlich einschränken. Unsere Stadtentwicklungspolitik verfolgt jedoch heute schon die Ziele:

  • einer nachhaltigen Stadtentwicklung, mit der Hamburg eine grüne und lebenswerte Metropole am Wasser bleibt;
  • eines klugen Ausgleichs zwischen Wohnungsbau und Grünerhalt, bei dem die ökologischen Interessen mit den sozialen Belangen klug und im Einzelfall abgewogen werden;
  • behutsamer Nachverdichtung und Grünentwicklung in den Quartieren, die wir gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürger

Folgt man der NABU-Initiative, hieße das:

  • keine neuen Freiflächen oder Grünanlagen für Neubau in der Stadt;
  • keine Ausweisungen weiterer Flächen für Parks, Sportanlagen, Kleingärten, Landschafts- oder Naturschutzgebiete;
  • weniger neue Wohnungen in Hamburg – Mieten steigen noch kräftiger an und Hamburgerinnen und Hamburg werden ins Umland verdrängt; hier gingen zudem Grün- und Freiflächen verloren.

Dabei wissen wir: Hamburg ist und bleibt eine der grünsten Städte Deutschlands:

  • Hamburgs Grün: Rund 60% der Landesfläche ist Grün. Fast 10% der Fläche stehen unter Naturschutz, etwa 20% unter Landschaftsschutz. 69 Parks, zahlreiche Kleingärten, landwirtschaftliche Flächen, Wald sowie Wasserflächen, rund 245.000 Straßenbäume prägen das Stadtbild – und Hamburg erhält einen Biotopverbund.
  • Große Neubauprojekte entstehen in der Regel nicht auf Hamburgs Grünflächen, sondern auf Konversionsflächen – Flächen die zuvor anders genutzt wurden z.B. durch Hafen, Bahn oder Gewerbe bzw. brach lagen – aktuelles Beispiel ist der Kleine Grasbrook, wo aus einem Hafengebiet ein neuer Stadtteil für Wohnen und Gewerbe entsteht.

 

Mit Verantwortung und Visionen nach vorn

Drei Tage intensiver Debatten – kontrovers, inhaltlich stark und durchweg fair: Der Bundesparteitag der SPD stand nach dem schmerzhaften Ergebnis bei der Bundestagswahl und mitten in der Frage nach einer Beteiligung an einer Regierung vor großen Herausforderungen. 600 Delegierte und der Parteivorstand diskutierten in Berlin leidenschaftlich über neue Wege in eine bessere Zukunft – für Europa, für Deutschland und für die Partei.