Beiträge aus dem Monat: Juli 2017

Zu den Ereignissen in der Fuhlsbüttler Straße

Ich bin noch völlig geschockt und sehr traurig über die Tat eines Einzelnen, der in einem Amoklauf Unschuldige verletzt und einen Mitbürger getötet hat. Zusammen mit dem Fraktionsvorsitzenden der SPD, Dr. Andreas Dressel, meiner Wahlkreiskollegin Ksenija Bekeris und vielen Bürgerinnen und Bürgern haben wir der Opfern gedacht und eine Kerze angezündet. Im Laufe des Tages hatte ich mehrfach die Möglichkeit, mit Bürgerinnen und Bürgern in Gespräch zu kommen und deren Sicht auf die Tat zu hören. Viele sind zum Tatort gekommen, haben Blumen und Kerzen niedergelegt. Gerade Barmbek ist ein Stadtteil des sozialen Zusammenhalts. Und unsere Gespräche vor Ort haben mir gezeigt: Die Bürgerinnen und Bürger wollen und werden sich nicht unterkriegen lassen. Auch nicht die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Edeka-Filiale, in der ein Mann verstarb, andere zum Teil schwer verletzt wurden. Wir hatten am Vormittag die Möglichkeit mit der Filialleiterin zu sprechen, die sich sehr couragiert und herzlich um ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmert. Viele Menschen aus der Nachbarschaft haben spontan ihre Hilfe angeboten. Alle sind von der Tat zutiefst bestürzt. Am Nachmittag waren Bürgermeister Olaf Scholz und Innensenator Andy Grote ebenfalls vor Ort und haben sich ein Bild von der Lage gemacht. Mein Dank gilt den couragiert eingreifenden Barmbekern, die selbstlos den Täter überwältigten und gezeigt haben, dass Hamburg geschlossen zusammensteht. Unser weltoffener Stadtteil wird gemeinsam trauern und versuchen, die Wunden zu heilen. Besonders den Opfern und ihren Angehörigen gehört mein tiefes Mitgefühl.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich bin weiterhin zu tiefst geschockt

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ich bin weiterhin zu tiefst geschockt von den Ereignissen, die sich gestern in der Fuhlsbüttler Straße ereignet haben. Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Ihren Einkauf erledigen wollten, wurden durch solch eine Tat in Lebensgefahr versetzt. Ein Mann kam bei diesem verabscheuungswürdigen Angriff ums Leben, weitere wurden schwer verletzt. Es sind nicht nur körperliche- sondern auch psychische Wunden die bleiben. Meine Gedanken gelten weiterhin den Opfern und den Angehörigen des Verstorbenen und allen Betroffenden. Meine Dank möchte ich an die mutigen Menschen richten, die den Angreifer verfolgt und überwältigt haben, sowie der Polizei und der Feuerwehr, die schnell am Einsatzort eintrafen und sich um die Verletzen und die Sicherheit kümmerten. Wir stehen zusammen und lassen uns unsere Art zu leben nicht zerstören.

Ihr Sven Tode

Sven Tode zu den Ereignissen (Messerangriff) in der Fuhlsbüttler Straße

Dr. Sven Tode (SPD) Wahlkreisabgeordneter für Barmbek, Uhlenhorst, Hohenfelde und Dulsberg

Dr. Sven Tode (SPD, MdHB), Bürgerschaftsabgeordneter für Barmbek, Uhlenhorst, Hohenfelde und Dulsberg: „Die Nachricht von dem tödlichen Angriff und von den Verletzten in der Fuhlsbüttler Straße hat mich tief erschüttert. Meine Gedanken sind bei den Opfern dieser sinnlosen Tat und deren Angehörigen. Ich wünsche den verletzten Opfern und allen Angehörigen, Familien, Freunden in diesen schweren Stunden viel Kraft sowie baldige Genesung für die Verletzten.“

 

 

 

Mehr als 73 Mio € Fördergelder des Europäischen Sozialfonds fließen in Hamburger Arbeitsmarktprojekte.

Arbeitsmarktprojekte in Hamburg werden durch die EU, im Rahmen des Europäischen Sozialsfonds, mit 73 Millionen Euro gefördert. Dieses Geld wird in Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für Jugendliche, Menschen mit Behinderung und Zuwanderer investiert. Im Moment werden rund 45.000 Hamburger in 78 Projekten gefördert. Etwa weitere 77 Millionen Euro werden aus Landes- und Bundesmitteln, sowie privaten Beteiligungen zu den Projekten hinzugesteuert.

Der vor 60 Jahren gegründete Europäische Sozialfond dient seit seinem Bestehen als Instrument der Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik. Dazu erhalten alle EU-Mitgliedstaaten aus dem Sozialfond Gelder, die in Absprache mit der Europäischen Kommission nach Bedarf vor Ort eingesetzt werden können. 43 Projekte konnten bereits realisiert werden, 35 weitere rollen in kürze an. Seit 2014 wurden rund 2600 junge Menschen in eine Ausbildung vermittelt. 1400 Hamburger fanden einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz. 7500 Menschen wurden beruflich qualifiziert.

Seit 1990 hat Hamburg bereits rund 390 Millionen Euro aus Geldern des Europäischen Sozialfonds erhalten. Mit Geldern der Stadt, des Bundes und privater Beteiligungen wurde der Betrag auf 790 Millionen Euro verdoppelt und in Arbeit, Soziales und Bildung investiert.

Im Wahlkreis Barmbek-Uhlenhorst-Hohenfelde-Dulsberg werden mehrere Projekte gefördert. Beispielhaft sei auf die folgenden zwei verwiesen:

Das Projekt dual & inklusiv richtet sich an jungen Erwachsenen mit Behinderungen oder mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Ziel ist es, den Übergang von der Schule in den Beruf, sowie Teilhabe am ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Dazu wird die beruflichen Qualifizierung inklusiver Bildungsangebote an geeigneten Projektstandorten weiterentwickelt.

JobClub Soloturn Plus unterstützt den beruflichen Wiedereinstieg von geringqualifizierten und arbeitslosen Müttern oder Vätern, insbesondere von Alleinerziehenden und Frauen mit Migrationshintergrund. Die Maßnahme bietet ein individuelles Coaching, die Erstellung aussagekräftiger Bewerbungsunterlagen, Qualifizierungsmöglichkeiten sowie Organisation von Kinderbetreuung an. Faktoren wie der Schuldenstand und die Wohnungssituation werden ebenfalls in die Gesamtbetrachtung einbezogen. JobClub Soloturn Plus ist Bestandteil des gemeinsamen Arbeitsmarktprogramms der Agentur für Arbeit Hamburg, des JobCenters – team.arbeit.hamburg und der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration für den Zeitraum 2015-2020 und trägt zur Umsetzung des Gleichstellungspolitischen Rahmenprogramms und der Hamburger Fachkräftestrategie bei.

Weitere Informationen zum Europäischen Sozialfond in Hamburg finden Sie hier.

 

 

Interfraktionelle Initiative – Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung kooperiert mit Europa-Kolleg

Auf gemeinsame Initiative der Fraktionen von SPD, CDU und Grünen hat die Bürgerschaft am 12. Juli 2017 eine wissenschaftliche Kooperation der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung mit dem Europa-Kolleg der Universität Hamburg auf den Weg gebracht. Im laufenden Jahr soll dafür ein Zuschuss von 50.000 Euro und im kommenden Haushaltsjahr 100.000 Euro als Anschubfinanzierung zur Verfügung gestellt werden. Ab dem Doppelhaushalt 2019/20 sollen diese Mittel in Höhe von jährlich 100.000 Euro verstetigt werden. Die Kooperation der Stiftung mit dem Europa-Kolleg sowie die finanzielle Unterstützung ermöglichen es zukünftig, Stiftungsprofessuren einzurichten, Stipendien zu vergeben oder auch Tagungen zu organisieren.

Dazu Dr. Sven Tode, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Die Kooperation eröffnet die Möglichkeit, die politischen Herzensthemen von Helmut Schmidt durch zukunftsorientierte Forschung weiter zu bearbeiten. Besonders schön ist, dass der Antrag interfraktionell getragen ist. Damit wird deutlich, dass Helmut Schmidt überparteilich für viele Menschen eine prägende Persönlichkeit war. Das friedliche Zusammenleben und die immer engere Integration der europäischen Staaten in eine Union europäischer Nationen sind Kernfragen unserer Gesellschaft. Die Antworten darauf sind entscheidend dafür, wie wir zukünftig zusammenleben werden. Gleichzeitig halten wir so die Erinnerung an einen großen Staatsmann und Intellektuellen aufrecht.“

Dazu René Gögge, wissenschaftspolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Die Ansiedlung der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung in Hamburg und speziell die Zusammenarbeit mit dem Europa-Kolleg passt in die Philosophie Hamburgs als offene, internationale Stadt und Mittlerin zwischen den Welten. Dies ist ein Signal für eine klar europäische Orientierung. Wir erhoffen uns insbesondere durch Stipendiatinnen und Stipendiaten und deren Arbeit gute Denkanstöße für die weitere europäische Integration und in der Auseinandersetzung mit nationalistischen Ideologien.“