Beiträge aus dem Monat: Juni 2015

Informationsveranstaltung des Bezirksamtes zur geplanten Wohnunterkunft in der Heinrich-Hertz-Straße

Am 18.Juni.2015 lud das Bezirksamt Hamburg-Nord zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung in der Aula der Ilse-Löwenstein-Schule ein. Die zahlreich erschienenen Bürgerinnen und Bürger aus Barmbek-Uhlenhorst nutzten die Möglichkeit, sich über die geplante Wohnunterkunft mit 100 Plätzen für Flüchtlinge in der Heinrich-Hertz-Straße zu informieren. Neben den Referenten des Bezirksamtes sind auch zwei Polizisten und Engagierte von der Flüchtlingsinitiative Welcome to Barmbek vor Ort gewesen, um die Fragen der Bürgerinnen und Bürgern  Fragen zu beantworten.
Um den neuen Mitbürgern in ein eigenständiges Leben zu verhelfen, ist die Integration in unsere Gesellschaft von hoher Bedeutung. Um alltägliche Herausforderungen zu überwinden und in das neue Uhlenhorster Leben reinwachsen zu können, müssen wir sie teilhaben lassen an dem Leben in unserer Nachbarschaft. Mit einer offenen und positiven Grundeinstellung haben die anwesenden Bürgerinnen und Bürger Fragen gestellt, wie und was getan werde, um den Flüchtlingen das Einleben zu erleichtern.
Die Flüchtlingsinitiative Welcome to Barmbek, welche ein Zusammenschluss von Bürgerinnen und Bürgern aus Barmbek-Uhlenhorst ist, bietet die Möglichkeit, sich je nach den zeitlichen Resourcen und persönlichen Interessen zu engagieren und an der Integration von Flüchtlingen mitzuwirken.
Sven Tode: “Ich bin sehr erfreut über die Solidarität, Offenheit und die Barmbeker und Uhlenhorster Willkommenskultur, welche den Menschen entgegen gebracht wird, die ihre Heimat verlassen müssen und sich in ein völlig neues Leben begeben.”

Diskussionsrunde bei der AG 60+ in Bergedorf zum Thema Europa

Am 16.06.2015 wurde ich in Bergedorf zu einer Diskussionsrunde bei der AG 60+ eingeladen.

Die Anwesenden hinterfragten die aktuelle Wirtschaftspolitik Griechenlands und stellten kontroverse Fragen. Auch die Rolle Deutschlands wurde kritischen hinterfragt. Wir stellten fest, dass für weitere Gelder zur Rettung des Staates die geforderten Reformen konsequenter umgesetzt werden müssten.

Trotz der hohen griechischen Staatsschulden und den düsteren Zukunftsaussichten der griechischen Bevölkerung, haben wir eine solidarische Haltung Griechenland gegenüber angenommen und wollen durch Solidarität den Zusammenhalt Europas sichern und stärken.

Wir hatten eine gelungene Diskussion mit überaus interessanten Einblicken. Über eine weitere Diskussionsrunde bei der AG 60+ in der ich als Gast teilnehmen darf, würde ich mich freuen.

DSC_2285

Schule Humboldtstraße 89 heißt jetzt Ilse-Löwenstein-Schule

Schule Humboldtstraße 89 heißt jetzt Ilse-Löwenstein-Schule 

Mit einer Reihe von Projekttagen und einem tollen Festakt hat die neue alte Schule in der Humboldtstraße 89 in Barmbek, an das kurze Leben der 17-jährigen Barmbekerin Ilse Löwenstein erinnert und sich in Ilse Löwenstein Schule umbenannt.

Die in direkter Nachbarschaft zur Schule, in der Humboldtstraße 56 als junges jüdisches Mädchen aufgewachsene Ilse Löwenstein wurde mit nur 17 Jahren mit ihrer Familie in das russische Minks deportiert und gilt seither als verschollen.

Auf der „Suche nach dem ‚richtigen’ Namen“, so Schulsenator Ties Rabe, ist man in Barmbek wortwörtlich über den Stolperstein für Ilse Löwenstein ‚gestolpert’. Als „gutes Zeichen für die Zukunft“ beschrieb der Leiter der jüdischen Joseph-Carlebach-Schule Gerd Gerhard die Umbenennung der Schule.

In einer vollbesetzten Aula begeisterten die Schülerinnen und Schüler der Ilse-Löwenstein-Schule mit Tanz, Theater, Musik und Akrobatik. Der Namen wurde durch Schülerinnen und Schüler akrobatisch in einzelnen Buchstaben dargestellt, das Leben der Familie Löwenstein in szenisch Sequenzen nachgespielt und ein eigens komponiertes Lied zum Schicksal des jungen jüdischen Mädchen Ilse Löwenstein vorgetragen. Vier Bilder, die den Namen der Schule symbolisieren, zieren künftig den Eingangsbereich.  Mit dem „neuen Namen übernehmen wir historische Verantwortung und stärken die Identitätsbildung der Schule“ erklärte die Schuldirektorin Karin Pilnitz.

Um den Gedanken an Ilse Löwenstein über weitere Generationen beizubehalten, wurde zum Anschluss der Veranstaltung als Symbol der Fruchtbarkeit ein Vogelbeerbaum auf dem Schulgelände der Schule gepflanzt.

Sven Tode: „Nachdem ich mich mit vielen Bürgerinnen und Bürger vor Ort sehr für die Gründung einer Stadtteilschule eingesetzt habe, bin ich davon überzeugt, dass das große Engagement aus der Schule heraus in den Stadtteil wirken wird. Die Schülerinnen und Schüler haben mit der Umbenennung nicht nur Ilse Löwenstein zurück ins Licht gehoben, sondern sind als Schule ohne Rassismus einen weiteren sehr mutigen Schritt gegen Ausgrenzung und Vorurteile gegangen. Dazu gratuliere ich sehr herzlich und wünsche der Ilse Löwenstein Schule, den Schülerinnen- und Schülern, den Pädagogen und den Eltern für die Zukunft alles Gute!“

 

DSC_2232_00083