Beiträge aus dem Monat: Februar 2014

Bücherhalle Barmbek wird rundum erneuert

Bürgerschaft stellt auf SPD-Initiative Mittel für umfangreiche Sanierung zur Verfügung

buecherhalle-barmbek-innenGute Nachricht für alle Barmbeker Leseratten: Im Herbst diesen Jahres wird die Bücherhalle Barmbek an der Poppenhusenstraße aufwendig saniert und neu gestaltet. Der Umbau umfasst Fußböden, Decken, Beleuchtung, Möblierung und den Einbau einer Lounge sowie eines Veranstaltungsraums. Außerdem wird die Möglichkeit geschaffen, Bücher rund um die Uhr wieder abgeben zu können. Finanziert wird der aufwendige Umbau mit rund 400.000 Euro aus Mitteln des „Sanierungsfonds 2020“, den die Bürgerschaft vor drei Jahren auf Initiative der SPD eingerichtet hatte. Sven Tode dazu: „Damit wird die sehr engagierte Arbeit der Bücherhalle mit den ‚Dialog-in-Deutsch‘-Kursen, den Weiterbildungsberatungen und dem Vorlesen für Kinder zu Recht belohnt.“

Jüdisches Schulleben auf dem Grindel: ein Besuch in der israelitischen Töchterschule

Bild:Gedenk- und Bildungsstätte Israelitische Töchterschule

Ein Stück jüdischer Geschichte Hamburgs erlebten wir in der „Gedenkstätte israelitische Töchterschule“, die wir am 19. Februar im Rahmen unseres Kulturprogramms besuchten. Die Schule in der Karolinenstraße 35 wurde 1884 als Armenschule für jüdische Mädchen eingerichtet; noch bis 1942 wurden hier jüdische Kinder unterrichtet. Eindrucksvoll stellt die Ausstellung den von Flucht, Vertreibung und Deportation geprägten Alltag junger Mädchen dar. So zeigen Fotos Kinder bei einer Schulaufführung: sie stellen die Tiere des Waldes dar, die von einer bösartigen Kröte vertrieben werden. Am Schluß singen die Kinder „wir wandern aus, wir wandern aus“. Mit dieser Aufführung möchte ein Lehrerin ihre Schülerinnen bereits 1933 auf eine Flucht vorbereiten und ihnen dafür Mut machen. Dass die Flucht indes auch nach dem Verlassen Deutschlands noch scheitern konnte, wird exemparisch an der Geschichte der „St. Louis“ gezeigt, einem Flüchtlingsschiff, dass nirgends eine Anlegeerlaubnis erhielt und schließlich nach Europa zurückkehren musste.

Auch die Berichte ehemaliger Schülerinnen, die nach dem Krieg an den Ort ihrer Ausbildung zurückgekehrt sind, finden in der Ausstellung Raum. Besonders beeindruckend die Auffschrift an der Tafel im noch erhaltenen Naturkunderaum, mit der eine ehemalige Schülerin ihren Besuch dokumentiert hat: „Ich kam, um den Ort nach 60 Jahren zu sehen. Ich habe hier 10 Jahre gelernt. Dr. Bamberger lehrte mich Naturwissenschaften in diesem Raum. Es blieben diesselben Gegenstände, dieselbe Ausrüstung und ich sehe meinen Lehrer, als ob die Zeit stillgestanden wäre.“

 

 

 

Faire Arbeitsbedingungen an den Hochschulen

Senat setzt Antrag der SPD-Fraktion auf Initiative Sven Todes um

Die SPD-Fraktion begrüßt die gestern vorgelegte Einigung mit Hochschulen, Gewerkschaften und Personalräten zum Abbau prekärer Arbeitsverhältnisse an den Hochschulen. Damit geht der Senat den dritten und letzten Schritt zur vollständigen Umsetzung eines Beschluss der Bürgerschaft aus dem Jahr 2012. Im vergangenen Jahr wurde bereits ein Beschluss des Bundesrates zur Überarbeitung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes erfoUni Hamburglgreich angestoßen, und in der vorliegenden Novelle des Hamburgischen Hochschulgesetzes sind ebenfalls einige wichtige Präzisierungen enthalten.

Der Hochschulexperte der SPD-Fraktion und Initiator des Beschlusses Dr. Sven Tode sagt dazu: „Seit Jahren ist es an vielen Hochschulen immer mehr zur Praxis geworden, Arbeitsverträge mit jungen Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftlern nur noch sehr kurz zu befristen, oft sogar kürzer als ein Jahr. Doch solche prekären Arbeitsbedingungen bieten den jungen Forscherinnen und Forschern kaum Perspektiven, erschweren Karriere- und Familienplanung. Außerdem trägt die hohe Ungewissheit und Diskontinuität in der Arbeit auch sicher nicht zur Qualität von Forschung und Lehre bei, die wir doch weiter steigern wollen und müssen. Daher musste hier dringend etwas unternommen werden, vor allem auf Bundesebene, aber auch in Hamburg.“

In dem von der Bürgerschaft beschlossenen SPD-Antrag wurde der Senat daher vor allem dazu aufgefordert, sich auf Bundesebene für eine entsprechende Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetztes einzusetzen, das mit seinen verfehlten Deregulierungen aus den Jahren zuvor die Grundlage für diesen prekären Wildwuchs gelegt hatte. Zwischenzeitlich hatte der Bundesrat einen solchen Beschluss auch auf Initiative Hamburgs hin getroffen, und im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung ist die entsprechende Reform dieses Gesetzes ebenfalls festgeschrieben.

Ergänzend dazu sind wichtige präzisierende Regelungen für Hamburg in der vorliegenden Novelle des Hamburgischen Hochschulgesetzes enthalten, vor allem die Vorgabe, dass Doktorandenstellen zukünftig grundsätzlich auf drei Jahre vergeben werden und mindestens den Umfang einer halben Stelle haben müssen. Und all jene Stellen, bei denen es keine sachlichen Gründe für Befristungen wie Qualifizierungsstufen gibt, müssen grundsätzlich unbefristet vergeben werden.

„Mit den gestern vorgelegten Eckpunkten für einen „Code of Conduct“ an den Hochschulen hat Wissenschaftssenatorin Stapelfeldt nun den dritten und abschließenden Erfolg für faire Arbeitsbedingungen an den Hochschulen erzielt“, freut sich Sven Tode: „Damit ist unser Antrag nun vollständig umgesetzt. Hamburg hat alle seine Möglichkeiten erfolgreich ausgeschöpft, um für faire Arbeit an den Hochschulen, gute Perspektiven für den wissenschaftlichen Nachwuchs und eine weiter steigende Qualität von Forschung und Lehre zu sorgen.“

Mit Befremden reagiert Tode daher auf jüngste Erklärungen der Grünen, die Maßnahmen seien von ihnen abgekupfert und früher von der SPD abgelehnt worden: „Diese Behauptung ist schon ziemlich dreist. Den Antrag der Grünen hatten wir abgelehnt, weil unser eigener Antrag das Thema umfassender behandelte, insbesondere auch in Bezug auf das entscheidende Wissenschaftszeitvertragsgesetz des Bundes, das die Grünen völlig ignoriert hatten.“

Jüdisches Leben am Grindel – Herzliche Einladung

Sven Tode lädt am 19. Februar ein zu einem Besuch der Gedenkstätte Jüdische Töchterschule

Im Rahmen seines Programms „Hamburg neu entdecken“ lädt der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Sven Tode alle Bürgerinnen und Bürger herzlich ein zu einem Besuch der Gedenkstätte Jüdische Töchterschule am Grindel.

Der Besuch findet am Mittwoch, den 19. Februar um 16 Uhr statt.

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Sven Tode, von Beruf Historiker, freut sich über die Gelegenheit, ein wichtiges Stück Hamburger Stadtgeschichte zu erkunden: „Auch in Hamburg gab es vor dem Holocaust eine reiche, lebendige jüdische Kultur, besonders im Grindelviertel. Die Gedenkstätte in der ehemaligen Jüdischen Töchterschule ist eine der wichtigsten und einprägsamsten Erinnerungen daran. Die Ausstellung ist hervorragend gemacht und zeigt sehr anschaulich, wie sich das jüdische Leben in Hamburg seit der Gründung der Schule im Jahre 1884 wandelte, bis der Schulalltag sich schließlich im Zeichen von Flucht, Vertreibung und Völkermord radikal veränderte und 1942 ganz abgebrochen wurde.“

Interessenten melden sich bitte an unter Telefon 040 – 39 87 66 22.

Die Teilnahme kostet 5 Euro pro Person.