Die Freie und Hansestadt Hamburg wird am Montag, den 27. Mai, für weitere zwei Jahre von TransFair e.V. als Fairtrade-Stadt ausgezeichnet.

Sven Tode: “Ich freue mich sehr darüber. Wir werden auch weiterhin dabei helfen, den fairen Handel auszubauen. Das ist konkret gelebte, internationale Solidarität.”

Die Freie und Hansestadt Hamburg wird am Montag, den 27. Mai, für weitere zwei Jahre von TransFair e.V. als Fairtrade-Stadt ausgezeichnet. Die Stadt erfüllt weiterhin die entsprechenden Kriterien der Organisation. Damit bleibt Hamburg Teil einer weltweiten Bewegung von über 1300 Fairtrade-Städten. Über 500 Einzelhändler, 220 gastronomische Betriebe, 21 öffentliche Institutionen und 40 Kirchen­gemeinden verkaufen oder verwenden hier fair gehandelte Produkte. Hamburg hat deutschlandweit die höchste Dichte von 18 in der Stadt ansässigen Lizenznehmer-Firmen, die für ihre Produkte das Fairtrade-Siegel verwenden dürfen. Darüber hinaus gibt es viele weitere Unternehmen und Weltläden, die auch den Einzelhandel und die Gastronomie mit einer breiten Auswahl von Nahrungs- und Genussmitteln beliefern.

Sven Tode ist der Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion für Entwicklungspartnerschaft und Fairen Handel, und er ist zuständig für die Städtepartnerschaften Hamburgs mit León in Nicaragua und Dar es Salaam in Tansania, bei denen solidarische Handelsbeziehungen ebenfalls eine wichtige Rolle spielen. Er sagt zu der erneuten Auszeichnung: ““Ich freue mich sehr darüber. Wir werden auch weiterhin dabei helfen, den fairen Handel auszubauen. Das ist konkret gelebte, internationale Solidarität.”

Die Erneuerung des Titels „Fairtrade-Stadt“ findet zugleich mit dem Abschluss des Studienprojektes „Fairer Handel“ an der HAW statt. Der duale Bachelor-Studiengang Public Management erarbeitet im Rahmen eines Projektseminars einen Kriterienkatalog für eine Faire Hochschule. Ziel ist es, das Thema im Lehrplan der Universität zu integrieren und sich auch darüber hinaus praktisch für den fairen Handel einzusetzen. Ein erster Erfolg werden die in 2013 hergestellten Taschen und Beutel der Hochschule aus fair gehandelter Baumwolle sein.

TransFair e.V. überprüft in regelmäßigen Abständen, ob die Fairtrade-Towns ihrem Titel weiterhin gerecht werden. Hamburg wird in seinem Streben, dass fair gehandelte Produkte noch weitere Verbreitung in der Stadt finden, von vielen Akteuren und Maßnahmen unterstützt. Seit 2006 setzt sich das Aktionsbündnis „hamburg mal fair“ für die Stärkung des Fairen Handels in der Hansestadt ein. Ziel des Bildungsprojektes ist es, das öffentliche Bewusstsein für mehr Fairness und soziale Gerechtigkeit im Welthandel zu schärfen. 2010 startete das Projekt „Fair Trade Stadt Hamburg“ um Politik, Verwaltung und Wirtschaft in ihren Initiativen zum Fairen Handel zu begleiten. Im Hamburger Rathaus werden bei Sitzungen und Veranstaltungen ausschließlich fair gehandelter Kaffee und Tee sowie verschiedene Kaltgetränke ausgeschenkt.