Der 25jährige Politikstudent Timo Eggersglühs absolviert ein sechswöchiges Praktikum im Abgeordnetenbüro – und hat zur Halbzeit schon viel gelernt und erlebt!

Die Hamburger Bürgerschaft ist seit 1859 das gewählte Parlament der Freien und Hansestadt Hamburg und heute eines von 16 Landesparlamenten. Hier entscheiden und debattieren 121 Abgeordnete über das Wohl unserer Stadt, z.B. werden Gesetze erlassen, die Arbeit des Senates kontrolliert oder über den Haushalt abgestimmt. Aber was machen ein Abgeordneter und seine Mitarbeiter wenn keine Bürgerschaftssitzung stattfindet? Oder wie werden politische Entscheidungen getroffen?

Praktikant Timo Eggersglühs

Dies sind Fragen, die sich ein 25 jähriger Student der Volkswirtschaftslehre regelmäßig stellt und so habe ich mich entschieden ein sechswöchiges Praktikum im Abgeordneten Büro von Sven Tode zu absolvieren. Am 08. April ging es dann los und bis jetzt konnte ich verschiedenste Facetten der parteipolitischen bzw. parlamentarischen Arbeit kennen lernen. Zunächst habe ich alle Bürgerschaftsunterlagen zu einer Themenmappe zusammengestellt, die für die regelmäßig stattfindenden Ausschüsse relevant waren. Besonders beeindruckend war die Fülle an Informationen und Fakten, die ein Abgeordneter zu sichten bzw. zu merken hat, denn eine solche Mappe kann schnell mal mehrere hundert Seiten dick sein. Daneben müssen regelmäßig Auswertungen oder Kommentierungen zu verschiedensten Drucksachen erstellt werden, die das wichtigste auf wenigen Seiten zusammenfassen. Neben der parlamentarischen Arbeit nimmt die Öffentlichkeitsarbeit einen großen Schwerpunkt ein. Sven Tode ist es besonders wichtig den Dialog zu den Bürgerinnen und Bürgern aufrechtzuerhalten, und so müssen einerseits regelmäßig Artikel für die Homepage und den vierteljährlich erscheinenden Newsletter geschrieben werden. Andererseits finden viele Begegnungen mit den Menschen und ihren Problemen statt. So haben wir in der zweiten Woche meines Praktikums den Hausmeister einer Schule getroffen um von ihm aus erster Hand zu erfahren, wo der Schuh drückt.

Abgerundet wird der Büroalltag von ganz handfesten Aktivitäten. Die vielen Stellschilder müssen regelmäßig neu plakatiert werden um auf die neusten Termine hinzuweisen. Besonders spannend sind jedoch die täglichen Begegnungen mit Menschen, die ihre Anliegen in einem der beiden Büros vortragen. Dabei merkt man schnell, dass vieles von den Mitarbeitern der Abgeordnetenbüros aufgegriffen und z.B. durch eine kleine Anfrage in Bürgerschaft eingebracht werden kann. Bis jetzt konnte ich viele interessante Dinge entdecken und ich freue mich auf die nächsten drei Wochen!