Umfangreiche Sanierungsarbeiten der südlichen Fuhlsbüttler Straße beginnen im Frühjahr 2014

Seit jeher galt die Fuhlsbüttler Straße als das Herz von Barmbek und so haben lange Zeit Straßencafés oder Einzelhändler zum Bummeln eingeladen. Doch seit mehr als zehn Jahren befindet sie sich im stetigen Niedergang. Explodierende Ladenmieten und strukturelle Veränderungen haben aus der einstigen Flaniermeile einen tristen, wenig einladenden Ort gemacht. Mit dem Sanierungsvorhaben „Barmbek-Nord S1, Fuhlsbüttler Straße“ soll damit jetzt Schluss sein. Im Frühjahr 2014 beginnen die umfangreichen Sanierungsarbeiten der südlichen Fuhlsbüttler Straße, rund um den Barmbeker Bahnhof.

Grafik: BIG Städtebau

Grafik: BIG Städtebau

 

 

Bis hierher war es ein langer Weg. Bereits im Jahr 2000 koordinierten sich Barmbeker Gewerbetreibende und Kulturvereine um die AG Kultur & Gewerbe ins Leben zu rufen. Mit dem Ziel aus der „Fuhle“ wieder einen Ort des Verweilens zu schaffen, entwickelten sie verschiedene Konzepte und Visionen die den politischen Entscheidungsträgern vorgelegt wurden. 2004 reagierte das zuständige Bezirksamt und erarbeitete ein Erneuerungskonzept, in dem die wesentlichen Entwicklungsziele und Maßnahmen festgelegt wurden. Im Verlauf desselben Jahres haben Untersuchungen die Potenziale für eine städtebauliche Neugestaltung der südlichen Fuhlsbüttler Straße offengelegt. So erklärte der Hamburger Senat 2005 die Einkaufstraße zum Sanierungsgebiet. Dies ist ein festumrissenes Gebiet, in dem die Stadt Hamburg eine städtebauliche Sanierungsmaßnahme durchführt. Ein Sanierungsbeirat gewährleistete während der gesamten Planungs- und Entwicklungszeit eine hohe Bürgerbeteiligung. Dieses ehrenamtliche Gremium vereinigt Vertreter der Bewohner, Eigentümer, Gewerbetreibende oder soziale und kulturelle Einrichtungen. An den sechs Sitzungen pro Jahr konnten sie sich auf verschiedene Weise an den Fortschritten beteiligen.

Wenn die Arbeiten im März 2015 wie geplant abgeschlossen sein werden, wurden nicht nur 4,8 Millionen Euro ausgegeben, sondern Hamburg ist auch um eine Perle reicher. Künftig laden unteranderem bis zu neun Meter breite Fußwege, von Bäumen beschattete Sitzbänke, gutsortierte Sport- bzw. Einzelhandelsgeschäfte die Hamburgerinnen und Hamburger zum verweilen, bummeln oder klönen im Herzen Barmbeks ein.