Schulsenator Rabe stellte sich in Uhlenhorst den Fragen der Eltern

Sven Tode begrüßt die TeilnehmerInnen der Veranstaltung mit Ties Rabe.

„Gute Schulen für alle Kinder“ – so lautet nicht nur das Ziel von Olaf Scholz und Ties Rabe für die Hamburger Schulpolitik, so lautete auch die Veranstaltung der SPD Barmbek-Uhlenhorst-Hohenfelde am 29. Januar, bei der sich der Schulsenator den Fragen der Eltern stellte.

Der Gastgeber, der SPD-Distriktsvorsitzende und Bürgerschaftsabgeordnete Sven Tode, konnte sich über einen gut gefüllten Gemeindesaal in der Uhlenhorster Heilandskirche freuen, wo die Veranstaltung stattfand. In seiner Begrüßung hob er hervor, dass für die SPD das „gute“ und das „alle“ im Veranstaltungsmotto gleichermaßen wichtig seien: Ziel der Schulpolitik sei es, die bestmögliche Bildung zu erreichen, und das für alle Kinder und Jugendlichen gleichermaßen. Chancengleichheit für alle – das sei nach wie vor die Richtschnur sozialdemokratischer Bildungspolitik. Deshalb hat die SPD schon jetzt das Büchergeld, die Studiengebühren und die Gebühren für das Mittagessen an den Kitas abgeschafft. Und schon bald wird die Kita-Betreuung für alle Kinder ab dem zweiten Lebensjahr für fünf Stunden täglich garantiert und kostenfrei sein.

Schulsenator Rabe führte dann aus, was er für das Ziel „gute Schulen“ bereits erreichen konnte: Es werden deutlich mehr Lehrerinnen und Lehrer eingestellt als vorher, und die Klassen sind deutlich kleiner, vor allem an Schulen in sozialen Problemgebieten. Der Ausbau der Stadtteilschulen gehe massiv voran, genauso wie die ganztätige Bildung und Betreuung an den Grundschulen. Schon im kommenden Schuljahr werden fast alle Hamburger Grundschulen ein verlässliches und hochwertiges Angebot bis 16 Uhr anbieten. Die größte Herausforderung liegt für ihn im Schulbau: Die Etablierung der Stadtteilschulen, die kleineren Klassen und der flächendeckende Ausbau der Ganztagsschulen erforderten einen erheblichen Aus- und Zubau an vielen Schulen. Außerdem müssen viele Schulen saniert werden. Dafür hat der Senat bis 2020 zwei Milliarden Euro bereit gestellt, über 200 Millionen pro Jahr. „Ich komme mir manchmal mehr wie ein Bausenator vor, als wie ein Schulsenator“ scherzte Ties Rabe daher. So viele Bauprojekte abzuwickeln gehe nicht von heute auf morgen, sondern verlange einen langen Atem. Aber es werde so schnell wie möglich vorangehen, versprach der Senator.

In der anschließenden Diskussion ging es denn auch in erster Linie um solche konkreten Baufragen, weniger um grundsätzliches. Dabei konnte die anwesende Leiterin der neuen Stadtteilschule in der Humboldtstraße 89 in Barmbek-Süd, Frau Pilnitz, (bisher noch Zweigstelle der Heinrich-Hertz-Schule) über den erfolgreichen Start der Schule und die herausragenden Profile in Theater, Sport und Berufsorientierung berichten. Um weiter erfolgreich zu sein, forderte sie vom Senator eine zügige und planmäßige Umsetzung der nötigen Bauvorhaben, was dieser gern zusagte.

Auch der Übergang von der bisherigen Hortbetreuung für die Grundschulkinder am Nachmittag in das neue System der Ganztagsbetreuung an den Grundschulen sorgte für Gesprächsstoff. Manche Eltern wünschten sich eine längere Übergangszeit, in der ihre Kinder weiterhin Gutscheine für die Horte außerhalb der Schule bekommen könnten. Ties Rabe gestand ein, dass der Start an manchen Schulen noch etwas holprig werden könne, warb aber auch für Verständnis, dass jeder Übergang in der Anfangszeit stets schwierig sei. Dennoch könne man zwei verschiedene Systeme nicht längerfristig parallel laufen lassen, die sich gegenseitig die Ressourcen streitig machten.

Am Ende der Veranstaltung überwog allseits die Zufriedenheit. Ties Rabe dankte dem Publikum erfreut über die konstruktive und vor allem nicht ideologische Diskussion, und so manche Mütter und Väter äußerten sich anschließend lobend über die große Sachkenntnis, die der Senator auch in Detailfragen unter Beweis stellte.