Namensgebung und Gedenktafel erinnern an Opfer rechtsextremer Gewalt in Hamburg

Sven Tode: “Mit dem Ramazan-Avci-Platz am S-Bahnhof Landwehr wurde ein sichtbares Zeichen des Gedenkens an die Opfer rechtsextremer Gewalt gesetzt”.

Ramazan Avci wurde am 21. Dezember 1985 im Alter von 26 Jahren von Jugendlichen aus der rechtsextremen Skinheadszene in unmittelbarer Nähe des Bahnhofsvorplatzes angegriffen. Er verstarb wenige Tage später am 24. Dezember 1985 an den Folgen des Angriffs. Bereits zum 25. Jahrestag des Überfalls im Dezember 2010 hatte sich eine Gedenkinitiative für Ramazan Avci gegründet. Der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg hat im August 2012 entschieden, den Vorplatz am S-Bahnhof Landwehr, dem Ort des tödlichen Angriffs, nach Ramazan Avci zu benennen. In einem feierlichen Akt haben am 19.12.2012  Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Dr. Dorothee Stapelfeldt, der Generalkonsul der Republik Türkei Devrim Öztürk, der Leiter des Bezirksamtes Hamburg-Nord Harald Rösler sowie Ünal Zeran von der Initiative zum Gedenken an Ramazan Avci den neuen Platz eingeweiht. Im Anschluss wurde eine Gedenktafel durch die Vorsitzende der Bezirksversammlung Hamburg-Nord Dagmar Wiedemann und Gülistand Ayaz, die Partnerin des Verstorbenen, enthüllt.