Seit Monaten steht das betagte Haus Am Alten Schützenhof in Barmbek-Süd im öffentlichen Interesse. Denn es ist nicht nur das älteste noch existierende Haus in Barmbek, sondern war in den 1920er Jahren auch die Heimat des berühmten “Lord von Barmbeck”, des Einbrecherkönigs Gustav Adolph Petersen.

Und es ist vom Abriss bedroht. Nicht, weil es baufällig wäre – das ist es schon lange, aber keineswegs so, dass man es nicht sanieren könnte. Auch nicht, weil es leer stehen würde: Die meisten Wohnungen sind bewohnt, manche Mieter leben hier seit Jahrzehnten. Sondern, weil die neue Eigentümerin und ihr Verwalter darauf spekulieren, nach einem Abriss dort neue Wohnungen bauen und für viel Geld verkaufen odre vermieten zu können.

Diese Pläne haben schon letzten Herbst nicht nur die Bewohner, die Barmbeker Geschichtswerkstatt und das Denkmalschutzamt auf den Plan gerufen, sondern auch Sven Tode, den Bürgerschaftsabgeordneten der SPD für Barmbek, Dulsberg, Uhlenhorst und Hohenfelde. Denn als Politiker, als Historiker und als Barmbeker lehnt er den Abriss dieses einmaligen Kulturdenkmals entschieden ab

Sein öffentlicher Protest (siehe hier) führte immerhin dazu, dass die Eigentümer mittlerweile mit dem Denkmalschutzamt und dem Bezirksamt über Möglichkeiten einer Sanierung bzw. einer Kombination als altem Haus und Neubauten verhandeln. Doch das lange angekündigte Sanierungsgutachten scheint erst einmal auf Eis gelegt – die Zukunft des Hauses bleibt ungewiss.

Für Sven Tode bleibt es jedoch dabei: Über kreative Kompromisslösungen kann man gerne reden, aber ein Abriss kommt nicht in Frage. Deshalb freut es ihn, dass nun auch in der tageszeitung (taz) eine große Reportage

des renommierten Autors Roger Repplinger zum Thema erschienen ist und so den öffentlichen Druck für den Erhalt des Hauses verstärkt.